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Ukraine-Krieg: Beängstigendes Video zeigt Raketen-Einschlag bei Blogger-Dreh

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Von: Laura Rodrigues

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Brennende Ruine der Universität in Charkiw.
Auch der Brand in diesem Fakultätsgebäude der Universität Charkiw wurde durch einen russischen Raketenangriff verursacht. Der ukrainische Blogger Nikita Demenkov machte an einer anderen Stelle in der Stadt Charkiw gerade ein Selfie-Video für seinen Instagram-Account, als unmittelbar neben ihm eine russische Rakete einschlug. © Emergency Service Of Ukraine / picture alliance/dpa/PA Media

Als ein ukrainischer Blogger in Charkiw ein Video aufnimmt, schreckt er plötzlich verängstigt zurück: Einen Moment später schlägt eine Rakete neben Nikita Demenkov ein.

Charkiw – Nikita Demenkov hat diesen Raketeneinschlag überlebt. Diesen Raketeneinschlag, den er selber unfreiwillig und ungeahnt filmte. Ein Wunder, denn die Bilder, die er selber mit seinem Handy im Selfie-Modus in den Trümmern der ukrainischen Stadt Charkiw aufnimmt, lassen seine Follower erschaudern. Der ukrainische Blogger postete das Video bei Instagram.

Zweitgrößte Stadt in der Ukraine:Charkiw
Fläche:350 km²
Bevölkerung:1,419 Millionen (2017)
Gegründet:1654

Zu Beginn des Videos wirkt der Blogger zwar müde und vom Krieg deutlich gezeichnet, allerdings lässt sich nicht erahnen, wie schrecklich der kurze Film enden wird. Doch bereits nach wenigen Sekunden ist im Hintergrund das laute Geräusch eines herannahenden Flugkörpers zu hören. Nikita Demenkov wirkt auch in dieser Sekunde noch gefasst, doch dann schlägt die russische Rakete ein. Von der einen auf die andere Sekunde fliegen Schutt, Steine, Glas und Asche durch die Gegend, doch der Blogger schafft es, weiterzufilmen. Nachdem er von der Detonation auf den Boden fällt, schafft er es aufzustehen und sich durch eine Tür in Sicherheit zu bringen.

In einem späteren Video, das Demenkow erneut auf seinem Instagram-Account hochlädt, gibt es dann endgültig erleichternde Entwarnung: Der Blogger hat den Raketen-Angriff in Charkiw überlebt.

Während Männer wie Nikita Demenkov die Ukraine weiterhin nicht verlassen dürfen, spürt Deutschland die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs dennoch deutlich anhand der hohen Flüchtlingszahlen. Nach Angaben der Bundespolizei sind bisher 18.436 Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Die meisten der Geflüchteten seien laut Bundesinnenministerium Frauen und Kinder.

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Ukraine-Krieg: Unterstützung und Hilfe von Menschen aus Deutschland weiterhin enorm

Die Hilfsbereitschaft für die Menschen in und aus der Ukraine ist währenddessen weiterhin enorm hoch. Transporte mit Hilfsgütern reißen nicht ab, auch finanzielle Spenden sind zum Teil groß, wie beispielsweise von dem Schmuckunternehmer Thomas Sabo, der eine Mega-Spende über 250.000 Euro bekannt gab. Aber auch abseits von finanziellen Hilfen tun viele Menschen, auch in Hamburg, was sie können, um Flüchtlingen direkt zu helfen, ihnen beispielsweise vorübergehend ein Zuhause zu bieten und sie privat aufzunehmen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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