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Todesroute Autobahn A1: Warum es hier ständig kracht

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Von: Sebastian Peters

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Auf der A1, zwischen dem Maschener Kreuz und Hamburg, ereigneten sich in den letzten Wochen immer wieder schwere Unfälle. Einige von ihnen endeten tödlich.

Seevetal – Immer wieder kommt es auf der A1 bei Hamburg zu schweren und sogar tödlichen Unfällen. Der Grund: Eine Baustelle, die auf beiden Fahrbahnrichtungen zwischen dem Maschener Kreuz und Hamburg für Stau sorgt. Leider ereigneten sich daher in den letzten Wochen nicht selten sogenannte „Stauende“ Unfälle.

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Autobahn:A1
Länge:790 km
Gebaut:1937
Bundesland:Schleswig-Holstein; Hamburg; Niedersachsen; Bremen; Nordrhein-Westfalen; Rheinland-Pfalz; Saarland

Unfallserie auf der A1 – Rückstau einer Baustelle kostet bereits Menschenleben

Der jüngste Unfall ereignete sich am Mittwoch, 29. Juni 2022, gegen 11:05 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Hamburg-Harburg. Der 51-jährige Brummi-Pilot soll die bremsenden Fahrzeuge vor ihm „zu spät“ gesehen haben, so die Polizei. Er krachte nahezu ungebremst in die bereits stehenden Fahrzeuge. Wie durch ein Wunder überlebten alle Beteiligten den Unfall, fünf Menschen wurden verletzt.

Unfall auf der A1.
Das Wohnmobil wurde durch den Unfall komplett zerstört. © Sebastian Peters

Infolge des Unfalles musste die Autobahn A1 in Richtung Hamburg komplett gesperrt werden. Aufgrund des Rückstaus knallte es gegen 13:57 Uhr erneut. Diesmal zwischen den Anschlussstellen Dibbersen und Hittfeld. Hier wurden drei Personen verletzt. Ursache hier: Stauende übersehen.

An einem Stauende auf der A1 bei Klecken ist es zu einem Unfall gekommen. Die Autobahn ist erneut gesperrt.
An einem Stauende auf der A1 bei Klecken ist es zu einem Unfall gekommen. Die Autobahn ist erneut gesperrt. © blaulicht-news.de

Unfall auf der A1: Zwischen Maschener Kreuz und Hamburg kracht es häufig

So eine „Unfallserie“ ist auf der A1 nicht selten. Am Dienstag, 03. Mai 2022, kam es ebenfalls zu einem größeren Unfall. Der Unfallort lag auch hier zwischen dem Maschener Kreuz und Hamburg-Harburg. Auch hier übersah ein 63-jähriger Lastwagenfahrer ein Stauende. Ungebremst krachte er mit seinen tonnenschweren Gespann in die bereits stehenden Fahrzeuge. Angesicht der Bilder hatte der Fahrer großes Glück, dass er lebend aus dem Wrack herausgeschnitten wurde.

Schwerer Unfall auf der a1 kurz vor Hamburg
Das Führerhaus wird regelrecht auf den Anhänger des Lastwagens gedrückt. Der Fahrer kann nach 30 Minuten schwerer technischer Rettung aus der Kabine befreit werden. © Sebastian Peters

Nur wenige Stunden später ist es auf der A1 zu einem sogenannten „Folgeunfall“ gekommen. Wie auch am Mittwoch, 29. Juni 2022, krachte es am 03. Mai 2022 zwischen den Anschlussstellen Dibbersen und Hittfeld erneut. Hier übersah die Fahrerin eines PKWs das Ende des Rückstaus. Sie krachte in das Heck eines Lastwagens. Mit schwersten Verletzungen wurde die Frau aus dem PKW befreit und in ein Krankenhaus befördert.

Unfall auf der A1 zwischen Dibbersen und Hittfeld
Die Golf-Fahrerin sah das Stauende zu spät. Sie wird schwer verletzt. © Sebastian Peters

Unfälle auf der Autobahn A1: Tödliche LKW-Crashs im April 2022

Aber auch auf der Fahrspur von Hamburg nach Niedersachsen ist es bereits zu Unfällen gekommen. Am 28. April 2022 übersah der Fahrer eines Kleinlasters das Stauende. Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg versuchten zwar noch, den Mann vor Ort zu reanimieren, allerdings erfolglos. Der 51-jährige LKW-Fahrer verstarb noch vor Ort.

Schwerer Unfall auf der A1 bei Hamburg in Sevetal
Der Lastwagen kracht scheinbar ungebremst in das Stauende. © Sebastian Peters

Nur ein Tag zuvor ist ein LKW-Fahrer auf der A261 ebenfalls gestorben. Grund auch hier: Stauende übersehen! Immerhin – Die Baustelle auf der A1, die regelmäßig für den Rückstau sorgt, ist bald Geschichte. Sie soll nur noch wenige Wochen für eine Verkehrsbehinderung sorgen.

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