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Hamburger Grünen-Abgeorndete Emilia Fester befürwortet Wahlrecht für Zweijährige

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Von: Bona Hyun

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Alle sollten bei Wahlen stimmberechtigt sein – unabhängig vom Alter, findet Emilia Fester (Grüne). Das schließt ihrer Meinung nach auch Zweijährige ein.

Berlin – Im Gespräch mit dem Online-Magazin Focus hat sich die Bundestagsabgeordnete Emilia Fester (Grüne) aus Hamburg gegen die Wahlberechtigung ab 18 Jahren aus. Fester und Wolfgang Schäuble (CDU) lieferten sich einen Schlagabtausch zum Thema Demokratie und Rentenpolitik. Wenn es nach der jüngsten Bundestagsabgeordneten ginge, sollte jeder wählen dürften. „Alle, die wollen“, lauteten die Worte der Grünen-Politikerin. Das schließe, so Feser, unter 18-Jährige und Kleinkinder ein – selbst Zweijährige.

Mitglied des Deutschen Bundestages:Emilia Johanna „Milla“ Fester
Geboren:28. April 1998 (Alter 24 Jahre), Hildesheim
Ausbildung:Robert-Bosch-Gesamtschule (2017)
Amt:Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2021

Emilia Fester (Grüne) will Wahlrecht für Zweijährige – „Alle, die wollen“ sollten wählen dürfen

Ausgangspunkt des Interviews war die Unterrepräsentation junger Leute in der Politik. Fester befindet in dem Interview, dass alle Generationen im Bundestag mitsamt ihren Interessen vertreten werden sollten. Das sei einer ihrer Beweggründe gewesen, als junge Politikerin für den Bundestag zu kandidieren. Das Wahlrecht ab 18 sei „nicht gerade hilfreich dafür“. Schäubles Nachfrage, ob auch Kleinkinder, wie seine Enkelkinder im Alter von zwei oder vier Jahren wählen sollten, bejahte Fester. Im focus.de-Interview sagte Fester, dass für sie persönlich „alle, die wollen“, wahlberechtigt sein sollten.

Kinder vor einer Wahlurne und Grünen-Politikerin Emilia Fester
Die Grünen-Politikerin Emilia Fester will ein Wahlrecht für Zweijährige. Alle sollten die Möglichkeit haben, zu wählen. (24hamburg.de Montage) © Laurent Gillieron/Kay Nietfeld/dpa

Aus Schäubles Sicht hat die Altersgrenze beim Wählen ihre Berechtigung. Es gebe gute Gründe für eine Altersgrenze. „Diejenigen, die wählen, müssen sich der Tragweite ihrer Wahl bewusst sein. Sie müssen wissen, wen sie ins Vertrauen setzen, die Last der Verantwortung, gerade in schweren Zeiten, zu tragen“, wird Schäuble von focus.de zitiert.

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Emilia Fester wirbt für Wahlrecht von Kleinkindern – ihre Aussagen polarisieren immer wieder

Zuletzt hatte die Grünen-Politikerin und jüngste Bundestagsabgeordnete Deutschlands für Aufsehen gesorgt, nachdem Emilia Fester keine einzige Bürgerfrage auf der Seite abgeordnetenwatch.de beantwortete. Vom umstrittenen Polizei-Funktionär Rainer Wendt wurde Emilia Fester im letzten Jahr als „Göre“ und „Kindchen“ beschimpft, nachdem sie eine flammende Rede über die Corona-Impfpflicht gehalten hatte.

Fester ist seit 2020 Mitglied der Grünen Verhandlungskommission zu den Koalitionsverhandlungen Hamburg. Im Jahr 2020 und 2021 belegte die Bundestagskandidatin laut bundestag.de Platz drei der Grünen Landesliste Hamburg. Seit 2021 ist Mitglied des Deutschen Bundestags.

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