Mord-Anschlag?

Explosion: Helfer ziehen verkohlte Lehrerin aus Trümmern – Haftbefehl!

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Horror-Fund nach schlimmer Explosion in Nortorf: Retter ziehen die Leiche einer Lehrerin aus den Trümmern. Haftbefehl gegen Lebensgefährten.

Update vom Donnerstag, 2. März 2021, 13.20 Uhr: Nortorf – Es ist 11 Uhr, als die Leichenspürhunde anschlagen. In den Trümmern, die einmal das Schlafzimmer des explodierten Hauses in Nortorf waren, machen die Helfer einen Horror-Fund. Polizeisprecher Sören Petersen gegenüber 24hamburg.de. „Der Zustand der Leiche war schlimm, ein Körper war zu erkennen, nur komplett schwarz.“ Bis zur Unkenntlichkeit verkohlt.

Stadt in Schleswig-HolsteinNortorf
Fläche: 12,77 km²
Bevölkerung:6.293 (31. Dez. 2008)
Postleitzahl: 24589

Laut Ermittlungsstand soll es sich um die vermisste Lehrerin Jutta S. handeln. Gegen ihren Lebensgefährten, Jan T., wollen die Behörden Haftbefehl erlassen – laut Bild wegen „Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Totschlag“. Ermittler fanden Benzinspuren an einer Bettdecke. Der Mann habe mit den Beamten gesprochen, aber noch keine Aussagen zu den Geschehnissen gemacht. Die Leiche von Jutta S. soll Donnerstagnachmittag in die Rechtsmedizin nach Kiel.

Mega-Explosion: Ist es Mord? Ehemann schweigt

Update vom Dienstag, 2. März 2021, 16.50 Uhr: Nortorf – Zusammen mit der Abrissfirma durchsuchen die Einsatzkräfte das zerstörte Dachgeschoss – Stück für Stück. Doch Hinweise auf Jutta S., gar ihre Leiche, fanden sie bislang nicht. „Wir werden die Suche bald abbrechen und morgen weitermachen“, sagt ein Feuerwehrsprecher. Hausbesitzer Jan T. schweigt beharrlich.

Update vom Dienstag, 2. März 2021, 14.50 Uhr: Nortorf – Noch immer fehlt von Jutta S. jede Spur. Helfer haben die Trümmer im Keller und im Erdgeschoss durchforstet. Nun steht das Obergeschoss an. Ein Polizeisprecher: „Wenn sie in den Trümmern liegt, dann muss sich die Vermisste dort befinden.“

Feuerwehr-Leute stehen vor den Ruinen des explodierten Hauses in Nortorf. Liegt hier die vermisste Jutta S.? (24hamburg.de-Montage)

Dafür warten die Einsatzkräfte auf eine Abrissfirma. Sie sollen die Schäden und Gefahren begutachten – und den Weg für die Suchtrupps freiräumen. Der Mann, Jan T., sei mittlerweile ansprechbar, so der Polizeisprecher. Doch er weigere sich, mit den Beamten zu reden. Seine Rolle in dem Desaster bleibt zu dem Zeitpunkt ungeklärt.

Rätsel um Mega-Explosion: Liegt seine Frau tot in den Ruinen?

Update vom Dienstag, 2. März 2021, 11.20 Uhr: Nortorf – Die Suche in den Trümmern soll gegen 12 Uhr mittags fortgesetzt werden. Das bestätigte ein Sprecher gegenüber 24hamburg.de.

Update vom Dienstag, 2. März 2021, 8.30 Uhr: Nortorf – Was genau geschah in dem verschlafenen Städtchen in Schleswig-Holstein? Die Polizei steht bislang vor einem Rätsel. Nach der Explosion, die am Montagmorgen, 1. März 2021, ein Haus an der Marienburger Straße zerstörte, findet die Polizei den Besitzer, Jan T. (56), einige Stunden später. Er sitzt bewusstlos in seinem Auto – zwei Kilometer von seinem Haus entfernt, in einem Industriegebiet.

„Der Mann konnte bislang nicht vernommen werden“, so ein Polizeisprecher gegenüber 24hamburg.de. Auch über seinen Gesundheitszustand liegen derzeit keine Informationen vor. Er liegt im Krankenhaus. Von ihm erhoffen sich die Ermittler Informationen zum Aufenthaltsort seiner Lebensgefährtin Jutta S. (54).

„Er packte sie am Arm und ging mit ihr zurück ins Haus“

Augenzeuge

Von ihr fehlt jede Spur. Sie soll ebenfalls in dem Haus gemeldet gewesen sein. Liegt sie tot in den Trümmern? Die Rettungskräfte beendeten die Suchaktion am Montagabend mit Einbruch der Dunkelheit – erfolglos. Heute wollen sie weitersuchen.

Die Bild-Zeitung berichtet von Beziehungsstress zwischen dem Paar, das seit fünf Jahren zusammen ist. Er ist Hausmeister, sie Lehrerin. Nachbarn wollen am Donnerstag, 25. Februar 2021, fünf Tage vor der Explosion, einen lautstarken Streit gehört haben. „Dann lief sie aus dem Haus. Er packte sie am Arm und ging mit ihr zurück ins Haus“, so ein Zeuge gegenüber der Bild. Welche Rolle Jan T. bei der Explosion gespielt hat, das bleibt weiterhin rätselhaft.

Riesen-Explosion zerreißt Haus: Bewohner tot unter Trümmern?

Update vom Montag, 1. März 2021, 12.30 Uhr: Nortorf – Die verzweifelte Suche nach dem vermissten Bewohner hatte Erfolg: Stunden nach der Explosion finden Polizisten den 56-jährigen Mann. Er sitzt in seinem Auto in einem Gewerbegebiet und ist nicht ansprechbar. Das berichtet die Bild-Zeitung. Wie es zu der Explosion kam, ist weiter unklar.

Erstmeldung vom Montag, 1. März 2021, 11.30 Uhr: Nortorf – Die Wand ist kollabiert, Trümmerteile liegen meterweit verstreut. Das Haus an der Marienburger Straße: nur noch Schrott-Wert. Hier kam es am frühen Montagmorgen, 1. März 2021, zu einer verheerenden Explosion. Wie Anwohner gegenüber dem NDR berichten, erschütterte ein gewaltiger Knall die Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde, reißt sie gegen 6:30 Uhr aus dem Schlaf.

„Brandstelle“, „Tatort“: Dieses Schild hat die Polizei an den Sperrzaun der Brandruine gehängt. (24hamburg.de)

Die Feuerwehr rast sofort zum Einsatzort. Verdacht auf Gasexplosion. Die Einsatzkräfte gehen zum Löschangriff über, das Reihenendhaus brennt. Vom Bewohner fehlt jede Spur. Die Einsatzkräfte vermuten, dass er unter den Trümmern begraben sein könnte. Ebenso ist unklar, ob er noch lebt.

Noch ist für die Einsatzkräfte kein Durchkommen. Extreme Einsturzgefahr. Erst wenn das Haus gesichert ist, können sie nach dem Vermissten suchen. Wegen der starken Rauchentwicklung sind Anwohner dazu angehalten, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Feuerwehr im Dauereinsatz: Feuerteufel in Hamburg

Auch in Hamburg musste die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. In zahlreichen Stadtteilen standen Luxuskarossen in Flammen – das Werk eines Feuerteufels? Einige Tage später brannten wieder Autos. Jetzt heißt es: Polizei jagt Brandstifter.

Und auch in Niedersachsen hatten die Einsatzkräfte viel zu tun: So kam es in Wrestedt zu einem schlimmen Familien-Drama: Ein Sohn verbrennt in der Flammen-Hölle, während sich der Vater noch rausschleppen kann. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa

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