Wahnsinn nimmt kein Ende

Attila Hildmann: Rechter Schwurbel-König aus Berlin jetzt auch noch Vampir-Jäger

  • Enno Eidens
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Der Wahn von Attila Hildmann nimmt kein Ende. Nun hat er einen neuen Feind gefunden: Vampire stehen auf seiner Abschussliste, darunter auch ein britischer Prinz.

  • Attila Hildmann ist rechtsextremer Coronavirus-Skeptiker.
  • Berliner fällt mir skurrilen und gefährlichen Verschwörungstheorien auf.
  • Seine neusten Vampir-Äußerungen sind völlig wahnsinnig.

Berlin – Wenn man denkt, Attila Hildmann hat sein letztes Pulver verschossen, hilft ein Blick in die Attila-Hildmann-Telegram-Gruppe. Dort kommen tagtäglichen die skurrilsten Äußerungen beisammen. Am Morgen wirbt Hildmann auf Telegram meist für seine Öko-Produkte. Doch irgendwann legt er los. Sein neuster Streich: Vampire. Hildmann macht sich auf die Jagd nach den blutrünstigen Fabelwesen. Was steckt hinter dem Vampir-Wahn des rechtsextremen Corona-Schwurblers? 24hamburg.de* berichtet über Hildmanns neuste Pläne.

Autor:Attila Hildmann
Geboren: 22. April 1981 (Alter 39 Jahre), Berlin
Größe:1,77 m
Eltern:Ursel Hildmann
Ausbildung: Freie Universität Berlin

Attila Hildmann macht Jagd auf Vampire – der neuste Gaga-Gedanke des Vegan-Kochbuchautors

Attila Hildmann hat schon viel absurdes Zeug ins Internet geschwurbelt. Angela Merkel sei mit Josef Stalin verwandt und würde geheime Absprachen mit China machen – natürlich mit dem Ziel, die Deutschen zu unterwerfen. Bei all diesen wirren Thesen bleibt Hildmann Belege schuldig. Meist bezieht sich der Berliner auf wirre Quellen oder reißt vernünftige Fakten aus dem Kontext und zaubert sich daraus seine ganz eigene Wahrheit.

Attila Hildmanns Äußerungen sind meist völlig wirr. Das kann amüsieren, doch nicht selten sind die Äußerungen von Attila Hildmann bitterer Ernst. Zum Beispiel, wenn er gegen YouTube-Stars hetzt – schließlich lesen über 70.000 Menschen in seiner Telegram-Gruppe mit. Doch die Kreativität des veganen Kochbuchautors aus Berlin hat scheinbar kein Ende. Sein neuster Feind kommt aus dem Reich des Übernatürlichen: Attila Hildmann will Vampire jagen.

Attila Hildmann: Rechtsextremer Corona-Skeptiker will Vampire jagen. (24hamburg.de-Montage)

Attila Hildmann: Der deutsche rechtsextreme Van Helsing macht sich auf Vampir-Jagd

Doch was steckt denn nun hinter Attila Hildmanns verrückten Vampir-Fantasien? Wie so oft beginnt alles in seiner Telegram-Gruppe. Am Mittwoch, 19. August kann Hildmann offenbar nicht schlafen – oder geht spät ins Bett. Um halb eins teilt Hildmann nämlich das Bild eines beliebten Brettspiels „Jagd der Vampire“ und teilt seinen Abonnenten mit, wie er auf diesen Trichter gekommen ist. „Corona bedeutet Jagd auf die Vampire! Denn sie sitzen weltweit in allen Regierungen! Es sind wenige Elemente, sie sind pädophil, saufen Blut, wollen den Massenmord und schänden Kinder!“, schreibt der vegane Kochbuchautor aus Berlin. Beweise? Hildmann liefert keine Quellen.

Doch Attila Hildmann steigert sich noch weiter in seine absurden Vampir-Märchen. In einem längeren Folgebeitrag macht er klar: „Ich glaub mittlerweile nicht mehr, dass das alles nur ein Mythos und Märchen ist…“ – danach schwurbelt der rechtsextreme Corona-Skeptiker munter weiter und vermutet wie so häufig, dass eine mysteriöse Elite „die größten Sadisten auf dem Planeten“ seien und allerhand furchtbares Zeug anstellen. Hildmann will allerdings auch das Kaiserreich zurück und dessen Kanzler sein. Verrückter geht's immer.

Attila Hildmanns Kampf gegen die Vampir-Elite – Ein englischer Prinz ist auf der Abschussliste

Der vegane Kochbuchautor Attila Hildmann hat klare Vermutungen, was die fiese Vampir-Elite angeblich so treibt. Er denkt, dass sie „in Pädoskandale verwickelt“ seien „auf Adrenochrom“ wären und somit „Blut saufen oder injizieren“ – zudem seien sie natürlich auch für die Coronavirus-Maßnahmen verantwortlich. Und auch erste Namen nennt Hildmann. Dazu postet er einen Artikel – wieder Mal ohne jegliche Einordnung. Genau skurril sind Hildmanns süße Kuchen-Gegner in Berlin.

Der Spiegel-Artikel „Rumäniens royal gruselige Kampagne“ handelt von einem cleveren Marketing-Trick des schönen Lands auf der Balkanhalbinsel. Dort soll, so Historiker, der berüchtigte Vlad III. Drăculea geherrscht und äußerst grausam gefoltert haben. Aus ihm wurde später durch kreatives Texten vom Schriftsteller Bram Stoker der Grusel-Vampir „Dracula“ – Attila Hildmanns Endboss sozusagen.

Attila Hildmann ruft zur Jagd – kann das dem Tourismus von Rumänien helfen?

Rumänien wirbt nun damit, dass der britische Prinz Charles mit Vlad verwandt sei. Das hat der britische Royal bereits selber zugegeben, seine Mutter Großmutter Queen Mary (Maria von Teck) hätte eine Ahnenlinie bis zu Vlad aus Rumänien (Artikel in Englisch). Zudem hat Prinz Charles ein ganz besonderes eigenes Anliegen: Er setzt sich für den Naturschutz in Rumänien ein. Doch dem Tourismus im Jahre 2020 wird das nur wenig helfen. Aktuell fallen die großen Reisen wegen der Coronavirus-Krise sowieso aus. Ob Attila Hildmanns wilde Vampir-Fantasien für mehr Tourismus in Rumänien sorgen können?

Wer nun unbedingt nach Rumänien reisen möchte, sollte sich die Coronavirus-Hinweise des Auswärtigen Amtes für Rumänien anschauen. Grundsätzlich wird von einer Reise in den schönen Balkanstaat abgeraten. Wer nun unbedingt dorthin muss, braucht keinen Coronavirus-Test mitzubringen. Bei der Rückkehr nach Deutschland muss allerdings getestet werden, denn viele Orte in Rumänien sind Coronavirus-Risikogebiet. Am Hamburger Flughafen kam es bereits zum Corona-Chaos. Ein neues Coronavirus-Testzentrum in Hamburg soll den Andrang bald besser bewältigen.24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Attila Hildmann/Jörg Carstensen/dpa/Telegram-Screenshot

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