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Zoff um Autobahnbau: Grüne wollen Baerbock-Plan verschärfen

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Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) schaut erwartungsvoll. Im Hintergrund ist eine große Sonnenblume zu sehen.
Erwartet eine Kontroverse um den Autobahn-Ausbau: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) vor dem Bundesparteitag. © Kay Nietfeld/dpa

Annalena Baerbock will den Autobahn-Bau auf den Prüfstand stellen. Doch das ist vielen Grünen nicht genug. Sie wollen einen Stopp. Auf dem Parteitag droht Streit.

Hamburg – Kurz vor dem Start des Bundesparteitages ist bei den Grünen ein Streit über den künftigen Umgang mit dem Autobahnausbau zutage getreten. So warnte Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock vor einem kompletten Stopp der Verkehrsprojekte. Zwar sei ein autofreies Leben erstrebenswert und auch in den Städten realisierbar, sagte sie in der ARD-Sendung „Farbe bekennen“. Doch insbesondere im ländlichen Raum könne man nicht vollständig auf den Ausbau der Infrastruktur verzichten. Am Wochenende droht der Parteichefin nun in dieser Frage eine Kampfabstimmung.

Drei Tage treffen sich die Grünen zu einem digitalen Parteitag, bei dem Baerbock offiziell als Kanzlerkandidatin abgesegnet und das Wahlprogramm verabschiedet werden soll. Mehr als 3000 Änderungsanträge sind beim Bundesvorstand eingegangen. Insbesondere der linke Parteiflügel dringt auf einen radikaleren Kurs* in vielen Fragen. Dazu zählt auch der Autobahnausbau. Während der Bundesvorstand um Baerbock alle Projekte einer Umwelt- und Klimaprüfung unterziehen und gegebenenfalls stoppen wollen, dringen Klimaaktivisten auf einen kompletten Stopp aller Fernstraßenprojekte*. Eine ähnliche Forderung hatte auch schon der Landesverband der niedersächsischen Grünen Anfang der Woche aufgestellt. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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