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Dreifachmord in Dänischenhagen: Zahnarzt Hartmut F. ab heute vor Gericht

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Kurz vor Prozessbeginn um den Dreifachmord aus Dänischenhagen hatte die Staatsanwaltschaft neue Details verraten. Am heutigen Mittwoch, 23.2.2022, startet der Prozess.

Hamburg/Kiel – Am 23. Februar 2022 beginnt in Kiel, nördlich von Hamburg, der Prozess gegen einen 48-jährigen Zahnarzt. Er muss sich wegen dreifachen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen verantworten. Der Mann habe gestanden, am 19. Mai 2021, drei Personen mit Schüssen getötet zu haben, so die Staatsanwaltschaft. Eine Woche vor dem geplanten Prozessbeginn in Kiel hat die Staatsanwaltschaft nun neue Detail zum mutmaßlichen Tathergang veröffentlicht.

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Vor Prozessbeginn: Neue Details zum mutmaßlichen Dreifachmord in Dänischenhagen – 25 Schüsse auf Ehefrau und Bekannten

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtet, hängte sich der 48-jährige Zahnarzt, mutmaßlich am 19. Mai 2021, an die Fersen seiner getrennt lebenden Ehefrau. Unbemerkt folgte er ihr nach Dänischenhagen, wo sie einen Bekannten besuchte. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, sei der 48-jährige Angeklagte seiner Ehefrau bis an die Haustür ihres 43-jährigen Bekannten gefolgt. Dort habe er, mit einer „Maschinenpistole des Typs Uzi“, das Feuer auf die beiden Personen eröffnet, so die Staatsanwaltschaft.

Einsatzkräfte der Polizei sperren die Zuwegung zum Rosenweg ab. Die Polizei hat in Dänischenhagen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) nach Schüssen in einem Haus in einem Wohngebiet zwei leblose Personen entdeckt.
Staatsanwaltschaft enthüllt neue Details zum mutmaßlichen Dreifachmord in Dänischenhagen © Axel Heimken/dpa

Der Angeklagte soll insgesamt jeweils 25 Schüsse auf seine Ehefrau, mit der er vier gemeinsame Kinder haben soll, und ihren Bekannten abgefeuert haben. Die beiden Opfer starben laut Bericht noch vor der Haustür.

Nach mutmaßlichem Mord an Ehefrau und Bekanntem: 48-jähriger Zahnarzt soll weiteren Mann getötet haben

„Unmittelbar im Anschluss soll der Angeklagte einen weiteren Bekannten in Kiel aufgesucht und diesen mit einer mitgeführten Pistole erschossen haben“, berichtet die Staatsanwaltschaft weiter. Noch am Abend des Tattages soll der 48-Jährige sämtliche Taten bei der Polizei in Hamburg gestanden haben. Seither jedoch soll schweigen.

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Die tödlichen Schüsse soll der 48-Jährige als Bestrafung für seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und deren neuen Bekannten abgefeuert haben. Der zweite Bekannte soll der mutmaßliche Täter für das Scheitern seiner Ehe verantwortlich gemacht haben, sagt die Staatsanwaltschaft über das mutmaßliche Tatmotiv des Zahnarztes.

Der Prozess beginnt am 23. Februar 2022 vor der achten Strafkammer in Kiel und soll bis Ende März elf Verhandlungstage umfassen. Insgesamt sind etwa 30 Zeugen, sowie Vertreter der Gerichtsmedizin und ein psychiatrischer Sachverständiger vorgeladen. Ende März soll das Urteil um den mutmaßlichen Dreifachmord in Dänischenhagen gefällt werden. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. (dpa/nmr)

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