Vier Fliegerbomben

Bombenentschärfung in Bad Oldesloe: 2800 Menschen evakuiert

Am Sonntag, 18. Juli 2021 müssen fast 3000 Menschen in Bad Oldesloe wegen vier Bombenentschärfungen ihre Häuser verlassen.

Bad Oldesloe – Gleich vier Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg werden in Bad Oldesloe durch Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes entschärft. Deshalb müssen am Sonntag, 18. Juli 2021 viele Menschen evakuiert werden. Nach Angaben der Polizei und der Stadt Bad Oldesloe sind rund 2800 Menschen betroffen. Sie sollen bis 11:00 Uhr ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben. Der Aufbau der Straßensperrungen beginne bereits um 10:00 Uhr. Die Entschärfung ist für 12:00 Uhr anberaumt.

Kreisstadt in Schleswig-Holstein: Bad Oldesloe
Fläche: 52,6 km²
Einwohner: 24.145 (31. Dez. 2008)
Postleitzahl: 23843
Vorwahl: 04531

Betroffen sei das Wohngebiet westlich des Bahnhofs. Trotzdem soll der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck und der Verkehr auf der Autobahn A1, auf der es bereits am Samstag zu langen Staus kam, dadurch nicht beeinträchtigt werden. Während der Bombenentschärfung können die Anwohner die Schule am Kurpark als Aufenthaltsort nutzen.

  • Betroffene Straßenzüge (in alphabetischer Reihenfolge):
  • Alte Ratzeburger Straße (ausgenommen sind die Hausnummern 40 und 42)
  • Am Hausteich
  • An der Barnitz (nur Hausnummer 1)
  • Anna-Vagt-Weg
  • Claudiusstraße
  • Ernst-Barlach-Straße
  • Hebbelstraße
  • Industriestraße
  • Kampstraße
  • Knickweg
  • Kunstborn
  • Lily-Braun-Straße (nur Hausnummern 2 bis 54 und die geraden Hausnummer)
  • Masurenweg (nur die Hausnummern 6, 6 a, 7 a, 8, 9, 10, 11, 12, 14, 16, 18, 20, 22)
  • Ölmühle
  • Paperbarg
  • Pölitzer Weg
  • Ratzeburger Straße (nur Hausnummern 94 bis 124 und nur die geraden Hausnummern)
  • Rudolf-Kinau-Weg
  • Schmiedeberg
  • Schwarzendamm
  • Sophie-Scholl-Straße
  • Stoltenrieden
  • Turmstraße (nur die geraden Hausnummern von 18 bis 48, die Hausnummer 17 und die ungeraden Hausnummern von 25 bis 51)
  • Ziegeleiweg
  • Zum Amt
  • Zur Düpenau

Bombenentschärfung in Bad Oldesloe: Evakuierung planmäßig, teilweise Sprengung nötig

Gegen 13:00 Uhr am Sonntag, 18. Juli 2021 teile Agnes Heesch, Sprecherin der Stadt Bad Oldesloe, gegebenüber dem NDR mit, dass die Bombenentschärfung der ersten beiden Blindgänger abgeschlossen ist. Bei den Weltkriegsbomben handelt es sich um zwei britische und zwei amerikanische Fliegerbomben. Zuvor verlief die Evakuierung der 2800 Personen nach Plan und ohne größere Zwischenfälle. Die beiden britischen Bomben müssen vor Ort gesprengt werden. Dabei könnte es zu einem lauten Knall kommen.

Bombenentschärfung in Norddeutschland: Immer wieder Bombenfunde in Bremen, Hamburg und anderen norddeutschen Städten

Am Tag der Bombenentschärfung in Bad Oldesloe gibt es auch einen Bomben-Verdacht in Hannover*. Bereits am 2. Juli hatten Experten des Kampfmittelräumdienstes in der Kreisstadt des Kreises Stormarn eine Fliegerbombe entschärft. Anfang Juli waren es rund 2300 Menschen, die ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten, darunter zwei Pflegeheime. In Hamburg wurde im Mai 2021 eine 1000-Pfund-Bombe amerikanischer Bauart am Hamburger Hafen gefunden.

Zwei Zentner Fliegerbombe der vorherigen Bombenentschärfung in Bad Oldesloe Anfang Juli 2021 ist ohne Zünder harmlos.

In Osnabrück mussten im Juni 2021 sogar 10.000 Menschen wegen der Entschärfung* eines möglichen Blindgängers evakuiert werden. Anfang Juni wurden außerdem zwei Blindgänger in Hannover* gefunden. In Bremen wurde am Sonntag, 24. Juli 2016 eine Bombe erfolgreich gesprengt. Die Bombenfunde scheinen auch über 75 Jahre nach Kriegsende* keine Ende zu finden.* kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA. Transparenzhinweiß: Der Artikel ist im Nachgang um die Information ergänzt worden, wie die Entschärfung verlaufen ist.

Rubriklistenbild: © Markus Scholz/dpa

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