Autokorso mit Motorschaden

Attila Hildmanns Porsche 911 in Berlin abgeschleppt – Autobauer distanziert sich vom Coronavirus-Schwurbler

  • Christian Domke Seidel
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Attila Hildmanns Porsche 911 GT3 muss abgeschleppt werden. Im Internet toben die wildesten Gerüchte. Sogar der Sportwagenbauer distanziert sich vom rechten Coronavirus-Aktivisten.  

  • Attila Hildmanns* Porsche 911 GT3 muss abgeschleppt werden.
  • Porsche distanziert sich vom Kochbuch-Autor.
  • Lacher, Spott, Gerüchte und Spitznamen-Suche auf Twitter.

Berlin - Plötzlich steht Attila Hildmanns Porsche auf dem Abschleppwagen. Und im Netz lässt der Spott nicht lange auf sich warten. Aber auch Spekulationen rund um den rund 200.000 Euro teuren Wagen schießen aus dem digitalen Boden. War es ein Motorschaden? Wurde er gepfändet? Der Sportwagenbauer selbst distanziert sich mittlerweile von seinem prominenten Kunden.

AutorAttila Hildmann
Geboren22. April 1981 (Alter 39 Jahre), Berlin
Größe1,77 m
ElternUrsel Hildmann
AusbildungFreie Universität Berlin

Attila Hildmanns Porsche 911 GT3 wird abgeschleppt: Spekulationen und Spott im Netz

Aufmerksame Beobachter seines Telegram-Kanals* hätten es merken können. Und Attila Hildmann erst Recht. In einem Video von seinem wöchentlichen Autokorso in Berlin* beschwert er sich darüber, dass es wegen der Polizei mit nur 13 Kilometern pro Stunde durch die Stadt geht. Ironisch merkt er an: „Polizei hat´s heute besonders eilig!13 km/h pures Adrenalin.“

Attila Hildmann verliert seinen Porsche 911 GT3 - angeblich wegen seines fünften Motorschadens. (24hamburg.de-Montage)

In dem Video ist auch die Instrumententafel seines Porsche 911 GT3 zu sehen. Diverse Warnlampen leuchten. Unter anderem auch die Motorkontroll-Leuchte. Doch eher ungewöhnlich für ein Auto, dessen Neupreis bei knapp unter 200.000 Euro beginnt. Nachdem Volker Beck Attila Hildmann wegen einer Todesdrohung angezeigt hatte*, bahnt sich das nächste Problem für den 39-Jährigen an.

Motorschaden beim Porsche 911 GT3: Attila Hildmanns Auto wird abgeschleppt und sorgt für Lacher im Netz

Es kommt, wie es kommen muss. Am Montag, 20. Juli 2020, taucht ein Foto im Netz auf. Es zeigt den Porsche 911 GT3 von Attila Hildmann auf der Fläche eines Abschleppwagens. Der rechte Coronavirus-Aktivist selbst erklärt, dass sein Wagen bereits den fünften Motor verbaut hätte. Würde diese Angabe stimmen, wäre das für den Wagen der Baureihe 991, die dafür nicht bekannt ist, eine katastrophale Bilanz.

Doch im Netz hat sich längst eine ganz andere Theorie verbreitet. Der Porsche 911 GT3 von Attila Hildmann sei beschlagnahmt worden. Der 39-Jährige widerspricht diesem Gerücht vehement. Was den Spekulationen natürlich keinen Abbruch tut. Eher im Gegenteil. So schreibt ein User auf Twitter Attila Hildmann direkt an: „Im Web gehen Spekulationen rund, dass er gepfändet wurde, weil Du pleite bist. Habe auch schon von mehreren Leuten gehört, dass Du das ausgelobte Kopfgeld aus AntiFa* nicht zahlst…“ Zornig wurden seine Fans auch, als sie einen Satirebeitrag nicht als solchen erkannten und dem Rechtsaktivisten mit einem Shitstorm überzogen*.

Suche nach Spitznamen für Attila Hildmann auf Twitter: Abgeschleppter Porsche 911 GT3 sorgt für Lacher

Auch das Gerücht, dass das Finanzamt es auf Attila Hildmann abgesehen hat, wird aufgenommen. User @RagnarrIodbrok fragt: „Wie ist das eigentlich, wenn man seinen Porsche mit Echtleder Sitzen verliert und das Finanzamt schon an der Tür klopft?“ Dazu tobt ein Wettbewerb um einen Spitznamen für den Kochbuch-Autor, der zuletzt wegen seines Streits mit Smudo (Die Fantastischen Vier)* schon viel Aufmerksamkeit in den sozialen Medien bekam. Die nutzte er auch dafür, den haltlosen Vorwurf zu verbreiteten, die Polizei Berlin habe auf einer Demonstration zwei Menschen getötet.* Die musste sogar ein Dementi veröffentlichen.

Attila Hildmann posiert vor seinem Porsche 911 GT3 während einer seiner Demos in Berlin. Der Sportwagenbauer distanziert sich vom Aktivisten.

Der Porsche 911 GT3 ist bei Attila Hildmann ein zentrales Werbeinstrument. Immer wieder posiert er vor dem Sportwagen und veranstaltet einen wöchentlichen Autokorso. Er selbst thematisierte auch die Autobranche und sagt: „Die besten Autos bauen wir Deutsche*“. Nicht zuletzt deswegen hat sich Porsche klar von seinem bekannten Kunden distanziert. Auch ein neues Geschäftsmodell hat Porsche zur Image- und Umsatzsteigerung an den Start gebracht. Die Autos gibt es jetzt auch im Abo*.

Porsche distanziert sich von Attila Hildmann: Keine Kooperation und kein Rabatt - Video gelöscht

Gegenüber der Berliner Zeitung äußerte eine Sprecherin von Porsche: „Herr Hildmann spricht ja manchmal davon, dass er eine Kooperation mit uns hat, das stimmt nicht.“ Es habe eine Videoproduktion gegeben, für die Attila Hildmann ein Honorar bekommen habe. Eine Kooperation abgeschlossen oder einen Rabatt eingeräumt habe das Unternehmen aber nicht. Auch das erwähnte Video wurde mittlerweile gelöscht. Und weiter: „Wir distanzieren uns ganz klar von seinem Verhalten und Aussagen, die gegen die Vielfalt stehen. Porsche legt Wert darauf, einen nachhaltigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.“ * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

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