Mord-Anschlag?

Mega-Explosion: Mann schweigt – hat er seine Frau ermordet?

Rettungswagen fährt schnell.
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Einsatz für die Rettungskräfte in Nortorf: Eine Explosion zerlegt ein Haus. Der Mann wird bewusstlos gefunden. Die Frau ist verschollen. (Symbolbild)
  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Plötzlich explodiert in Nortorf, Schleswig-Holstein, ein Haus. Der Besitzer weigert sich, mit der Polizei zu sprechen. Liegt seine Frau tot in den Trümmern?

Update vom Dienstag, 2. März 2021, 14.50 Uhr: Noch immer fehlt von Jutta S. jede Spur. Helfer haben die Trümmer im Keller und im Erdgeschoss durchforstet. Nun steht das Obergeschoss an. Ein Polizeisprecher: „Wenn sie in den Trümmern liegt, dann muss sich die Vermisste dort befinden.“ Dafür warten die Einsatzkräfte auf eine Abrissfirma. Sie sollen die Schäden und Gefahren begutachten – und den Weg für die Suchtrupps freiräumen. Der Mann, Jan T., sei mittlerweile ansprechbar, so der Polizeisprecher. Doch er weigere sich, mit den Beamten zu reden. Seine Rolle in dem Desaster bleibt zu dem Zeitpunkt ungeklärt.

Update vom Dienstag, 2. März 2021, 11.20 Uhr: Die Suche in den Trümmern soll gegen 12 Uhr mittags fortgesetzt werden. Das bestätigte ein Sprecher gegenüber 24hamburg.de.

Update vom Dienstag, 2. März 2021, 8.30 Uhr: Nortorf – Was genau geschah in dem verschlafenen Städtchen in Schleswig-Holstein? Die Polizei steht bislang vor einem Rätsel. Nach der Explosion, die am Montagmorgen, 1. März 2021, ein Haus an der Marienburger Straße zerstörte, findet die Polizei den Besitzer, Jan T. (56), einige Stunden später. Er sitzt bewusstlos in seinem Auto – zwei Kilometer von seinem Haus entfernt, in einem Industriegebiet.

„Der Mann konnte bislang nicht vernommen werden“, so ein Polizeisprecher gegenüber 24hamburg.de. Auch über seinen Gesundheitszustand liegen derzeit keine Informationen vor. Er liegt im Krankenhaus. Von ihm erhoffen sich die Ermittler Informationen zum Aufenthaltsort seiner Lebensgefährtin Jutta S. (54). Von ihr fehlt jede Spur. Sie soll ebenfalls in dem Haus gemeldet gewesen sein. Liegt sie tot in den Trümmern? Die Rettungskräfte beendeten die Suchaktion am Montagabend mit Einbruch der Dunkelheit – erfolglos. Heute wollen sie weitersuchen.

Die Bild-Zeitung berichtet von Beziehungsstress zwischen dem Paar, das seit fünf Jahren zusammen ist. Er ist Hausmeister, sie Lehrerin. Nachbarn wollen am Donnerstag, 25. Februar 2021, fünf Tage vor der Explosion, einen lautstarken Streit gehört haben. „Dann lief sie aus dem Haus. Er packte sie am Arm und ging mit ihr zurück ins Haus“, so ein Zeuge gegenüber der Bild. Welche Rolle Jan T. bei der Explosion gespielt hat, das bleibt weiterhin rätselhaft.

Update vom Montag, 1. März 2021, 12.30 Uhr: Nortorf – Die verzweifelte Suche nach dem vermissten Bewohner hatte Erfolg: Stunden nach der Explosion finden Polizisten den 56-jährigen Mann. Er sitzt in seinem Auto in einem Gewerbegebiet und ist nicht ansprechbar. Das berichtet die Bild-Zeitung. Wie es zu der Explosion kam, ist weiter unklar.

Erstmeldung vom Montag, 1. März 2021, 11.30 Uhr: Nortorf – Die Wand ist kollabiert, Trümmerteile liegen meterweit verstreut. Das Haus an der Marienburger Straße: nur noch Schrott-Wert. Hier kam es am frühen Montagmorgen, 1. März 2021, zu einer verheerenden Explosion. Wie Anwohner gegenüber dem NDR berichten, erschütterte ein gewaltiger Knall die Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde, reißt sie gegen 6:30 Uhr aus dem Schlaf.

Die Feuerwehr rast sofort zum Einsatzort. Verdacht auf Gasexplosion. Die Einsatzkräfte gehen zum Löschangriff über, das Reihenendhaus brennt. Vom Bewohner fehlt jede Spur. Die Einsatzkräfte vermuten, dass er unter den Trümmern begraben sein könnte. Ebenso ist unklar, ob er noch lebt.

Noch ist für die Einsatzkräfte kein Durchkommen. Extreme Einsturzgefahr. Erst wenn das Haus gesichert ist, können sie nach dem Vermissten suchen. Wegen der starken Rauchentwicklung sind Anwohner dazu angehalten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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