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Zug rast gegen Metalltür – Anschlag auf Bahnstrecke im Norden

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Von: Sebastian Peters

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Auf einer Schnellfahrstrecke haben Unbekannte eine Metalltür auf die Gleise gelegt. Scheinbar ist es nur durch Glück nicht zu einer Katastrophe gekommen.

Büchen – Nur wenige Wochen ist das Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen her. Und jetzt ist scheinbar der Norden von Deutschland ganz knapp an einer ähnlichen Katastrophe vorbeigeschrammt. In der Nacht von Montag, 13. Juni 2022, auf Dienstag ist es in Büchen (Kreis Herzogtum Lauenburg) zu einer „Beinahe-Katastrophe“ gekommen. Auf der Schnellfahrstrecke Hamburg-Berlin haben bislang unbekannte Täter eine Metalltür auf die Gleise gelegt. Klarer Vorsatz!

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Gemeinde in Schleswig-Holstein:Büchen
Bevölkerung:5.633 (31. Dez. 2008)
Postleitzahl:21514

Anschlag auf Bahnstrecke Hamburg-Berlin: Metalltür sollte Zug zum Entgleisen bringen

„Am Dienstag teilte ein Mitarbeiter der Bahn mit, dass er auf der Schnellfahrstrecke Hamburg-Berlin auf Höhe der Ortschaft Büchen eine von einem Zug überfahrene Metalltür aufgefunden habe“, teilt die Bundespolizei mit.

Mit diesem Anschlag hätten die Unbekannten eine Bahn zum Entgleisen bringen können. Man mag sich nicht vorstellen, was hätte passieren können. Der Zug, der mit der Metalltür kollidierte, hatte die Tür noch mehrere hunderte Meter vor sich hergeschoben. Zum Glück verkeilte sich die Tür nicht!

Durch den Zusammenstoß wurden diverse wichtige Teile an der Bahnstrecke beschädigt. Allerdings schaffte es die Bahn sicher zum Stehen zu kommen. Ohne Verletzte. Nun ermittelt die Bundespolizei, wer die Eisentür auf die Gleise gelegt hat. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0431/ 98 07 1 210 bei den Ermittlern zu melden. Woher die Tür kommt, haben die Polizisten vor Ort schnell klären können.

Polizeiwappen auf dem Hemdärmel eines Beamten (Symbolbild)
Die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet und sucht Zeugen. (Symbolbild) © Boris Roessler / dpa

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Erst vor kurzen wurde die Bahnstrecke an der Stelle eingezäunt. Es sollte verhindert werden, dass Personen die Gleise illegal überqueren. Wie gefährlich das Überqueren von Gleisen ist, zeigte ein Unfall in Neu Wulmstorf in Niedersachsen. Kurz vor einer S-Bahnhaltestelle überquerten zwei Menschen illegal die Gleise. Dabei wurden die Personen von einem Zug erfasst und tödlich verletzt.

Die unbekannten Täter haben die Metalltür aus dem neu aufgebauten Zaun herausgetrennt. Warum, unklar. Klar ist, die Täter haben scheinbar gezielt und mit Vorsatz gehandelt. Die Tür wurde mit Werkzeug aus dem Zaun getrennt. Eine vorbereitete Tat. Die Schadenshöhe liegt, nach eine Einschätzung der Bahn, in einem fünfstelligen Bereich.

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