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Traurige Diagnose: Krebs – Hamburgs Umweltsenator Kerstan erkrankt

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Von: Robin Dittrich

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Umweltsenator Jens Kerstan wird für mehrere Wochen ausfallen. Sein Krebs im Frühstadium muss operiert werden – danach geht es in die Reha. Wer springt ein?

Hamburg – Es war die Schock-Diagnose des Tages in Hamburgs Umweltbehörde: Jens Kerstan hat Krebs. Wie das Abendblatt berichtet, muss der Grünen-Politiker operiert werden. Die Erfolgsaussichten sollen zum Glück eher positiv sein. Der Krebs wurde im Frühstadium entdeckt, für die Operation scheint es gute Voraussetzungen geben. Nach einer anschließenden Reha soll der Umweltsenator dann schon wieder arbeiten können. Eine genaue Rückkehr ist jedoch noch nicht bekannt. „Senator Kerstan wird seinen Dienst für einige Wochen nicht wahrnehmen können“, sagte Umweltbehördensprecherin Renate Pinzke.

Politiker:Jens Kerstan
Geboren:18. Februar 1966 in Hamburg
Politische Partei:Bündnis 90/Die Grünen
Politisches Amt:Umweltsenator Hamburg

Die Planungen der Umweltbehörde – wer vertritt Jens Kerstan?

In seiner Abwesenheit wird Umweltsenator Jens Kerstan formal von Dorothee Stapelfeldt vertreten. Die SPD-Politikerin ist Senatorin der Stadtentwicklungsbehörde. Kerstans Tätigkeiten wird Umweltstaatsrat Michael Pollmann von den Grünen übernehmen. Die zweifache Vertretung soll dafür sorgen, dass alle für 2022 geplanten Vorhaben weiterhin durchgeführt werden können. Unter anderem sollen die Bauarbeiten für die Fernwärmeleitung unter der Elbe schon im März starten. Durch den Bau soll das Kohlekraftwerk Wedel in naher Zukunft abgeschaltet werden können.

Jens Kersten kramt in der Innentasche seines Sackos. Er steht vor der Hamburger Alster und blickt in die Sonne.
Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan ist an Krebs erkrankt © Hanno Bode/Imago

Ein weiteres Kohlekraftwerk in Moorburg soll für Wasserstoffproduktion genutzt werden – die Entscheidung zur Förderung steht noch aus. Das Kraftwerk ist jedoch schon stillgelegt. Eins der wichtigsten Vorhaben Hamburgs ist die Überarbeitung des Klimaplans. Die Menge an CO2 soll weiter reduziert werden, was nur durch neuerliche Maßnahmen erreicht werden kann. Über diese Aufgaben werden sich Kerstans Vertreter zunächst Gedanken machen müssen. Bis zu seiner Rückkehr könnten mehr Wochen als geplant ins Land ziehen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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