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Erste Flüchtlinge aus der Ukraine in Niedersachsen angekommen

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Von: Johannes Nuß

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Nach Putins Überfall auf die Ukraine sind die ersten Flüchtlinge in Niedersachsen angekommen. Für sie wird zunächst eine Messehalle als Notunterkunft hergerichtet.

Hannover – Nach Putins Überfall auf die Ukraine wird nach der Ankunft erster Geflüchteter aus der Ukraine eine Messehalle in Hannover als Notunterkunft eingerichtet. „Es ist uns ein großes Bedürfnis, den aus der Ukraine fliehenden Menschen zu helfen, ihnen in ihrer Not Schutz und Zuflucht zu bieten“, sagte Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG am Dienstag, 1. März 2022.

Ukraine-Koflikt: Messehalle 27 wird für insgesamt 1200 Flüchtlinge hergerichtet

Die Messehalle 27 werde in enger Abstimmung mit der Feuerwehr Hannover für zunächst 800 und später für weitere 400 Personen eingerichtet. Sachspenden koordiniere der Ukrainische Verein in Niedersachsen. Benötigt werden der Mitteilung zufolge warme Kleidung und Schuhe in gutem Zustand, Hygieneartikel, Isomatten, Verbandskasten, Taschenlampen sowie Schlafsäcke. Auch im Landkreis Verden bereitet man sich derzeit auf die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine vor. Bis zu 700 Menschen könnten sofort aufgenommen werden.

Flüchtlinge, die vor dem Konflikt aus der benachbarten Ukraine geflohen sind, ruhen sich in einem rumänischen Flüchtlingslager aus.
Die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine sind am Dienstag in Niedersachsen angekommen. Sie werden zunächst in der Messehalle 27 untergebracht. (Symbolbild) © Andreea Alexandru/dpa

Das niedersächsische Innenministerium konnte am Dienstag noch keine Angaben zur geschätzten Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine im Land machen. Viele kommen bei Freunden oder Verwandten unter, anders als Asylbewerber müssen sie sich nicht zentral in einer Landesaufnahmebehörde melden.

Ukraine-Koflikt: Städte- und Gemeindebund fordert Flüchtlingsgipfel von Bund, Ländern und Kommunen

Unterdessen forderte der Städte- und Gemeindebund in Berlin einen Flüchtlingsgipfel von Bund, Ländern und Kommunen. Die Städte und Gemeinden seien bereit, die Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten aufzunehmen, zu versorgen und zu integrieren, sagte der Bundesvorsitzende Gerd Landsberg dem „Handelsblatt“. Die Kosten dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung müssten aber dauerhaft vom Bund und den Ländern übernommen werden.

Auch die private Wirtschaft bereitet sich auf die ersten Schutzsuchenden aus Osteuropa vor. So dürfen Ukraine-Flüchtlinge die Züge der Eisenbahngesellschaft Metronom kostenlos nutzen*. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Uelzen mit. Für eine Fahrt im Metronom, Enno und Erixx müssten Geflüchtete einen ukrainischen Pass vorzeigen, dieser gelte dann als Ticketersatz. Diese Regelung greift demnach ab sofort und bis auf Weiteres. Mehrere Linien des Metronoms verbinden etwa Hamburg und Bremen oder Hannover und Hamburg. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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