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Weil diskriminierend: Bundeswehr hat die „Einmannpackung“ umbenannt

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Von: Christian Einfeldt

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Die Gender-Sprache beeinflusst jetzt auch das Bundeswehr-Essen. Weil die Bezeichnung Einmannpackung „nicht mehr zeitgemäß sei“, wurde sie nun umbenannt.

Update vom 25. Februar 2022: Die Entscheidung ist gefallen. Die ehemals sogenannte „Einmannpackung“ der Bundeswehr hat einen neuen Namen und heißt ab sofort „Einpersonenpackung“. Dabei handelt es sich um eine Proviant-Box bestehend aus Fertiggerichten und Getränken. Weil der Name nicht gendergerecht sei, suchte die Bundeswehr seit vergangenem Jahr eine neue Bezeichnung. Der neue Name diene der sprachlichen Gleichstellung von Soldatinnen und Soldaten.

Militär der Bundesrepublik Deutschland:Bundeswehr
Aktive Soldaten:183.885 (April 2021); davon Frauen: 23.279
Gründung:12. November 1955, Westdeutschland
Hauptsitz:Bonn

Gender-Debatte bei der Bundeswehr: Neuer Name für Einmannpackung

„Zur Findung der neuen Bezeichnung wurde ein Ideenwettbewerb ins Leben gerufen, rund 3.000 Mails mit Vorschlägen gingen ein. Das Ergebnis steht nun fest. Die künftige Bezeichnung wird Einpersonenpackung sein. Der neue Name wird damit der sprachlichen Gleichbehandlung gerecht und behält dabei gleichzeitig die allgemein bekannte Abkürzung EPa“, erklärte das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUD) in einer internen Mitteilung bekannt.

Das Foto zeigt zwei Einmannpackungen der Bundeswehr.
Schon bald erhält die Einmannpackung der Bundeswehr einen neuen Namen. © IMAGO / Chris Emil Janßen

Doch bevor der neue Name in der Praxis Anwendung finde, müssten aus Gründen der Nachhaltigkeit zunächst alle Proviantpakete mit der alten Bezeichnung „Einmannpackung“ aufgebraucht werden. Im vergangenem Jahr habe es laut BAIUD sogar Engpässe bei der Versorgung mit Einpersonenpackung gegeben, deshalb habe man die Kampfrationen sogar in anderen Nationen kaufen müssen. Laut Bundeswehr sei der Inhalt einer der sichersten Formen von Notverpflegung weltweit.

Ursprungsartikel vom 1. Juli 2021: Bonn – Hinter der Abkürzen EPa steckt das, was Soldaten auch als Einmannpackung kennen. Reichlich Proviant, der über Jahre haltbar ist. In der Marsch- und Feld-Verpflegung sollen Fertiggerichte wie Ravioli oder Hamburger und Instant-Kaffee Kraft für den Tag geben. Im Zuge der aktuellen Gender-Debatte ist die wertvolle Tages-Ration der Soldaten jedoch plötzlich verpönt: Weil die Einmannpackung nicht alle Geschlechter anspricht, soll bis Ende September ein neuer Name gefunden werden.

Gender-Debatte in der Bundeswehr: Einmannpackung sei „nicht mehr zeitgemäß“

Die Gender-Debatte erhält immer mehr Einzug in alle erdenkliche Bereiche – das zeigt ein Blick auf Hamburg: In Hamburg-Eimsbüttel sollen Verkehrsschilder gendergerecht gestaltet werden* und auch die Hamburger Behörden, haben sich bereits auf die Gender-Sprache geeignet*. Um alle Geschlechter gleichermaßen ansprechen zu können, verständigten sie sich darauf, in der Sprache fortan auch die weibliche Form kenntlich zu machen. Nun nimmt die Gender-Sprache auch Einfluss auf die Bundeswehr.

Rund 23.000 Frauen sollen aktuell im deutschen Militärs verpflichtet sein Da sei der Begriff Einmannpackung längst „nicht mehr zeitgemäß“, heißt es etwa in einem Bericht der Bundeswehr. Darüber hinaus entspreche die Bezeichnung „auch nicht den Vorgaben der sprachlichen Gleichstellung“. Ähnlich könnte es auch Kanzlerkandidatin Baerbock sehen, die kürzlich eine Gender-Polizei forderte*.

Bis Ende September soll für die Einmannpackung der Bundeswehr einen neuen Namen gefunden werden

Doch, ob die Gender-Debatte bei jedem Bundeswehr-Angestellten gut ankommt, ist fraglich. Umfragen zeigten bereits, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung die Gender-Sprache ablehnen würde*. Ob in der Politik oder unter Prominenten, die Debatte wird aktuell sehr kontrovers geführt. Laut Literaturkritikerin Elke Heindenreich würde die gendergerechten Formulierungen die Sprache „verhunzen“ – und Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß möchte die Gender-Sprache am besten direkt verbieten.

Dennoch soll es jetzt nicht mehr lange dauern, bis die bekannte Einmannpackung gendergerecht wird. Bis zum 30. September hätten die Soldatinnen und Soldaten Zeit einen neuen Namen zu finden. Die Voraussetzung: Die Abkürzung EPa soll auch weiterhin erhalten bleiben. Im Zuge eines Wettbewerbs gehen die Gewinner keineswegs leer aus. Dem Sieger winken als Hauptgewinn direkt zehn EPas, die auch mit einem gendergerechten Namen den Hunger stillen sollten. *24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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