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Wird Online-Shopping jetzt richtig teuer? Sondersteuer auf Pakete soll kommen!

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Corona-Krise hat die Lage der Einzelhändler noch verschärft. Mit dieser Sondersteuer soll nun dem Online-Shopping entgegengewirkt werden.

Hannover – Heutzutage braucht Mensch nicht mehr vor die Tür gehen, wenn Zuhause etwas fehlt – oder man sich einfach nur etwas gönnen möchte. Von Möbeln über Klamotten bis hin zu Lebensmitteln, von großen Firmen und auch vielen kleinen Betrieben „ums Eck“ ist alles im Internet erhältlich. Diese Entwicklung zieht einen ganzen Rattenschwanz unliebsamer Aspekte mit sich: Mehr Papiermüll, mehr Retouren, Paketzusteller schuften nicht nur an Weihnachten zu prekären Bedingungen*. Nicht zuletzt verwaisen die Innenstädte Deutschlands zusehends. Dem will nun der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) entgegenwirken – mit einer Sondersteuer!

Wir sehen, nicht zuletzt durch die Pandemie beschleunigt, eine Veränderung des Kaufverhaltens zulasten der Innenstädte, die nicht zurückzudrehen ist.

Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags

Extraabgabe in Form einer Sondersteuer gegen die Paketflut soll stationären Handel wieder ankurbeln

Ein Paketbote liefert einen großen Stapel Pakete auf einem Wagen an.
Wird online-shoppen jetzt richtig teuer? Sondersteuer auf Pakete im Gespräch. © Michael Gstettenbauer/imago

Nun hat der Deutsche Städtetag (DStGB) eine Sondersteuer auf Pakete von Onlinehändlern vorgeschlagen. Das Kalkül: Die Menschen bestellen weniger online, kaufen dafür mehr im Einzelhandel ihres Heimatortes ein. Doch so schön die Rechnung klingt, so einfach ist sie längst nicht: Marck Alexander Krack, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen/ Bremen hält von dem Vorschlag wenig: Denn die Paketsteuer würde, merkt er an, auch lokale Einzelhändler treffen, die nicht nur stationär, sondern auch im Online-Geschäft tätig sind.

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Union und SPD unterstützen die Idee

Wie Jan Arning befürwortet auch der Präsident des Niedersächsischen Gemeindebundes, Marco Trips, die Idee. Ein letztes Wort ist in der Sache allerdings noch lange nicht gesprochen. Die Unions-Fraktion hatte sich schon 2020 für eine solche Abgabe ausgesprochen und stieß damit auf Zustimmung bei der SPD*. Zuletzt hatte schon die Service-Pauschale für Pakete aus Nicht-EU-Ländern für einen Aufschrei bei Online-Shoppern gesorgt. Die Idee kommt also immer wieder auf, ein letztes Wort ist hier noch nicht gesprochen.*24hamburg.de,hna.de, hna.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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