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Teure Tränen: Frau bekommt dicke Arztrechnung, weil sie weinte

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Von: Anika Zuschke

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Unglaublich, aber wahr: Weil eine Frau während einer Behandlung beim Arzt ihre Tränen nicht zurückhalten konnte, musste sie draufzahlen – und geht damit viral.

USA – Bei diesem Arzt in den USA heißt es: Zähne zusammenbeißen, sonst wird es teuer. Das musste eine junge Dame nach ihrer Behandlung beim Hautarzt am eigenen Leib erfahren. Gekommen ist sie für die Entfernung eines Leberfleckes, gegangen ist sie mit einer Rechnung, auf der ihr das Vergießen einiger Tränen extra berechnet wurde. Es klingt absurd, ist in den Vereinigten Staaten aber offenbar gar keine seltene Einnahmequelle.

Land in Nordamerika:USA
Präsident:Joe Biden
Hauptstadt:Washington, D.C.
Bevölkerung:329,5 Millionen (Stand: 2020)

Die Entfernung eines Leberfleckes kann aus gesundheitlichen Gründen essenziell sein. So weisen bestimmte Leberflecken auf eine erhöhte Gefahr von Hautkrebs hin – sie können operativ, mittels Radiofrequenz-Cutter oder mithilfe von Laser entfernt werden. So oder so kann die Entfernung aber auch schmerzhaft verlaufen. Diese Erfahrung hat eine junge Dame in den USA gemacht, was ihr teuer zu stehen kam.

Eine „kurze Gefühlsregung“ beim Arzt kann in den USA teuer werden: Emotionen werden extra berechnet

Nach der unangenehmen Behandlung, während der sie offenbar kurz weinen musste, hielt die betroffene Frau die Arzt-Rechnung in der Hand und staunte nicht schlecht: Unter dem eigentlichen Eingriff wurde „Brief Emotion“, übersetzt „kurze Gefühlsregung“ aufgelistet – und mit 11 Dollar berechnet.

Auf Twitter postete die Dame ihre Rechnung mit den Worten „Leberfleckenentfernung: 223 Dollar; Weinen: Kostet extra“ und ging damit viral. Fast 200.000 Menschen haben den Tweet mit einem Like belohnt, über 15.000 diesen geteilt. Zahlreiche Kommentare machen sich in der Kommentarspalte des Tweets über das amerikanische Gesundheitssystem lustig und berichten teilweise von ihren eigenen überraschenden Arzt-Rechnungen.

Berechnungscode „CPT Code 96127“ sorgt für Extra-Kosten beim Arzt, wenn der Patient Gefühle zeigt

In Fachkreisen ist der Berechnungscode fürs Weinen „Brigitte.de“ zufolge unter „CPT Code 96127“ bekannt. Und mit den 11 Dollar hatte die betroffene Frau tatsächlich noch Glück: Der Code für Tränen und Gefühlsregungen kann nah am Wasser gebaute Patienten bis zu 25 Dollar kosten – pro Behandlung sogar dreimal!

Ein Arzt untersucht eine Frau, die ihre Tränen mit einem Taschentuch trocknet in der Praxis vor Dollarscheinen
Elf Dollar für Tränen: Ein amerikanischer Arzt stellt einer Frau bei der Behandlung eine „kurze Gefühlsregung“ in Rechnung. (24hamburg.de-Montage) © Begsteiger/B. Leitner/imago

Laut „Brigitte“ ist das für manche Ärzte in den USA eine gezielte Einnahmequelle. Auf dem Beratungsportal „Mentegram“ werde explizit dafür geworben, dass Mediziner die Rechnung für „Verhaltensauffälligkeiten“ öfter einsetzen sollten. „Klinikmitarbeiter:innen können so nicht nur ihre Untersuchungen effizienter managen, sondern so auch zusätzliches Einkommen generieren“, heißt es Brigitte zufolge auf dem Portal.

Betroffene Patientin nimmt den Vorfall mit Humor und postet die Rechnung belustigt auf Twitter

Die junge Dame schien sich nicht besonders über den Vorfall aufzuregen, vielmehr nahm sie diesen mit Humor. „Wäre ein Lolli zu viel verlangt gewesen?“, schreibt sie witzelnd unter ihren Tweet. Auch andere Kommentierende steigen in die humorvolle Behandlung des Themas mit ein: „Das beschreibt das amerikanische Gesundheitssystem ziemlich akkurat“, schreibt ein Twitter-Nutzer trocken. Ein anderer User stellt fest: „Heiliger Strohsack!!! Ich würde bankrott gehen!“

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Weitere Nutzer berichten unter dem Tweet von ihren eigenen Erfahrungen. Einer Person wurde beispielsweise berechnet, dass sie Assistenz während eines Krampfanfalls erhalten hat, bei einer anderen musste während der Weisheitszahnbehandlung das Betäubungsmittel aufgefrischt werden – was sich natürlich auch auf der Rechnung wiedergefunden hat.

Auch auf TikTok gehen immer mehr Vorfälle viral

Ebenfalls viral ging erst kürzlich eine junge, attraktive Kassiererin auf TikTok, wegen der einige Frauen ihren Männern nun Aldi-Verbot erteilten und eine Mutter, die von ihrem 7-jährigen Sohn Miete verlangen will, damit er Verantwortung lernt. Für weitere Lacher im Internet sorgte auch ein Mann, der einen Reiskocher heiratete und dessen Scheidung nur vier Tage später eingereicht wurde. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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