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Hamburg: Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank fordert Impfpflicht!

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die Corona-Pandemie scheint außer Kontrolle geraten zu sein. Um die vierte Welle zu stoppen, wird die Impfpflicht diskutiert. Fegebank will sie auch in Hamburg.

Hamburg – Die Corona-Zahlen steigen immer weiter. Auch in der Hansestadt Hamburg hat die Inzidenz mittlerweile ein Rekordhoch erreicht. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert am Montag, 22. November 2021, mit 217,4 an. So hoch wie noch nie seit Pandemiebeginn im Jahre 2020. Um die vierte Corona-Welle jetzt möglichst schnell brechen zu können, diskutiert die Politik nur über eine Impfpflicht in Deutschland. In Hamburg scheint sie immer wahrscheinlicher.

Stadt:Hamburg
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher
Corona-Neuinfektionen (Stand 22. November 2021):514
Inzidenz (Stand 22. November 2021):217,4

Impfpflicht in Hamburg: Katharina Fegebank fordert generelle Verpflichtung

Im Mopo-Podcast „Wie ist die Lage“, äußerte sich Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank erneut positiv zu einer Impfpflicht für das Coronavirus. „Wir haben immer gesagt, die Impfung sei der Gamechanger. Dass zu viele diese Chance verstreichen lassen, will einfach nicht in meinen Kopf“, sagte Fegebank. Und weiter: „Wir brauchen jetzt die verabredeten Maßnahmen. Ich bin aber auch so weit, dass ich sage, dass wir eine Impfpflicht brauchen, wenn sich jetzt nicht substanziell mehr Menschen impfen lassen, die es auch könnten“.

Kürzlich hatten sich auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und RKI-Chef Wieler offen für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland ausgesprochen.

Impfpflicht in Hamburg: Grüne sprechen sich dafür aus – Fraktionsvorsitzende schließt auch allgemeine Impfpflicht nicht aus

Was bedeutet die Impfpflicht eigentlich im Zusammenhang mit Corona? Aktuell wird die Impfpflicht für die komplette Gesellschaft diskutiert und nicht mehr nur für bestimmte Gruppen. Die Politik hält eine hohe Impfquote für notwendig, um die vierte Corona-Welle zu brechen.

Passanten schlendern auf dem Jungernstieg entlang. Dazu ein Bild von einem Impfpass und der Aufschrift Impfpflicht.
Corona: Impfpflicht in Hamburg immer wahrscheinlicher. (24hamburg.de-Montage) © Hanno Bode/imago

Jennifer Jasberg, Fraktionsvorsitzende der Hamburger Grünen positionierte sich kürzlich in einer Aktuellen Stunde der Bürgerschaft klar zu der Frage nach einer Impfpflicht. „Es gab ausreichend Informationsmöglichkeiten, Impfangebote und die Lage ist dramatisch genug, um auch eine Impfpflicht zu diskutieren“, sagte die Politikerin. Diejenigen, die sich bis jetzt noch nicht impfen lassen haben, könne man anders wohl nicht mehr erreichen, befürchtet Jasberg.

Daher ging sie mit ihrer Forderung sogar noch einen Schritt weiter: „Eine bundespolitische Impfpflicht für bestimmte Bereiche begrüße ich daher außerordentlich. Sollte diese Situation nicht in den Griff zu bekommen sein, mit 2G und Impfkampagnen, müssen wir über eine allgemeine Impfpflicht reden.“

Impfpflicht in Hamburg: Nord-SPD gegen allgemeine Verpflichtung – für einzelne Gruppen „wäre richtig“

Ein wenig anders sieht es hingegen Serpil Midyatli, SPD-Landesvorsitzende Schleswig-Holsteins. Wie sie der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, sei eine generelle Impfpflicht für die Allgemeinheit schlicht nicht zu kontrollieren. „Oder wollen wir, dass dann Polizisten von Haus zu Haus gehen und Impfausweise kontrollieren?“, warf Midyatli in den Raum. Eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen hingegen wäre auch ihrer Meinung nach „richtig“, löse allerdings nicht das Problem einer niedrigen Impfquote.

Impfpflicht in Hamburg: Das sagen Bürgermeister Peter Tschentscher und Katharina Fegebank

Zu einer möglichen Impfpflicht in Hamburg haben sich auch Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Katharina Fegebank (Grüne) bereits geäußert. In der Landespressekonferenz am Dienstag, 16. November 2021, in der auch die Ausweitung der 2G-Regel in Hamburg vorgestellt wurde, zeigten die beiden Hamburger Politiker eine einheitliche Meinung.

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Peter Tschentscher bestätigte schon bei der letzten Landespressekonferenz, dass sich auch im Hamburger Senat die Argumente für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppe immer weiter verdichten würden. Allerdings machte er noch einmal deutlich, dass eine solche Verpflichtung zum Impfen nur von der Bundesregierung beschlossen werden könne.

Wie würde eine Impfpflicht durchgesetzt werden?

Wer sich trotz Impfpflicht nicht gegen das Coronavirus impfen lassen würde, der würde nicht etwa von der Polizei aus dem Haus gezogen oder eine Spritze in den Arm gerammt bekommen. Vielmehr würde die Bundesregierung mit Bußgeldern arbeiten und den Impfstatus der Bürgerinnen und Bürger vermehrt kontrollieren.

Auch Katharina Fegebank zeigte sich schon damals aufgeschlossen von einer Impfpflicht für bestimmte Gruppen in Hamburg. Sollte die Bundesregierung eine Impfpflicht beschließen, würde Hamburg sie also wahrscheinlich ebenfalls durchsetzen. (Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde am 23. November 2021 um 12:18 aktualisiert.) *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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