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Energiekrise und Klimawandel: Hamburgs CDU-Chef will Atomkraft ausbauen

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Energiekrise und Klimawandel – laut Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß ist beides mit dem Ausbau der Atomkraft zu bewältigen.

Hamburg – Die Zeiten sind aktuell alles andere als ruhig. Gerade noch hat die Coronavirus-Pandemie die komplette Aufmerksamkeit der Politiker gefordert, da stehen mit dem Ukraine-Krieg und der auch daraus resultierenden Energiekrise schon die nächsten Herausforderungen vor der Tür. Weil die Lieferung von russischem Gas gestoppt werden soll, müssen dringend Alternativen her. Zum Schutze des Klimas kann Kohlekraft eigentlich keine Alternative sein. Für Christoph Ploß, Hamburger CDU-Chef, ist daher klar: Der Ausbau von Atomkraft muss her.

Politiker aus Hamburg:Christoph Ploß
Geboren:19. Juli 1985 (Alter 36 Jahre), Hamburg
Partei und Amt:CDU, Vorsitzender der CDU-Hamburg

Energiekrise: Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß fordert Ausbau der Atomkraft

„Wir müssen nicht nur schnellstmöglich russisches Gas ersetzen, sondern brauchen in Zukunft auch deutlich mehr Strom, um Wirtschaft, Mobilität und das Heizen unserer Gebäude klimaneutral zu machen“, sagte der Bundestagsabgeordnete den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Da die dafür nötigen Strommengen auf absehbare Zeit nicht durch erneuerbare Energien abgedeckt werden könnten, plädiere er für einen Ausbau der Atomkraft.

Hamburger CDU-Vorsitzender Christoph Ploß vor dem Atomkraftwerk in Brokdorf.
Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß fordert Ausbau der Atomkraft. (24hamburg.de-Montage) © Christian Spicker/imago & Chris Emil Janßen/imago

Letztlich gebe es nur zwei realistische Optionen: Kohle oder Kernkraft, sagte Ploß. „Wer Klimaschutz ernst nimmt, kommt an der Kernkraft nicht vorbei.“ Es könne nicht sein, dass die Grünen aus ideologischen Gründen weiter auf den Klima-Killer Kohle setzen wollten. Dem unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 vom Bundestag beschlossenen Atomausstieg zufolge sollen Ende des Jahres die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz gehen.

Rückkehr zur Atomenergie: Bundesumweltministerin dagegen – USA bereitet Erhaltung vor

Ende März hatte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne), der Rückkehr beziehungsweise dem weiteren Betrieb von Atomkraftwerken in Deutschland eine klare Absage erteilt. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, handele es sich laut Meinung der Grünen-Politikerin um eine „Hochrisikotechnologie“ und daher keine Alternative in der Energiekrise.

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Indes bereitet die USA unter der Führung von US-Präsident Biden den Ausbau der Atomenergie vor. Wie welt.de berichtet, laufen aktuell Vorbereitungen auf Erhaltungsmaßnahmen zahlreicher Atomkraftwerke in den USA – ein Milliardenprojekt. Ähnlich wie Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß halte Joe Biden die Rückkehr zur Atomkraft für nötig, im Kampf gegen den Klimawandel, so welt.de.

Energiekrise: Preise für Öl und Gas steigen immens – Zeitpunkt für Entlastungspaket weiter unklar

In Deutschland sind die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs immer deutlicher spürbar. Die Preise für Gas und Öl sind immens gestiegen, wodurch Verbraucher sich auf eine im Durchschnitt 1000 Euro teurere Nebenkostenabrechnung für 2022 einstellen müssen. Die Energiepreispauschale, die im Zuge des Entlastungspaket 2022 beschlossen wurde, lässt weiterhin auf sich warten. Auch der Tankrabatt wurde bisher nicht umgesetzt. (dpa/nmr)

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