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Geflügelpest auf Sylt: 240 Gänse getötet – Vierter Ausbruch seit Mitte September

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Von: Jan Knötzsch

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Es sind nicht die Punks, die für Schlagzeilen sorgen. Und auch keine Reichen, Schönen oder Promis, sondern Tiere: Auf Sylt gibt‘s einen neuen Geflügelpest-Fall.

Sylt/Kiel – Auf der Nordseeinsel Sylt, wo gerade erst das Traditionslokal „Pius“ schließen musste, gibt es einen neuen Fall von Geflügelpest. Das Landeslabor Schleswig-Holstein habe in Proben verendeter und erkrankter Gänse aus einem Betrieb das Geflügelpestvirus des Subtyps H5 nachgewiesen. Dies teilte das Landwirtschaftsministerium in Kiel mit. Bei dem betroffenen Betrieb auf Sylt handelt es sich um einen Betrieb in Keitum, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf das Ministerium. Demnach habe das zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) den Nachweis am Samstag, 8. Oktober 2022, bestätigt.

Friesische Inseln in der Nordsee:Sylt
Fläche:99,14 km²
Breite:12,6 km
Länge38 km

Nach Fall von Geflügelpest auf Sylt: Sperrzone errichtet – Geflügel muss ab sofort in den Stall

240 Gänse in der Haltung des Betriebs seien, so die dpa, inzwischen getötet worden. Um die betroffene Geflügelhaltung werde eine Sperrzone eingerichtet, heißt es weiter. Im Bereich der gesamten Insel Sylt, auf der Jürgen Gosch ein „Mini-Las-Vegas“ plant und eine Sylt-Institution zurück ist, sei Geflügel unverzüglich aufzustallen, teilte der Kreis Nordfriesland mit – das gilt allerdings nicht für Tauben. Der Ausbruch der Geflügelpest auf Sylt, wo die Bahnstrecke Ende November gesperrt wird, ist der vierte Fall von Geflügelpest in Schleswig-Holstein binnen kurzer Zeit. Schon im September 2022 waren zwei Geflügelpestausbrüche in Kleinhaltungen im Kreis Nordfriesland festgestellt worden.

Gänse stehen auf einer Wiese. Vor ihnen ein Schild mit den Worten Geflügelpest und Sperrbezirk.
Auf Sylt mussten 240 Gänse getötet werden, weil in Keitum die Geflügelpest ausgebrochen ist. (Symbolbild) © Countrypixel/imago

Am 5. Oktober 2022 gab es zudem einen weiteren Ausbruch in einer Hobbyhaltung im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Das Ministerium in Kiel mahnte zur Vorsicht und zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Schleswig-Holstein ist den Angaben zufolge seit Oktober 2021 von einer anhaltenden Geflügelpest-Ausbreitung auch bei Wildvögeln betroffen, die sich erstmals über den Sommer des Folgejahres fortgesetzt habe. Nach einem Rückgang im Frühjahr 2022 stieg die Zahl der Nachweise bei Wildvögeln seit dem Sommer in Schleswig-Holstein wie auch in anderen Küstenbundesländern wieder. (mit dpa-Material)

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