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Angriffe auf Zivilisten? Russland beschuldigt Ukraine und informiert Türkei

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Von: Christoph Gschoßmann

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Menschen, die aus Cherson geflüchtet sind, versammeln sich bei ihrer Ankunft am Bahnhof in Anapa.
Russland evakuierte mit großer Eile Zivilisten aus dem umkämpften Gebiet Cherson. (Archivbild) © Uncredited/dpa

Russland beschuldigt die Ukraine, Zivilisten angegriffen zu haben. Der stellvertretende russische Außenminister sprach deshalb sogar mit der Türkei.

München/Moskau – Angriffe auf Zivilisten im Ukraine-Krieg? Russland beschuldigt die Ukraine. Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Werschinin hat seinen türkischen Amtskollegen darüber in Kenntnis gesetzt, wie die russische Nachrichtenagentur Tass in Berufung auf eine Erklärung des Außenministeriums am Samstag (10. Dezember 2022) mitteilte. Demnach berichtete er Sedat Onal über die „unaufhörlichen ukrainischen Angriffe auf zivile Einrichtungen und Zivilisten“ in den Regionen Donbass, Saporischschja und Cherson. In Istanbul hatten russisch-türkischen Gespräche stattgefunden.

Der Donbass ist im Ukraine-Krieg schwer umkämpft. Doch Wladimir Putins Truppen haben offenbar ihre Offensivkraft verloren. Der News-Ticker.

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Weiter heißt es vom Ministerium: „Besonderes Augenmerk wurde auf die Entwicklungen in der Ukraine und um sie herum gelegt. Die türkische Seite wurde ausführlich über die aktuelle Lage vor Ort und über die anhaltenden Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf die zivilen Einrichtungen und die Zivilbevölkerung im Donbass informiert, Regionen Saporischschja und Cherson“.

Während des Ukraine-Konflikts werfen sich die Kriegparteien Russland und Ukraine immer wieder gegenseitig Menschenrechtsverletzungen und Angriffe auf Zivilisten vor. Für Aufregung sorgten ukrainische Funde von Massengräbern, verursacht von der russischen Armee, beispielsweise in Butscha. Auch hatte Russland gezielt ukrainische Infrastruktur angegriffen, um die Bevölkerung ohne Strom zu lassen und somit kriegsmüde zu machen. (cgsc)

Der Kampfeinsatz in der Ukraine hat Spuren an den aus Deutschland gelieferten Waffen hinterlassen. Diese sollen in der Slowakei gewartet werden.

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