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Corona-Lage in Hamburg: Zahlen steigen – platzt der Freedom Day?

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die Corona-Zahlen in Hamburg steigen derzeit wieder – über 2500 Neuinfektionen meldet die Behörde. Was bedeutet das für den Freedom Day am 20. März?

Hamburg – Die Corona-Zahlen in Hamburg steigen wieder. Die Inzidenz stieg am 8. März 2022 auf 752,7. Die Gesundheitsbehörde meldete zuletzt 2541 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Und das, obwohl in Hamburg derzeit Märzferien sind und Schulkinder entsprechend aktuell nicht getestet werden. Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard führte die aktuelle Corona-Lage unter anderem auf die bereits erfolgten Lockerungen bei den Coronaregeln zurück. Eigentlich sollen am 20. März im Zuge des sogenannten Freedom Days alle einschneidenden Maßnahmen fallen – bleibt es angesichts der steigenden Zahlen dabei?

Stadt:Hamburg
Neuinfektionen:2541 (Stand 8. März 2022)
Inzidenz:752,7 (Stand 8. März 2022)
Impfquote:82,6 Prozent (Stand 8. März 2022)

Corona-Zahlen in Hamburg steigen: Welche Maßnahmen bleiben nach dem 20. März erhalten?

Neue Coronaregeln oder Maßnahmen wollte der Senat am 8. März 2022 im Rahmen der Landespressekonferenz nicht vorstellen. Das ist auch nicht verwunderlich. Der Fahrplan ist klar. Zuletzt hatte Hamburg am 4. März neue Coronaregeln eingeführt. Am 20. März werden am sogenannten Freedom Day viele Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie fallen. Grund dafür ist das Auslaufen des Infektionsschutzgesetzes. Einig ist sich die Politik hinsichtlich einiger Grundpfeiler in der Pandemiebekämpfung, die auch danach fortbestehen sollen.

Corona-Warn-App mit roter Meldung über ein erhöhtes Risiko und ein Schild mit der Aufschrift Freedom Day. Am 20. März, dem sogenannten Freedom Day, sollten fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben werden, doch lässt das die Corona-Lage in Hamburg zu?
Corona-Zahlen in Hamburg steigen: Platzt jetzt der Freedom Day? © Felix Schlikis/imago

So gilt der Fortbestand der Maskenpflicht inzwischen als sicher. Welche Coronaregeln darüber hinaus nach dem Auslaufen des aktuellen Infektionsschutzgesetzes noch möglich sein werden, steht derzeit noch nicht fest. Dort, wo besonders vulnerable Gruppen zusammenkommen, also beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen, sowie Krankenhäusern, könnten auch nach dem Freedom Day Maßnahmen gelten. Auch für Großveranstaltungen werden schützende Maßnahmen noch diskutiert. Strengere Maßnahmen in Anbetracht der steigenden Zahlen sind aber derzeit nicht im Gespräch.

Corona-Lage in Hamburg: Hohe Impfquote – Senat kündigt veränderte Impfstrategie ab Mai 2022 an

Das Gute ist: Im intensivmedizinischen Bereich ist im Vergleich zum Januar in Hamburg inzwischen eine deutlich entspanntere Lage eingetreten. Dies liege auch an den guten Impfquoten in Hamburg, sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard auf der Landespressekonferenz am 8. März. Inzwischen sind in der Hansestadt 82,6 der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 58,5 der Menschen sind geboostert. Die sinkende Impfbereitschaft derzeit sei für Hamburg nicht verwunderlich, sagte Melanie Leonhard. Dies sei insbesondere auf die hohe Impfquote unter Erwachsenen in Hamburg von 93,4 Prozent zurückzuführen.

Deshalb werde das Impfangebot in der Stadt ab Mai verändert, kündigte Melanie Leonhard an. Es werde dann zwei zentrale Impfstellen im Norden (Hamburger Flughafen) und Süden (Harburg Arkaden) der Stadt geben. Zusätzlich würden über den Sommer hinaus auch weiter mobile Impfangebote stattfinden, so Leonhard.

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Der vielversprechende Impfstoff von Novavax konnte bisher nicht maßgeblich zu einer Erhöhung der Impfquote betragen. Bisher seien nur etwas über 500 Impfdosen des Vakzins verimpft, so Leonhard. Die geringe Nachfrage führte Leonhard ebenfalls auf die hohe Impfquote in Hamburg unter Erwachsenen zurück. Der Impfstoff von Novavax ist bisher nur für über 18-Jährige zugelassen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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