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Auf Güterwaggon geklettert: Mann erleidet 15.000 Volt Stromschlag

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Von: Sebastian Peters

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Einsatz in Schwarzenbek Bahnhof
Die Einsatzkräfte waren im Großeinsatz. (Sybolfoto) © Sebastian Peters

Dramatischer Zwischenfall im Bahnhof Schwarzenbek. Eine Person ist auf einen Güterwaggon geklettert und hat einen Stromschlag abbekommen. Großeinsatz.

Schwarzenbek – Großeinsatz am Bahnhof in Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg). Am Samstag, 21. Mai 2022, kommt es genau im Bahnhofsbereich zu einem tragischen Zwischenfall. Gegen 18:18 Uhr erreicht die Feuerwehr ein Notruf, der kaum dramatischer sein kann.

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Feuerwehreinsatz im Bahnhof Schwarzenbek: Person klettert auf Güterwaggon und erleidet ein Stromschlag

Wartende Passagiere auf dem Bahnsteig sehen plötzlich eine Person, die plötzlich zu einem abgestellten Güterwaggon geht. Als die Person an der Leiter des Waggons nach oben klettert, kommt der Mann zu nah an die Oberleitung.

Es kommt zum Lichtbogen. Mehrere Tausende Volt strömen durch den Körper der Person. Er fällt sofort leblos zu Boden. Geschockte Augenzeugen stehen am Bahnsteig und beobachteten diesen tragischen Zwischenfall hautnah.

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Anrückende Einsatzkräfte, darunter auch Kräfte der Feuerwehr Hamburg, betreuten die geschockten Zeugen. Der schwerst verletzte Mann, der durch den Stromschlag lebensgefährliche Verbrennungen erlitt, ist mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Hamburg geflogen worden. Sein Zustand ist kritisch.

Einsatz im Bahnhof Schwarzebek
Auf Kesselwaggons sind sogar Warnschilder gedruckt, die genau vor der tödlichen Gefahr eines Stromschlages warnen. (Archivfoto) © Sebastian Peters

Während des Rettungseinsatzes mussten die Fernbahnen eine Umleitung über Uelzen fahren und die Regionalbahnen in Büchen wenden, so ein Bahnsprecher.

Fall erinnert an tödliches Drama aus Itzehoe: Damals starben zwei Jugendliche

Tödlicher Leichtsinn unter Jugendlichen - 2 Jungen sterben in Itzehoe
In Itzehoe sind damals zwei Jugendliche durch einen Stromschlag gestorben. (Archivfoto) © Sebastian Peters

Wie es genau zum Zwischenfall gekommen ist, wird nun geklärt. Gegen 19:30 Uhr wurde die Strecke für den Bahnverkehr wieder freigegeben. Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.

Der ganze Zwischenfall erinnert an ein Drama in Itzehoe. Dort sind im November 2020 zwei Jugendliche nachts auf ein Kesselwaggon geklettert. Beide erlitten einen Stromschlag und verstarben noch vor Ort.

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