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Sonderregelung verlängert: Telefonische Krankschreibung bis Ende März möglich

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Von: Daniel Hagen

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Wer sich wegen Corona oder Grippe krankschreiben lassen muss, kann das bis Ende März 2023 weiterhin telefonisch tun. Die Sonderregelung wurde verlängert.

Berlin – In Zeiten des Coronavirus sollte man mit einer leichten Atemwegserkrankung besser nicht die Wohnung verlassen. Besonders sollte man aber volle Wartezimmer meiden, um niemanden anzustecken, der sowieso schon krank ist. Vor allem sollte man aber nicht mit Symptomen zur Arbeit gehen! Während der Pandemie ist es glücklicherweise möglich geworden, seine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung telefonisch beantragen zu können. Diese Sonderregelung ist jetzt verlängert worden.

Sonderregelung verlängert: Telefonische Krankschreibung bis Ende März möglich

Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken hat am Donnerstag (17. November) eine Sonderregelung zur Krankmeldung verlängert. Seit Anfang August ist es wieder möglich, sich telefonisch krankschreiben zu lassen, um kein Arzt-Wartezimmer betreten zu müssen. Die Regelung wäre eigentlich am 30. November ausgelaufen. Der Ausschuss hat jedoch die Entscheidung für eine Verlängerung getroffen – und zwar bis zum 31. März 2023. Die aktuelle Corona-Politik der einzelnen Länder im Umgang mit der Isolationspflicht könnte übrigens zu einem Regel-Wirrwarr werden.

Laut dem Bundesausschuss sei aktuell nämlich nicht absehbar, wie sich in den kommenden Monaten die Fallzahlen von Corona-Erkrankten in den Krankenhäusern entwickeln wird. „Erschwerend kommt aber hinzu: Wir stehen vor der Erkältungs- und Grippesaison“, erklärt der Vorsitzende Josef Hecken. Man wolle daher auf Sicherheit für Patienten und Personal setzen. Unterdessen haben bereits vier Bundesländer die Corona-Isolationspflicht beendet, was CDU-Chef Friedrich Merz für „verantwortbar“ hält.

Mit leichten Atemwegssymptomen sollte man Wartezimmer beim Arzt meiden.
Mit leichten Atemwegssymptomen sollte man Wartezimmer beim Arzt meiden. (Symbolfoto) © IMAGO / Panthermedia

Sonderregel verlängert: Telefonische Krankschreibung für bis zu 14 Tage weiterhin nutzbar

Wer Symptome einer leichten Atemwegserkrankung hat – die zum Beispiel bei Corona oder der Grippe aufkommen können – kann auf telefonischem Wege eine Krankmeldung von bis zu sieben Tagen erhalten. Diese kann anschließend für weitere sieben Tage verlängert werden. Auf diese Weise können Arztpraxen leichte und schwere Fälle einfach voneinander trennen. Vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen sollen eher die Krankschreibung per Telefon nutzen, um sich selbst zu schützen. (dh mit dpa)

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