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Waldbrand auf dem Brocken: 150 Hektar in Flammen – Italien hilft mit Löschflugzeugen

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Von: Fabian Raddatz, Anika Zuschke, Johannes Nuß

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Auf dem Brocken im Harz stehen inzwischen rund 150 Hektar Wald in Flammen. Das Gelände ist unwegsam. Luft-Unterstützung aus Italien soll helfen.

Update von Montag, 5. September, 07:10 Uhr: Der Großbrand am Brocken soll am Montag, 5. September 2022, mit verstärkten Kräften aus der Luft bekämpft werden, berichtet die dpa. Einem Sprecher des Landkreises Harz zufolge sollten bereits ab Tagesanbruch mehr Hubschrauber und auch zwei Löschflugzeuge aus Italien Wasser auf die Brandherde abwerfen.

Angaben des Landkreises nach ist die brennende Waldfläche am Sonntag auf eine Größe von rund 150 Hektar (1,5 Quadratkilometer) angewachsen. Zuvor war stets von gut 60 Hektar die Rede gewesen. Die Lage verschärft sich demnach zunehmend. Laut dem NDR besteht die Befürchtung, dass die brennende Fläche am Montag noch größer sein wird.

Update von Sonntag, 4. September, 15:36 Uhr: Halberstadt/Rom – Aktuell brennen auf dem Brocken im Harz rund 62 Hektar Fläche. Aus diesem Grunde hat die italienische Regierung in Rom am Sonntag zwei Löschflugzeuge nach Deutschland geschickt, um bei den Löscharbeiten im Harz zu unterstützen.

Waldbrand auf dem Brocken: Italienische Regierung hilft mit Löschflugzeugen

Wie es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf den italienischen Zivilschutz heißt, seien die beiden Maschinen des Typs Canadair CL 415 am Mittag in Rom gestartet und werden derzeit auf dem Flughafen Braunschweig-Wolfsburg erwartet.

Am frühen Morgen lodern am Brocken die Flammen.
Auf rund 62 Hektar wütet am Brocken seit Samstagmittag ein Waldbrand. Jetzt bekommen die niedersächsischen Rettungskräfte Luftunterstützung aus Italien mit zwei Löschflugzeugen. © Matthias Bein/pda

Die Flugzeuge der Feuerwehr, die mehr als 6000 Liter Wasser aufnehmen und abwerfen können, sind im Rahmen des europäischen Hilfsprojekts „RescEU-IT“ über die zentrale Koordinierungsstelle in Brüssel angefordert worden. Italien stellt seinen EU-Partnern regelmäßig Flugzeuge sowie Piloten zur Bekämpfung von Waldbränden zur Verfügung.

Waldbrand auf dem Brocken: Landrat Thomas Balcerowski (CDU) ruft Katastrophenfall aus

Update von Sonntag, 4. September, 13:30 Uhr: Halberstadt – Wegen des sich stark ausbreitenden Feuers unterhalb des Brockengipfels im Harz hat Landrat Thomas Balcerowski (CDU) am Sonntagvormittag den Katastrophenfall ausgerufen. Der Landkreis Harz gehe von mehrtägigen Löscharbeiten aus, teilte Wernigerodes Stadtsprecherin Ariane Hofmann mit. Der am Samstag ausgebrochene Brand war am Sonntag zunächst noch nicht unter Kontrolle und wütete auf einer Fläche von rund 62 Hektar. Vor allem abgestorbene Fichtenbestände brannten.

Fünf Löschhubschrauber und mehr als 300 Einsatzkräfte bekämpfen den Angaben zufolge das Feuer, gut 50 Polizeikräfte sicherten das Gebiet rund um den Brocken, der für Besucherinnen und Besucher gesperrt ist. Zwei Löschflugzeuge aus dem europäischen Ausland sollen mittags eintreffen und unterstützen, hieß es. Am Brocken sei im Umkreis von 40 Kilometern eine Flugverbotszone für den zivilen Luftverkehr eingerichtet worden. Der zu Wernigerode gehörende Ort Schierke sei weiter nicht gefährdet, hieß es.

Waldbrand auf dem Brocken – Bergplateau inzwischen evakuiert

Update von Samstag, 3. September, 23:05 Uhr: Halberstadt - Unterhalb des Gipfels des 1141 Meter hohen Brockens im Harz ist ein Waldbrand ausgebrochen. Wanderer und Ausflügler sind wegen der starken Rauchentwicklung in Sicherheit gebracht worden, wie eine Sprecherin der Stadt Wernigerode sagte. Das bei Touristen beliebte Plateau des Berges wurde demnach bis zum Abend komplett evakuiert. Auf dem Gipfel befinden sich unter anderem ein Hotel und der Brockenbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen.

Waldbrand auf dem Brocken – Bergplateau inzwischen evakuiert – Feuer nicht unter Kontrolle zu kriegen

Das Feuer sei nicht unter Kontrolle und breite sich weiter aus, hieß es von der Stadt Wernigerode am späten Samstagabend. Die Feuerwehr habe Probleme bei den Löscharbeiten, weil das Gelände unwegbar sei. Trotzdem werde der Kampf gegen die Flammen auch in der Nacht fortgesetzt. Ab dem frühen Morgen würden vier Hubschrauber eingesetzt. Unter anderem weitere Hubschrauber sowie ein Kreisregner und Waldbrand-Team seien angefordert, sagte Wernigerodes Stadtsprecherin Ariane Hofmann.

Ein Löschhubschrauber im Einsatz. Brand am Brocken. Rauchsäulen steigen am Brocken auf.
Auf dem Brocken im Harz ist ein großflächiger Brand ausgebrochen. Mit Hubschraubern wird gegen die Flammen gekämpft. © Matthias Bein/dpa

Angaben über die Größe der brennenden Fläche gab es zunächst nicht. „Aus der Luft wurden mehrere Brandstellen erkannt“, sagte Hofmann. Die Brockenbahn habe den Fahrgastbetrieb eingestellt. „Die Kesselwagen bringen jetzt Löschwasser zu den Feuerwehrkräften.“ Gefahr für den Ort Schierke bestehe nicht. Der Brocken sei wegen des laufenden Einsatzes für Besucher vorerst komplett gesperrt. (dpa)

Erstmeldung von Samstag, 3. September 2022, 18:44 Uhr: Halberstadt – Unterhalb des Gipfels des 1141 Meter hohen Brockens in Niedersachsen im Harz ist erneut ein Waldbrand ausgebrochen. Das bei Touristen beliebte Plateau des Berges wird evakuiert. Wanderer und Ausflügler werden wegen der starken Rauchentwicklung mit Bussen in Sicherheit gebracht, wie eine Sprecherin der Stadt Wernigerode sagte. Die Evakuierung werde noch bis in den Abend hinein dauern. Auf dem Gipfel befinden sich unter anderem ein Hotel und der Brockenbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen.

Waldbrand auf dem Brocken: Rettungskräfte evakuieren Touristen vom Bergplateau

Das Feuer sei noch nicht unter Kontrolle, hieß es von der Stadt Wernigerode am frühen Abend. Die Feuerwehr habe wegen der Unwegbarkeit des Geländes Probleme bei den Löscharbeiten. Das Zusammenziehen von Kräften sei noch nicht abgeschlossen. Aktuell sei ein Löschhubschrauber der Polizei Sachsen-Anhalt vor Ort, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Zwei weitere Hubschrauber aus Niedersachsen und von der Bundespolizei seien angefordert, sagte Wernigerodes Stadtsprecherin Ariane Hofmann.

Angaben über die Größe der brennenden Fläche gibt es nach ihren Worten noch nicht. „Aus der Luft wurden mehrere Brandstellen erkannt“, sagte sie. Die Evakuierung der Touristen vom Gipfel laufe reibungslos. Die Brockenbahn habe den Fahrgastbetrieb eingestellt. „Die Kesselwagen bringen jetzt Löschwasser zu den Feuerwehrkräften.“ Gefahr für den Ort Schierke bestehe aktuell nicht.

Waldbrand auf dem Brocken: Feuer am Samstag gegen 14.30 Uhr entdeckt

Das sich schnell ausbreitende Feuer war am Samstag gegen 14.30 Uhr am sogenannten Goetheweg nahe des Aussichtspunktes Goethebahnhof entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Goetheweg zum Brocken gilt als einer der meistfrequentierten Wanderwege im Nationalpark Harz.

Erst am 11. August war ein Waldbrand bei Schierke am Fuße des 1141 Meter hohen Brockens ausgebrochen. Es brannte mehrere Tage. Roland Pietsch, Leiter des Nationalparks Harz, sprach danach von 3,6 Hektar Wald mit abgestorbenen Fichten, der von dem Brand betroffen war. Am 14. August galt das Feuer als gelöscht. Die Brandausbruchstelle soll nahe der Bahnstrecke der Brockenbahn gelegen haben. Das Landeszentrum Wald gibt die Waldbrandgefahrenstufe für den Harz aktuell mit drei von fünf an.

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