Ostsee-Urlaub bleibt realistisch

Corona-Tests zeigen: Die meisten Ostsee-Touris sind negativ

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Schleppen Urlauber Corona ein? Eine der Fragen, die über Öffnung oder Schließung einiger Ostsee-Orte entscheidet. Doch erste Zahlen lassen aufatmen.

Ostseefjord Schlei – Einige Orte an der Nord- und Ostsee haben für Urlauber wieder geöffnet – probeweise. Diese sogenannten Modell-Regionen sollen austesten, ob Tourismusbetrieb in Corona-Zeiten gefahrlos möglich ist. Das Experiment läuft in vier Regionen: Lübecker Bucht, Nordfriesland*, Büsum und Eckernförde.

Meer: Ostsee
Mittlere Tiefe: 55 Meter
Fläche: 377.000 Quadratkilometer
Inseln:Rügen, Usedom, Gotland, Öland, Saaremaa, Hiiumaa, Muhu
Siedlungen:Kopenhagen, Danzig, Gdynia, Haapsalu, Helsinki

Nun liegen erste Zahlen vor, ob die Touristen auch die Infektionszahlen in die Höhe schießen lassen. Doch wie Ergebnisse aus der Modell-Region Ostseefjord Schlei zeigen, ist dies anscheinend nicht der Fall: 952 Schnelltests in sechs Tagen, 80 Prozent Urlauber – nahezu alle negativ.

Urlaub an der Ostsee: Zweite Modellregion geht an den Start

Lediglich zehn Tests seien positiv ausgefallen, meldete die Ostseefjord Schlei GmbH am Dienstag, 27. April 2021. Fünf von Einheimischen, fünf von Touristen. Die Positivquote für die von Mittwoch bis Montag vorgenommenen
Tests betrug demnach rund 0,1 Prozent. Als Vergleichswert nannten die Gesundheitsämter der Kreise Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde eine Positivquote von 0,3 Prozent bei ihren Schnelltests.

In der Tourismus-Modellregion Ostseefjord Schlei wurden tausende Ostsee-Urlauber auf Corona getestet – fast alle waren negativ. (Symbolbild/24hamburg.de-Montage)

In der Schleiregion und in Eckernförde dürfen Urlauber seit Montag vergangener Woche unter strikten Vorgaben – dazu gehören Tests in zeitlich dichtem Abstand – und mit deutlichen Einschränkungen an der Ostsee Ferien machen. Ein zweite Modellregion in Schleswig-Holstein soll am Samstag in Nordfriesland an den Start gehen. Die Projekte sollen belegen, dass auch unter Corona-Bedingungen ein sicherer Urlaub möglich sein könne. Weitere Modellvorhaben sind an der Lübecker Bucht und in Büsum (Kreis Dithmarschen) vorgesehen.

„Die Nachfrage bei uns in der Schleiregion ist sehr groß“, sagte Geschäftsführer Max Triphaus. Das gelte besonders für Campingplätze sowie für Ferienhäuser und -wohnungen. Hier seien die nächsten drei Wochen nahezu ausgebucht. Die Auslastung sei praktisch so wie in der Hochsaison und doppelt so hoch wie in einem normalen Frühjahr an der Ostsee.

Urlaub an Ostsee und Nordsee: Nachfrage nach Campingplätzen und Ferienwohnungen ist groß – Sylt hoch im Kurs

Gute Nachrichten aus Schleswig-Holstein, also. Das Bundesland glänzt derzeit mit einer niedrigen Corona-Inzidenz – perfekt für den Ostsee-Urlaub. Und auch wenn Sylt als mit einer eigenen Bewerbung als Modellprojekt scheiterte – Pfingsturlaub auf Sylt wird möglich sein! Und auch der Landesverband Niedersachsen bereitet sich auf den Camping-Boom in der Corona-Krise vor.

Damit nicht genug: Reisefreunde können auf Sommer-Urlaub an der Ostsee hoffen. Den stellt SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in Aussicht – wenn das Infektionsschutzgesetz greift. * 24hamburg.de, merkur.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck/dpa & Soeren Stache/dpa

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