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Aus Sorge um Umwelt: Kieler Landtag bekräftigt Nein zur CO2-Speicherung

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Von: Bona Hyun

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Erneut bekräftigte der Kieler Landtag sein Nein zur CO2-Speicherung. Die Bundesregierung erwog das Verfahren als Lösung für mehr Klimaneutralität.

Kiel – Der schleswig-holsteinische Landtag lehnt die Anwendung der sogenannten „CCS-Technik“ zur Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff erneut ab. Damit bekräftigt er eine Entscheidung aus dem Jahr 2014. Alle fünf Fraktionen konnten sich auf einen gemeinsamen Antrag einigen. Eine geplante Aussprache dazu gab es am Donnerstag, 30. Juni 2022, nicht.

Konstituierende Sitzung des Schleswig-Holsteinischen Landtages im Plenarsaal des Landeshauses an der Kieler Förde
Der Kieler Landtag bekräftigte erneut sein Nein zur CO2-Speicherung, welches die Bundesregierung als Lösung für mehr Klimaneutralität erwog. © Petra Nowack/imago

Kieler Landtag bekräftigt Nein zu Speicherung von CO2 in deutschen Küstengewässern

In dem Antrag heißt es, dass der Landtag in Kiel, wo ein Mann auf offener Straße erschossen wurde, „CSS (Carbon Capture and Storage) in deutschen Küstengewässern“ ablehnt. Hintergrund seien Befürchtungen, die Umwelt könne durch die CO2-Speicherung gefährdet werden. 2019 hatten der Kieler Landtag um Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bereits sein Nein zu CCS kundgetan. Ende 2021 äußerte sich die Landesregierung kritisch über dänische Pläne für eine Lagerstätte von Kohlendioxid in der Nordsee.

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Bundesregierung erwägt Speicherung von CO2 – Schleswig Holstein lehnt ab

In der Bundesregierung stehen Überlegungen im Raum, die CCS-Technik zu nutzen. „Für Emissionen aus Industrie-Prozessen, die nicht anderweitig vermieden werden können, kann die Speicherung und Nutzung von CO2 auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität 2050 eine Lösung bieten“, heißt es in Eckpunkten zum Klimaschutzprogramm 2030. Derzeit ist die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid in Deutschland untersagt. (mit dpa-Material).

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