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Pakt für Solidarität und Zukunft: Hamburg und Kiew jetzt Städtepartner

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Der Krieg in der Ukraine dauert an. Als Pakt für „Solidarität und Zukunft“ haben Tschentscher und Klitschko heute eine Städtepartnerschaft vereinbart.

Hamburg – Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko haben mit Blick auf den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine eine strategische Städtepartnerschaft vereinbart. Beide Städte wollen sich in Krisenzeiten gegenseitig unterstützen. Einen entsprechenden „Pakt für Solidarität und Zukunft“ haben beide Politiker am Sonntag, 24. April 2022, in Hamburg und in der ukrainischen Hauptstadt Kiew unterzeichnet. Klitschko war live ins Rathaus der Hansestadt zugeschaltet.

Bürgermeister von Hamburg:Bürgermeistern von Kiew:
Peter Tschentscher (SPD)Vitali Klitschko
Im Amt seit: 28. März 2018Im Amt seit: 25. Mai 2014

Hamburg und Kiew: Peter Tschentscher und Vitali Klitschko vereinbaren Städtepartnerschaft

Gleichzeitig appellierten beide Bürgermeister an die Menschen, Firmen und Institutionen ihrer Städte, den Pakt zu unterstützen. Dabei gehe es zunächst um humanitäre Hilfe für die Zeit der akuten Krise und für den Tag, an dem der Wiederaufbau in der Ukraine beginnen könne. In einer zweiten Phase des Paktes sollen die wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen gestärkt werden.

Pressekonferenz mit Bürgermeistern von Hamburg und Kiew, Peter Tschentscher und Vitali Klitschko
Peter Tschentscher und Vitali Klitschko vereinbaren Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Kiew. © Christian Charisius/dpa

„Der Pakt für Solidarität und Zukunft ist ein Zeichen gegen den Angriffskrieg Russlands und für unsere Solidarität mit der Ukraine“, sagte Tschentscher. Kiew habe als Hauptstadt und Regierungssitz der Ukraine eine besondere Bedeutung im Widerstand gegen die russische Aggression und im Kampf für Frieden und Freiheit in Europa. Dank der guten Kontakte zu den Klitschkos könne die Stadt „zielgerichtet helfen und flexibel auf die jeweils dringendsten Bedarfe eingehen“. In den vergangenen Wochen sind die Spenden und Hilfeleistungen aus Hamburg leicht zurückgegangen, weshalb die Hamburger Tafel dringend um Hilfe gebeten hatte.

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„Alles, was zurzeit in der Ukraine passiert, ist eine große Tragödie. Nicht nur für unsere Heimatstadt und für unser Land. Das ist eine Tragödie für ganz Europa. Der Krieg hat keinen Sinn“, ergänzte Klitschko in der Video-Schalte dazu.

Vitali Klitschko: Für Bürgermeister von Kiew ist Hamburg „zweite Heimat“

Das Brüderpaar Wladimir und Vitali Klitschko ist seit vielen Jahren eng mit Hamburg verbunden. Von der Hansestadt aus haben sie ihre Box-Weltkarrieren gestartet. Vitali Klitschko ist seit 2014 Bürgermeister von Kiew. Hamburg bezeichnete er am Sonntag als seine zweite Heimat. Seine Frau Natalia hatte sich zuletzt auf Demonstrationen und Veranstaltungen in Hamburg für Frieden in und mehr Unterstützung für die Ukraine starkgemacht. (dpa/nmr)

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