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Veganerin geht auf Verkäuferin los – weil Gratis-Lolli nicht vegan ist

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Von: Christian Einfeldt

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Weil sie zu ihrem Kauf einen Lolli erhielt, flippt eine Veganerin aus und macht der Verkäuferin schwere Vorwürfe. Die erholt sich erst nach Zuspruch im Netz.

Gold Coast – Gibt man bei dem kleinen Beauty-Unternehmen „TLC Body“ eine Online-Bestellung auf, erwartet einen wenig später eine kleine Überraschung: Jeder Lieferung liegt ein Lolli bei. Eine freundliche Geste von Gründerin Carissa Collins, die bei ihren Kundinnen und Kunden bisher immer gut ankam. Bis zum Tag, als im August 2021 eine bestimmte Bestellung bei einer Kundin eintraf. „Ich kann Ihnen nicht mehr trauen und werde daher nicht mehr bei Ihnen einkaufen“, echauffierte sich die Kundin in einer bitterbösen E-Mail. Später wird klar: Es ist der scheinbar harmlose Lolli, der einer veganen Kundin sauer aufstößt.

Land:Australien
Stadt:Gold Coast
Fläche:414,3 km²
Bevölkerung:540.559 (2016)

Veganerin wegen Lolli entsetzt: Wütende Kundin hetzt gegen „zuckerhaltigen Müll“

Es ist ungewöhnlich, dass sich die Gründerin von „TLC Body“ Kritik so zu Herzen nimmt, wie an diesem Tag im August. Wie „Daily Mail“ berichtete, brach Carissa Collins schlagartig in Tränen aus, als sie die E-Mail ihrer wütenden Kundin lesen musste. Hervorgerufen wurden die Worte der Kundin einzig und allein durch den Lolli. Ein kleines, beigelegtes Dankeschön, das wenig später auf Social Media eine große Debatte entflammen sollte. Parallelen der Absurdität zu einer obszönen Rutsche auf einem Kinderspielplatz oder einem Mann, der seine Eltern verklagt hat, weil sie geboren haben, sind nicht von der Hand zu weisen. Auch hier folgte nach Bekanntgabe der Meldung ein wahrer Social-Media-Shitstorm.

„Was versprechen Sie sich davon, wenn sie solch zuckerhaltigen Müll verschicken?“, fragte die Kundin entsetzt. Ihr Problem mit der nett gemeinten Geste: Der Lolli enthält Gelatine, einen Inhaltsstoff, dessen Verzerr für Veganer*innen nicht infrage kommt. Schließlich handelt es sich dabei um tierische Proteine. Die aufgebrachte Kundin aus Australien, wo kürzlich eine Veganerin bereits vor Gericht zog, weil ich Nachbar Fleisch grillte, gab eines zu verstehen: Für Collins Produkte empfinde sie immer noch große Wertschätzung. Umso wütender sei sie, dass sie sich von nun an nicht mehr zur Kundschaft von „TLC Body“ zählen wird. Richtig sauer, ist auch eine andere Kundin: Eine Veganerin klagt einen Supermarkt an, er habe sie zum Fleisch essen verführt. So erklärt sich vielleicht ein neuer Foodtrend für Veganer: heißes Wasser frittieren: tierfrei, fad – und brangefährlich.

Eine Frau schreit. Daneben Lollies.
Veganerin entsetzt über Lolli: „Was versprechen Sie sich davon, wenn sie solch zuckerhaltigen Müll verschicken?“ (Symbolbild) © IMAGO / Panthermedia und IMAGO / Shotshop

Vegane Kundin völlig entsetzt wegen nicht-veganem Gratis-Lolli: „Ich bin sprachlos“

Diesen Entschluss macht sie ihrer fiesen E-Mail mehr als deutlich – obgleich die wild gewordene Veganerin erstmal schreibt: „Ehrlich, ich bin sprachlos.“ Nun, dem war leider nicht so und sie fand drastische Worte: „Ich werde nicht wieder bei Ihnen kaufen, denn ich kann ihrer Ehrlichkeit nicht mehr vertrauen“. Ist es unehrlich, einen kostenlosen Lolli zu verschenken? Nun denn, besagte Kundin ordnet noch ein: „Wäre der Loli vegan gewesen, hätte ich die Geste wenigstens wertschätzen können.“ Abschließend legt sie der armen Verkäuferin noch nah, sie solle „in Zukunft besser über Dinge bachdenken. Frech.

Nach Wut-Mail von Veganerin wegen Loli: Social-Media nimmt Verkäuferin in Schutz

Völlig fassungslos macht die Shop-Besitzerin Carissa Collins die wutentbrannte Mail publik. Auf TikTok, wo zuletzt Videos der „heißesten Aldi-Kassiererin“ viral gingen, schildert sie von der verstörenden Erfahrung. „Ich habe gerade eine E-Mail von einer Kundin erhalten, die sich darüber beschwert, dass ich ihr einen Lutscher gegeben habe“, stellt sie fassungslos fest. Außerdem: „Wie diese E-Mail formuliert war, war es fast so, als hätte ich sie erstochen oder so“.

Auf Facebook schlagen sich viele User auf die Seite der „TLC Body“-Verkäuferin: „Diese Person braucht ein Leben. Ich bin Veganer und hasse diese Person“. Andere stimmen ein: „Traurige Gestalt“ und sogar „abscheulich“ nennen Kommentatoren die Veganerin, „der ist der Fleischverzicht wohl zu Kopf gestiegen“, ätzt ein anderer. Etwas weniger offensiv formulieren es wiederum andere Facebook-Kommentare: „Ich wäre froh, wenn eine solche Person nicht mehr bei mir einkaufen würde“. Der Zuspruch auf Social Media kommt bei der Unternehmerin an. Auch weiterhin setzt sie voll und ganz auf ihre bisherige Verkaufsstrategie. Das heißt: Für jede Bestellung, gibt es nach wie vor einen Lolli – nicht-vegan. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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