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Dramatische Corona-Lage in Bayern und BaWü – Merkels Regierung plant jetzt Hilfe

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Von: Michelle Brey

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Bundeswehr fliegt mit Covid-19 erkrankte Patienten nach Hamburg
Eine A310 „MedEvac“ ist ein Spezialflugzeug der Bundeswehr für den Transport von Intensivpatienten. © Sebastian Peters/imago

Aktuell kommen Intensivstationen an ihr absolutes Limit. Die Bundesregierung plant daher einen Hilfseinsatz der Luftwaffe. 

Berlin/München - Steigende Infektionszahlen, überlastete Kliniken: Die Coronavirus*-Lage in Deutschland ist brisant. Auch am Freitag vermeldete das Robert-Koch-Institut einen erneuten Anstieg an Infektionen. Virologe Hendrik Streeck geht zusätzlich von einer „hohen Dunkelziffer“ aus.

Besonders in Bayern scheint das Infektionsgeschehen unaufhaltsam fortzuschreiten. Ministerpräsident Markus Söder verkündet am Freitag einschneidende Schutzmaßnahmen* - unabhängig von dem Corona-Gipfel am Donnerstag. Auch die Bundesregierung reagiert auf die Corona-Lage im Süden Deutschlands.

Bundesregierung reagiert auf extreme Corona-Lage in Süddeutschland

Ein Hilfseinsatz der Luftwaffe - so lautet der Plan der Bundesregierung zur Verlegung von schwerkranken Corona-Patienten aus besonders betroffenen Gebieten in Süddeutschland. Schnelle Transportkapazitäten sollen bereitgehalten werden, um Erkrankte bei einer Überlastung von Intensivstationen in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. „Es gibt noch keine offiziellen Amtshilfeanträge dazu, aber wir bereiten uns darauf vor“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag, nachdem die Bild zuerst berichtet hatte.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur laufen seit einigen Tagen Planungen, die vom Bundeskanzleramt angestoßen wurden und an denen neben dem Militär auch das Berliner Universitätsklinikum Charité beteiligt ist. Möglich ist, dass wie bereits im vergangenen Jahr ein Flugzeug der weißen Flotte der Luftwaffe mit sogenannten Patiententransport-Einrichtungen für die Aufgabe umgebaut wird.

Die Luftwaffe verfügt zudem über zwei Spezialflugzeuge für den Transport von Intensivpatienten - einen A310 „MedEvac“ in Köln und einen A400M „MedEvac“ im niedersächsischen Wunstorf. Diese werden im Moment noch für mögliche militärische Aufgaben bereitgehalten. Zudem gibt es Rettungshubschrauber des Militärs.

Coronavirus im Süden: Bayern am schlimmsten betroffen

Wie brisant die Corona-Lage im Süden ist, offenbart ein Blick auf die Coronavirus-Karte des Robert-Koch-Instituts (RKI)*. Ein Großteil Bayerns ist pink oder gar lila eingefärbt. Die Farben kennzeichnen somit Landkreise mit extrem hohen Inzidenz-Werten. Deutschlands Hotspot Nummer eins ist aktuell der Landkreis Rottal-Inn mit einem Wert von 1423,6. Auch Gebiete in Baden-Württemberg weisen eine pinke Einfärbung auf. Die Gesamtinzidenz in Bayern liegt laut RKI am Freitag bei 625,3. Das entspricht dem bundesweiten Höchstwert. Baden-Württemberg verzeichnet einen Inzidenzwert von 414,0.

Die Corona-Lage im Süden Deutschlands ist verheerend.
Die Corona-Lage im Süden Deutschlands ist verheerend. © RKI/Screenshot

Nicht ungewöhnlich also, dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Freitag drastische neue Corona-Regeln mitteilte. Die Regeln im Überblick* finden Sie hier. (mbr mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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