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Strafe: Ohne Maske kostet bis zu 1000 Euro – Städte verstärken Maßnahmen

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Von: Christian Einfeldt

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Alleine bei einer Kontrolle im Bahnhof Hannover meldete die Polizei 137 Verstöße gegen die Maskenpflicht. Städte gehen wieder verstärkt gegen Maskenmuffel vor.

Hannover/Hamburg/Bremen – Die Corona-Lockerungen der vergangenen Wochen lassen einige Bürger nachlässig werden. Die niedersächsische Bundespolizei meldete in der Nacht zum Sonntag, dem 11. Juli, insgesamt 137 Verstöße gegen die Maskenpflicht. Die Hannoveraner Polizei kündigt nun weitere Kontrollen an, um gegen weitere Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln vorzugehen. Doch nicht nur in der niedersächsischen Landeshauptstadt gelten strikte Maßnahmen gegen Corona-Verstöße. In Hamburg* wartet auf Maskenmuffel jetzt gar eine Strafe von bis zu 1000 Euro.

Corona-Infektionen in DeutschlandQuelle: Our World in Date, Stand: 12. Juli
Fälle insgesamt:3,74 Mio.
Genesen:3,63 Mio.
Todesfälle:91.241

Maskenpflicht in Hamburg: Geldstrafen bis zu 1000 Euro für Erwischte ohne Maske

In den vergangenen Wochen machten immer mehr Lockerungen die Runde. Der Hamburger Senat hob vielerorts die Maskenpflicht im Freien auf – und gar eine komplette Aufhebung der Maskenpflicht schien mittlerweile in greifbarer Nähe zu sein. Doch an bestimmten Plätzen gilt immer noch die Maskenpflicht. So etwa in Bus- und Bahnen.

Wurden in Hamburg bei einer Großkontrolle des HVV-Betriebs im November noch 650 Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet, hält sich der Großteil der Fahrgäste mittlerweile an dessen Einhaltung. Ein Grund könnte das hohe Strafmaß sein. Bereits im Januar drohten für Falschträger in Hamburg Mega-Strafen. Nun hat der Hamburger Senat die Bußgelder nochmals erhöht. Während Maskenmuffel Anfang des Jahres noch Strafen in Höhe von 150 Euro hinnehmen mussten, sind es jetzt gar 500-1000 Euro, die bei einer Nichteinhaltung der Corona-Regel auf dem Spiel stehen.

Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn kontrollieren die Einhaltung der Maskenpflicht.
In Hamburg, Hannover und Bremen drohen hohe Strafen bei einer Nichteinhaltung der Maskenpflicht. © Bodo Marks/dpa

Corona-Verstöße in Bremen: 45 Ordnungswidrigkeiten bei Party

In Bremen und Niedersachsen fallen die Strafe derweil deutlich geringer aus. Während Bremer bei einem Maskenpflicht-Verstoß 50 Euro riskieren, sind es in Niedersachsen 100 bis 150 Euro, die ohne Maske zu befürchten sind.

Doch, ähnlich wie in Hamburg, wo der Stadtpark zum neuen Party-Ziel erklärt wurde, versetzt das Bremen Party-Volk, die Polizei vor allem an den Wochenenden in Alarmbereitschaft. Partys auf den Osterdeichwiesen, an der Schlachte oder rund um die Sielwallkreuzung hielten die Polizei in den vergangenen Wochen besonders im Einsatz. Bis zu 45 Ordnungswidrigkeiten sollte die Polizei etwa am 12. Juni notieren. Die Konsequenz: Bußgelder bis zu 2000 Euro wurden fällig.

So wie die Hansestadt Hamburg durfte sich auch Bremen über eine umfassende Lockerung der Maskenpflicht im Freien freuen. Demnach ist man in Bremen in den Fußgängerzonen oder am Bahnhofsvorplatz von der Maske befreit. Das Party-Volk an der Schlachte hatte sich in ihren Party-Nächten demnach zumindest nicht aufgrund eines Verstoßes gegen die Maskenpflicht zu verantworten. Auch wenn etwa am Bremens Bahnhof in Oslebshausen keine Maske mehr getragen werden muss, greift die Maskenpflicht dennoch weiterhin beim Bremer Bus- und Bahnverkehr*. Auch in den Bussen und Bahnen des Hamburger HVV, der gerade auf den Sommerfahrplan umgestellt hat, gilt nach wie vor die Maskenpflicht.

Bahnhof Hannover: Polizei meldet 137 Verstöße gegen Maskenpflicht

In Niedersachsen, wo die Inzidenz aktuell erneut steigt*, verhält es sich nicht anders. Während es zuletzt in den anderen beiden norddeutschen Großstädten wenig Verstöße gegen die Maskenpflicht gab, meldete die Bundespolizei in der Nacht zum Sonntag jedoch insgesamt 137 Verstöße rund um den Hannoveraner Hauptbahnhof. Besonders ein Mann sollte bei der polizeilichen Kontrolle auffallen.

Ein 72-jähriger Senior aus Diepholz legte den Beamten ein Internet-Attest vor, das bestätigen sollte, dass er aus gesundheitlichen Gründen von der Maskenpflicht befreit sei. Nur wenige Momente später stellte sich heraus, dass das Dokument gefälscht war. Wie Bundespolizeisprecher Martin Ackert verkündete, droht ihm jetzt eine Strafanzeige wegen des „Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse“.

Die Polizei appelliert jetzt weiterhin, die Einhaltung der Maskenpflicht zu befolgen: „In öffentlichen Verkehrsmittel und Bahnhöfen sowie Haltestellen besteht weiterhin, unabhängig vom Inzidenzwert oder einer Impfung, die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske“, mahnt Sprecher Ackert. In den kommenden Wochen wird die Polizei überprüfen, wer sich tatsächlich an die Forderung hält. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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