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Gekränkte Ehre: Mann soll 24 Mal auf Frau eingestochen haben

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Von: Sebastian Peters

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Ermittlungen in einem vermeintlichen Mordfall auf der A7
Die Ermittlungen auf der A7 laufen auf Hochtouren. © Sebastian Peters

Im November 2021 soll ein damals 33-Jähriger mindestens 24 Mal auf eine Frau eingestochen haben. Sie verstarb noch auf der Autobahn. Nun startet der Prozess.

Flensburg – Ein 34-jähriger Mann steht am Montag, 16. Mai 2022, vor dem Landgericht Flensburg. Ihm wird vorgeworfen, im November 2021 auf eine 32-Jährige mehrfach eingestochen zu haben. Bereits zuvor hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. In Folge der Attacke flüchtete die Frau aus dem Fahrzeug und wurde anschließend von einem Lastwagen erfasst. Sie verstarb noch vor Ort auf der Autobahn.

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Frau stirbt auf A7 zwischen Tarp und Schuby: Mord aus gekränkter Ehre?

Zwischen den Anschlussstellen Tarp und Schuby soll der damals 33-jährige Mann das Fahrzeug auf dem Standstreifen zum Halten gebracht haben. Anschließend soll der Mann mehr als 24-mal auf die Beifahrerin eingestochen haben. Trotz der Vielzahl an Stichverletzungen konnte sich die Frau zunächst auf die Rücksitzbank des Fahrzeuges flüchten.

Dort attackierte der Mann die schwerst verletzte Frau allerdings erneut. In Panik rannte die 32-jährige Frau aus dem Fahrzeug mitten auf die dreispurige Autobahn. Dort wurde sie anschließend von einem Lastwagen erfasst. Sie verstarb noch vor Ort.

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Stau auf der A7 bei Schuby.
Der Verkehr wurde zeitweilig einspurig an dem Tatort vorbeigeführt. © Privat

Dem zur Tatzeit 33-Jährigen wird vorgeworfen, er habe aus Rache beschlossen seine Frau zu töten, um seine gekränkte Ehre wieder herzustellen. Er habe sich mit den Trennungsabsichten seiner Ehefrau nicht abfinden können. Nach weiteren Angaben zufolge soll der nun tatverdächtige Mann bereits in der Vergangenheit mehrfach gewalttätig gegenüber der tödlich verletzten Frau gewesen sein.

Polizeieinsatz auf der A7: Mann ließ sich ohne Gegenwehr festnehmen – Haft!

Der Mann stammt, ebenfalls wie seine Frau, aus Syrien und sei in Dänemark gemeldet gewesen. Als die Polizei damals auf der A7 eintraf, lies sich der Mann ohne Gegenwehr festnehmen. Er kam zunächst in ein psychiatrisches Krankenhaus und später in Untersuchungshaft.

Sperrung der A7 bei Schuby wegen eines Polizeieinsatzes
Ermittlerinnen in weißen Schutzanzügen sichern auf der A7 Spuren. © Sebastian Peters

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Für die Verhandlung sind zunächst 22 Prozesstage bis Anfang Oktober eingeplant. Nach Angaben des Gerichts haben sich neun Angehörige der Frau dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen.

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