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Trotz Energiekrise: Weihnachtshaus in Delmenhorst soll in voller Pracht erstrahlen

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Von: Fabian Raddatz

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Mit rund 60.000 Lichtern hat ein Ehepaar in Delmenhorst sein Haus und Grundstück weihnachtlich geschmückt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Mit rund 60.000 Lichtern hat ein Ehepaar in Delmenhorst sein Haus und Grundstück weihnachtlich geschmückt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa © Mohssen Assanimoghaddam

Während Deutschland unter den hohen Energiepreisen ächzt, soll in Delmenhorst das Weihnachtshaus von Sven Borchart wieder in voller Pracht erstrahlen.

Delmenhorst – Die Energiekrise scheint hier ganz fern: Am Delmenhorster Weihnachtshaus sollen pünktlich zum ersten Advent wieder die Lichter angeschaltet werden. So war es 20 Jahre lang und so soll es auch dieses Jahr wieder werden. Trotz immens angestiegener Kosten für Strom und Gas im Zuge des Ukraine-Krieges.

„Wir haben schon in den vergangenen Jahren nach und nach auf LED umgerüstet“, sagt Haus-Besitzer Sven Borchart zum Bremer Regionalmagazin Buten un Binnen. Sorgen um die derzeitigen Stromkosten mache er sich deshalb nicht. Seine Familie will am letzten Oktoberwochenende mit dem Aufbau beginnen.

Trotz Energiekrise: Weihnachtshaus in Delmenhorst soll in voller Pracht erstrahlen

Dabei sollen die Einnahmen wie die Jahre zuvor wieder an ein soziales Projekt gespendet werden. Jedes Jahr lockt das Delmenhorster Weihnachtshaus zahlreiche Besucher an, was dann und wann auch zu Verkehrschaos führt. Auch in Calle gibt es ein besonderes Weihnachtshaus zu sehen.

Deutsche Umwelthilfe fordert auf, auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten

Die Bremer City-Initiative hatte zuvor angekündigt, die Weihnachtsbeleuchtung in der Bremer Innenstadt nur in abgespeckter Version leuchten zu lassen. Und auch die Deutsche Umwelthilfe hatte dazu aufgerufen, dieses Jahr auf Weihnachtsbeleuchtung in Städten und Privathaushalten zu verzichten.

Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): „In diesem Winter sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sowohl auf die Weihnachtsbeleuchtung in Städten, wie auch die der Häuser und Wohnungen verzichtet wird.“

Energiekrise: „Auf jeweils einen beleuchteten Baum pro Gemeinde reduzieren“

„Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der Energieknappheit aber auch aus Gründen des Klimaschutzes sollten wir einmal innehalten“, erklärte er. Resch wies auf den Stromverbrauch hin. „Allein die privaten Beleuchtungsorgien verursachen pro Jahr einen Stromverbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden Strom – so viel wie eine mittlere Großstadt mit 400.000 Einwohnern im Jahr verbraucht.“ Hinzu kämen die möglichen Einsparungen durch den Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung in den Städten und Gemeinden.

Resch schlug einen beleuchteten Baum pro Stadt und Gemeinde vor. „Vielleicht lässt sich dies ja auf jeweils einen beleuchteten Baum pro Gemeinde reduzieren. Hier bewusst zu verzichten, zu sparen und solidarisch zu sein, das könnte diese Weihnachtszeit sogar zu einer ganz besonderen machen.“

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