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Bei Eisglätte: Auto mit Sommerreifen rutscht Polizei in die Arme

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Von: Dagmar Schlenz

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Auf der Nordseeinsel Föhr fiel der Polizei ein Auto auf, das beim Abbiegen auf glatter Straße scheiterte. Eine Kontrolle zeigte: Es hatte noch Sommerreifen.

Föhr – Seit Tagen hat der Winter mit geradezu sibirischer Kälte den Norden fest im Griff. Schnee, Glatteis, spiegelglatte Straße – die Wetterbedingungen stellen alle Verkehrsteilnehmer auf eine harte Probe. Nicht bestanden hat die eine Autofahrerin auf der Nordseeinsel Föhr. Bei Schneematsch und Eisglätte wollte sie abbiegen, doch ihr Fahrzeug rutschte einfach weiter geradeaus. Ihr Pech: das misslungene Abbiegemanöver wurde von einer Polizeistreife beobachtet.

Name:Föhr
Kreis:Nordfriesland
Fläche:82,82 km²
Einwohner:8321 (2020); 100 Einwohner/km²

Autofahrerin auf Föhr: Bei Glätte mit abgefahrenen Sommerreifen unterwegs

Der Polizei auf Föhr ist am Dienstag, dem 13. Dezember 2022 ein Auto aufgefallen, das bei Straßenglätte und Schneematsch beim Versuch abzubiegen, scheiterte und einfach geradeaus weiter rutschte. Die Beamten kontrollierten daraufhin das Fahrzeug und mussten feststellen, dass es noch mit Sommerreifen unterwegs war.

Und nicht nur das: die Vorderreifen waren so stark abgefahren, dass kein Profil mehr zu erkennen war. Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Flensburg mitteilte, wurde die Weiterfahrt untersagt und Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten gegen die Fahrerin und den Fahrzeughalter eingeleitet.

Autoreifen und Bremsspur im Schnee, daneben eine Polizeikelle. Polizei auf Föhr erwischt Autofahrerin bei Glatteis mit Sommerreifen.
Polizei auf Föhr erwischt Autofahrerin bei Glatteis mit abgefahrenen Sommerreifen. (24hamburg-Montage) © Jonas Güttler/dpa/imago

Sommerreifen im Winter: gefährlich und teuer

Auch wenn sich in den nächsten Tagen ein Wetterwechsel ankündigt: Fahren mit Sommerreifen im Winter ist nicht nur extrem gefährlich, sondern auch teuer. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass bei winterlichen Verhältnissen, also Glatteis oder Schnee, an Fahrzeugen die vorgeschriebene Bereifung zu nutzen ist. Sommerreifen sind nicht erlaubt. Wer mit Reifen fährt, die nicht den Wetterverhältnissen angepasst waren, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen.

Kommt es zu einer Behinderung, sind es 80 Euro, bei einer Gefährdung sogar 100 Euro Bußgeld. In jedem Fall gibt es zusätzlich auch noch einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg. Außerdem müssen die Reifen eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm haben. Empfohlen werden für Winterreifen mindestens 4 mm. Aber nicht nur bei falscher Bereifung wird ein Bußgeld fällig – es gibt auch andere teure Fehler, die Autofahrer im Winter machen können.

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