1. 24hamburg
  2. Politik

Z-Symbol: Mehrere Verfahren in Hamburg eingeleitet

Erstellt:

Von: Kevin Goonewardena

Kommentare

Das „Z“ gilt als Zustimmung zum russischen Angriffskrieg. Auch in Hamburg ermitteln die Strafverfolgungsbehörden nun wegen der Nutzung.

Hamburg – Der Buchstabe „Z“ steht seit Anbeginn des Angriffkriegs der russischen Armee gegen das Nachbarland Ukraien im wahrsten Sinne des Wortes unter verschärfter Beobachtung. Denn das „Z“, das auch auf vielen russischen Militärfahrzeugen prangt, steht laut der russischen Regierung für „Za Pobedu“, etwa „Auf den Sieg.“ Das Zeigen eines „Z“ oder auch „Z-Symbol“ gilt als Zustimmung für den Krieg und ist mittlerweile in einigen deutschen Bundesländern verboten. Darunter auch in Hamburg. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in einer Mitteilung bekannt gab, werde in Deutschland immer häufiger wegen des Tragens des „Z“s ermittelt. Das hätten Nachfragen bei den Sicherheitsbehörden ergeben, so RND. Die Deutsche Presseagentur berichtete über die RND-Umfrage.

Name:Z / Z-Symbol
Steht laut russischen Behörden für:Za Pobedu, etwa „Auf den Sieg.“
Gilt als:Zustimmung zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine
Das Tragen und Zeigen des Z / Z-Symbol ist verboten in:Verschiedenen Bundesländern, darunter Hamburg

Z-Symbol: „Billigung einer Straftat“ – Haft- oder Geldstrafe können drohen

Konkret wurden seit dem 24. Februar mehr als 140 Ermittlungsverfahren wegen der Befürwortung des russischen Angriffskriegs eingeleitet, wie die Nachforschung das Redaktionsnetzwerk Deutschlands ergaben. In der Mehrheit der Fälle gehe es um die Verwendung des Z-Symbols. Das Zeigen des „Z“ zum Beispiel durch das Anbringen an der Kleidung könne als «Billigung einer Straftat» gewertet werden, wenn ein Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg nachzuweisen sei, hieß es unter anderem aus dem NRW-Innenministerium. Wer das Z-Symbol trägt, kann sogar im Gefängnis landen. Denn laut Paragraf 140 im Strafgesetzbuch können bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe drohen..

24hamburg.de – Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Z-Symbol: So viele Ermittlungsverfahren gibt es in Hamburg

Das Z-Symbol der russischen Armee soll als Zeichen der Zustimmung für den Angriffskrieg auf die Ukraine in Deutschland.
Es gibt immer mehr Ermittlungsverfahren wegen des Z-Symbols in Deutschland – auch in Hamburg. (Symbolfoto) © Christian Ohde/imago

Laut RND-Umfrage bei Innen- und Justizministerien sowie Landeskriminalämtern wurden allein in Sachsen-Anhalt seit Kriegsbeginn mindestens 19 Verstöße gegen Paragraf 140 erfasst; in 17 dieser Fälle sei es laut Landesinnenministerium um die Verwendung des Z-Symbols gegangen. In Hamburg seien mindestens 17 Verfahren wegen der Billigung des Angriffskriegs eingeleitet worden, in 16 davon sei es ebenfalls um das Z-Symbol gegangen. In Nordrhein-Westfalen seien dem Landesinnenministerium 37 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen Paragraf 140 bekannt, bei 22 Vorgängen gehe es um das Z-Symbol. (mit dpa) *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare