Covid-19-Impfung

Corona in Hamburg: Wer gehört zur Impfgruppe 3?

  • VonSabine Schmidt
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In der Hansestadt werden immer mehr Menschen gegen Corona geimpft. Nun sind Lehrer und Supermarkt-Kassiererinnen an der Reihe. Wer gehört noch zur Impfgruppe 3?

Hamburg – Die Hansestadt verhält sich konsequent in Sachen Pandemie-Management. Der Hamburger Senat hat als einziges Bundesland rigoros die Bund-Länder-Corona-Notbremse eingeführt. Nun setzt der erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) verstärkt auf das Impfen. Er möchte die Hamburger schnellstmöglich durch die Corona-Pandemie führen. Derzeit werden im Hamburger Impfzentrum nahezu 8000 Personen täglich gegen das Coronavirus geimpft. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt bei 115,2.

Thema:Priorisierung der COVID-19-Impfmaßnahmen
Impfstoff: Alle in Deutschland zugelassenen und verfügbaren SARS-CoV-2-Impfstoffe
Erkrankung:COVID-19
Zugrundeliegendes internationales Dokument:„Roadmap For Prioritizing Uses Of COVID-19 Vaccines In The Context Of Limited Supply“ von Strategic Advisory Group of Experts on Immunization der WHO
Zugrundeliegende Deutsche Regeln: Positionspapier von Ständiger Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut, Deutschem Ethikrat und der Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Um die Inzidenzwerte weiter zu sinken, treibt der Hamburger Bürgermeister Tschentscher das Impfen voran. Am Montag hat der Hamburger Senat mit der Impfgruppe 3 begonnen und die Berufsgruppe Lehrer freigegeben. Darunter fallen Lehrkräfte aus allen Sekundarstufen, Stadtteilschulen und berufsbildenden Schulen. Der Schulsenator, Ties Rabe, äußert sich erfreut über die Entscheidung. „Damit möchten wir auch deutlich machen, wie wichtig der Einsatz der Schulbeschäftigten an Hamburgs weiterführenden und berufsbildenden Schulen ist und wie sehr dieser geschätzt wird.“ Ab sofort können sich Lehrkräfte also einen Impftermin buchen.

Priogruppe 3 ist gestartet: Nun dürfen sich auch Hamburgs Lehrer impfen lassen. (24hamburg.de-Montage)

Corona-Impfung Hamburg: Diese Personen gehören zur Impfgruppe 3

Laut der bundeseinheitlichen Impf-Reihenfolge von der Deutschen Ethik-Kommission, sind nach den über 80-Jährigen und den Personen aus der Priorisierungsgruppe zwei, Personen aus der Impfgruppe drei berechtigt, sich impfen zu lassen. Ein Überblick:

  • Personen aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, wie Schulen (Grund-, Sonder- oder Förderschulen, oder berufsbegleitende Schulen)
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Beschäftigte aus medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Ansteckungsrisiko, wie Labore oder das Personal ohne Patientenkontakt
  • Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Über 60-Jährige oder Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Coronavirus-Infektion
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • (Relevante) Mitglieder von Verfassungsorganen, Regierungen und Verwaltungen
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von: Bundeswehr, Polizei, Zoll, Feuerwehr, Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, Justiz und Rechtspflege, Wahlhelfer
  • Personen, die im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen, Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland arbeiten (Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik)
  • Beschäftigte (deutsche Staatsangehörigkeit) für internationalen Organisationen (Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik)
  • Personen aus Apothekenwesen, Pharmawirtschaft, Bestattungswesen, Ernährungswirtschaft, Wasser- und Energieversorgung, Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, Transport- und Verkehrswesen sowie Informationstechnik und Telekommunikationswesen

Vorerst hat der Hamburger Senat ausschließlich Corona-Impfungen für lehrende Personen freigegeben. Gestern hat die Bund-Länder-Konferenz aber eine grundsätzliche Aufhebung der Priorisierung ab Juni 2021 vereinbart.

Corona-Impfungen in Hamburg: So bekommen Sie Ihren Termin

Zum großen Teil finden die Corona-Impfungen weiterhin im zentralen Hamburger Impfzentrum auf dem Messegelände statt. Am Montag wurden weitere Tausende Impf-Termine freigeschaltet. Betroffene Personen mit einer Einladung können nun online unter www.impfterminservice.de oder unter der Telefonnummer 116 117, von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr an sieben Tagen die Woche, einen Termin zur Impfung im Impfzentrum Hamburg vereinbaren. Es sind auch kurzfristige Termine verfügbar. Neue Termine werden wöchentlich donnerstags freigeschaltet. Bei der telefonischen und der online Terminvereinbarung werden sie ans zutreffende Impfzentrum weitergeleitet. * 24hamburg.de und merkur.de sind Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/ picture alliance/ dpa / dpa-Zentralbild

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