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Krieg in der Ukraine: News und Hintergründe zum Konflikt mit Wladimir Putin

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Von: Felix Busjaeger

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Der Ukraine-Konflikt hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Russlands Präsident Wladimir Putin führt Krieg in Europa. Alle Neuigkeiten und Hintergründe zum Thema.

Moskau/Kiew – Ein Krieg in Europa. Das war lange Zeit für viele Experten unvorstellbar – inzwischen ist es traurige Realität. Die diplomatischen Verhandlungen, die dem Krieg in der Ukraine* vorausgegangen waren, haben nichts genützt und Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach wochenlangen Debatten am Wochenanfang die pro-russischen Provinzen Luhansk und Donezk als eigenständige Staaten anerkannt. In der Nacht zum Donnerstag, 24. Februar, erfolgte der russische Truppeneinmarsch in die Ukraine. Der Angriff Russlands beschränkt sich dabei nicht nur auf die Ost-Ukraine. Der Krieg wütet in vielen Teilen der Ukraine: Auch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist inzwischen die russische Invasion angelangt.

Ukrainische Soldaten neben einem brennenden Wrack
Ukrainische Soldaten suchen nach nicht explodierten Granaten nach einem Kampf in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. © Sergei Supinsky/afp

Liveticker zum Krieg in der Ukraine: Erfahren Sie alle wichtigen Entwicklungen und News zum Krieg mit Russland

Die Situation in der Ukraine ist derzeit unübersichtlich und minütlich überschlagen sich die Ereignisse – für Aufsehen sorgte auch die Besetzung des Atomkraftwerkes Tschernobyl durch russische Soldaten. Bleiben Sie stets über die aktuellen Entwicklungen im Krieg mit Russland auf dem Laufenden. Unsere Live-Ticker informieren über die News aus der Ukraine und bilden die Reaktionen des Westens auf Wladimir Putins Verhalten ab.

Russland startet Invasion der Ukraine – alle Entwicklungen im Liveticker

So reagiert die deutsche Politik auf Putins Krieg in der Ukraine – die Reaktionen im Live-Ticker

Hacker und Bots: Diese Mittel nutzt Wladimir Putin im Ukraine-Krieg

Seit Jahren wird Russlands Präsident Wladimir Putin von Troll-Armeen und Hackern wie die Trollfabrik* unterstützt, die im Internet westliche Medien blockieren und Behörden angreifen. Die Angriffe richten sich dabei auch gegen Zeitungen in Deutschland – so soll es unter anderem bei der Frankfurter Rundschau zu Auffälligkeiten im Social-Media-Bereich gekommen sein. Als Reaktion auf die Kämpfe in der Ukraine hat das Hackerkollektiv Anonymous Russland und Wladimir Putin den Cyberkrieg* erklärt.

Wladimir Putin erobert Tschernobyl: Strahlenbelastung in der Ukraine steigt

Im Laufe von Tag 1 des russischen Kriegs in der Ukraine verbreitete sich die Nachricht, dass Kämpfe unweit des havarierten Atomreaktors in Tschernobyl* stattfinden würden. Am Ende konnten russische Truppen die Sperrzone um die Atomruine sichern. Unter anderem hatten sich die Vereinigten Staaten von Amerika äußert besorgt wegen der Einnahme der Sperrzone gezeigt. Nach den Kämpfen meldeten ukrainische Behörden einen deutlichen Anstieg der radioaktiven Strahlen in der Region.

Wladimir Putin befiehlt Krieg in der Ukraine: Eskalation im Ukraine-Konflikt kam schnell

„Ich habe beschlossen, eine Sonder-Militäroperation durchzuführen. Ihr Ziel ist der Schutz der Menschen, die seit acht Jahren Misshandlung und Genozid ausgesetzt sind“, sagte Wladimir Putin in einer Fernsehansprache. Das Ziel des Kriegs in der Ukraine sei die Entmilitarisierung und die Entnazifizierung des Landes – das verkündete der russische Präsident mehrfach in den vergangenen Wochen. Auch sein Außenminister Sergei Wiktorowitsch Lawrow griff die Begriffe in seinen Ansprachen auf. Wie es aus Kreisen der Nato am Donnerstag hieß, befindet sich das Bündnis im Krisenmodus und hat die Verteidigungspläne für Osteuropa aktiviert.

Ein Mann geht an einem Gebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew vorbei, das nach einem Raketenangriff beschädigt wurde.
Ein Mann geht an einem Gebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew vorbei, das nach einem Raketenangriff beschädigt wurde. © Emilio Morenatti/AP/dpa

Wladimir Putin und der Krieg in der Ukraine: Hintergründe zu Russlands Präsidenten

Er stürzt Europa grade in einen Krieg in der Ukraine und steht seit über zwei Jahrzehnten an der Spitze Russlands: Wladimir Putin hält die Welt seit Wochen in Atem und spielt ein hochbrisantes Pokerspiel im Ukraine-Konflikt. Russlands Präsident zeigte dabei mehr als einmal, dass westliche Nationen ihn nicht unterschätzen sollten. Putin ist zwar eine schillernde Figur der Politik, allerdings ist nicht viel über Wladimir Putin privat* bekannt. Der Kalte Krieger, wie Putin* häufiger genannt wird, hält sein Privatleben und seine Töchter gekonnt aus der Öffentlichkeit heraus. Viele Informationen zu seinem Leben stammen ausschließlich aus seiner eigenen Biografie.

Während Wladimir Putin selbst sagt, er verfüge nur über ein kleines Vermögen, deuten Putins Kontakte zu Russlands Oligarchen* darauf hin, dass er zu den reichsten Russen zählen könnte. Dennoch: Über sein Vermögen gibt Wladimir Putin* noch weniger preis, als über seine Familie. Wladimir Putin* war für mehrere Jahre in der DDR stationiert und spricht akzentfrei Deutsch. Das musste auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) während einer gemeinsamen Pressekonferenz erfahren.

Ukraine-Konflikt eskaliert: Hintergründe zum Krieg in der Ukraine

Ein Krieg in der Ukraine und damit die Eskalation der Ukraine-Krise hatten sich bereits in den vergangenen Wochen zunehmend angedeutet. Wladimir Putin hatte gezielt Propaganda eingesetzt, um Stimmung gegen die Ukraine* zu machen. Während die diplomatischen Bemühungen der vergangenen Wochen ohne Erfolg blieben, unter anderem reisten auch Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach Moskau, warnte die US-Regierung bereits seit mehreren Tagen vor einer möglichen russischen Invasion der Ukraine. Schon länger war bekannt, wo Wladimir Putin seine Truppen stationiert hatte und wie ein möglicher Angriffsplan* aussah.

Lesen Sie auch: Einer gegen alle? Diese Verbündete hat Putin im Krieg mit der Ukraine noch

Der Westen warnte bereits seit mehreren Wochen vor einer Eskalation des Ukraine-Konflikts mit Russland und mehrere Nationen befürchteten einen möglichen Krieg in der Ukraine*. Seit die Ukraine Bestrebungen äußerte, der Nato beitreten zu wollen, setzte Putin viel daran, die Nato-Osterweiterung* aufzuhalten. Im exklusiven Interview mit IPPEN.MEDIA sprach der Europaabgeordneter David McAllister über die Gefahr, die von Russland ausgeht* und äußerte sich zu möglichen Sanktionen des Westens gegen die Regierung in Moskau.

Krieg in der Ukraine: Hintergründe zum Konflikt zwischen Russland und der Ukraine

In der Ukraine waren bereits Hunderttausende Menschen auf der Flucht vor Russland, schon bevor am 24. Februar 2021 die ersten Bomben im Krieg in Osteuropa fielen. Die SOS Kinderdörfer unterstützten derweil die Fluchtversuche und leisten in der angespannten Lage Evakuierungshilfe. Gegenüber kreiszeitung.de sprach der Leiter der SOS-Kinderdörfer in der Ukraine, Serhii Lukashov, von einer angespannten Lage im Ukraine-Konflikt*. Dass es zum Krieg in der Ukraine kam, war von Wladimir Putin* offenbar gewollt.

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Soldaten in Kiew
Ukrainische Soldaten beziehen Stellung in der Kiewer Innenstadt. © Emilio Morenatti/AP/dpa

Wie leben die Menschen mit der permanenten Kriegsgefahr und den pro-russischen Zonen? Unsere Hintergrundstücke aus dem IPPEN-MEDIA-Netzwerk informieren über die Lage vor Ort und ermöglichen Einblicke in den Krieg ist Osteuropa. Im Vorfeld zur gegenwärtigen Eskalation der Ukraine-Krise stellten Anne Holper und Lars Kirchhoff, Friedensverhandlungs-Experten*, gegenüber merkur.de die Prognose, dass eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts möglich gewesen wäre. Seit Jahren streben die ukrainischen Provinzen Donezk und Luhansk gen Moskau – davon würde auch Putin* profitieren.

Putin beginnt in der Ukraine einen Krieg – so regiert Niedersachsen auf die Entwicklung im Ukraine-Konflikt

Während in Osteuropa der Krieg in der Ukraine begonnen hat, sind auch in Deutschland und Niedersachsen die Reaktionen der Politik von Unverständnis gegenüber Wladimir Putin geprägt. Die Regierungschefs von Niedersachsen und Bremen, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), verurteilten die Eskalation der Ukraine-Krise* scharf und sprachen zugleich Solidarität gegenüber den Menschen in der Ukraine aus. Zudem würden sich die Bundesländer auf die Ankunft möglicher Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereiten.

Wie nah der Krieg in Osteuropa kommen wird, werden die Menschen in Niedersachsen wahrscheinlich in den kommenden Wochen spüren: Da Deutschland stark vom russischen Erdgas abhängig ist, könnte es zu starken Preisanstiegen* für Verbraucher kommen. Der jetzige Stopp der russisch-deutschen Gaspipeline Nord Stream 2* wird dazu wahrscheinlich beitragen. *kreiszeitung.de, fr.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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