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Verfassungsschutz rechnet mit weiteren IS-Rückkehrern aus Syrien

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Von: Johannes Nuß

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Niedersachsens Verfassungsschutz-Präsident Bernhard Witthaut rechnet mit 18 weiteren IS-Rückkehrern. Zuletzt kamen acht Frauen und 23 Kinder in Deutschland an.

Osnabrück/Hannover – Nachdem bereits Anfang Oktober acht IS-Rückkehrerinnen mit ihren Kindern in Deutschland wieder aufgenommen wurden, rechnet der niedersächsische Verfassungsschutz-Präsident Bernhard Witthaut mit weiteren Rückkehrern aus Syrien. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ, Samstagsausgabe) berichtet, soll es sich dabei um 18 Personen handeln. Davon seien rund ein Drittel Frauen, wie Witthaut der Zeitung sagte.

Oberste Landesbehörde:Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport
Abteilung:Landesverfassungsschutz
Präsident:Bernhard Witthaut
Sitz:Hannover

Der Verfassungsschutz-Chef beklagt in dem Bericht der NOZ, dass es bundesweit kein einheitliches Vorgehen in Sachen IS-Rückkehrern gebe. Dies solle sich ändern, da dies aus seiner Sicht dringend notwendig ist. Es fehle ein Gesamtkonzept des zuständigen Auswärtigen Amtes in Richtung der Länder, so der Verfassungsschutz-Chef

Niedersachsen erwartet weitere IS-Rückkehrer: 8 Frauen und 23 Kinder aufgenommen

Zuletzt hatte Deutschland acht Frauen mit insgesamt 23 Kindern aus Syrien ausgeflogen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius bezeichnete dies seinerzeit als „alternativlos“. Die Mütter sollen sich der Terrororganisation „Islamischer Staat“ angeschlossen haben. Drei von ihnen wurden demnach unmittelbar am Flughafen in Frankfurt festgenommen. Sie sollen vor Gericht gestellt werden.

Niedersachsens Landesverfassungsschutz-Präsident Bernhard Witthaut (links) und Innenminister Boris Pistorius (SPD) vor Mikrofonen.
Niedersachsens Landesverfassungsschutz-Präsident Bernhard Witthaut (links) rechnet mit weiteren IS-Rückkehrern. Innenminister Boris Pistorius (SPD) bezeichnete die Rückholaktion Anfang Oktober als „alternativlos“. (Archivbild) © Julian Stratenschulte/dpa

„Eine enge psychologische Betreuung der Kinder ist dringend notwendig“, sagte Witthaut. „Man weiß nicht genau, ob und wie stark die Kinder traumatisiert sind.“ Deutschland solle sich ein Beispiel an den Niederlanden nehmen, die den Nachwuchs von IS-Rückkehrern sehr eng begleiteten. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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