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Nach Aktenzeichen XY: Hinweise zu seit 25 Jahren vermissten Mann aus Niedersachsen

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Von: Yannick Hanke

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Links ist das Logo der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ zu sehen. Rechts ein Schwarzweiß-Foto des seit 25 Jahren vermissten Wolfgang Knoll.
In der „Aktenzeichen XY“-Sendung vom Mittwoch, 3. August 2022, geht es auch um den vor 25 Jahren verschwundenen Wolfgang Knoll aus Holzminden in Niedersachsen. © Matthias Balk/Polizei/dpa/Montage

Wolfgang Knoll aus Holzminden in Niedersachsen wird seit 1997 vermisst. Nach der ZDF-Fernsehreihe „Aktenzeichen XY“ kommt neue Bewegung in den Fall.

Update von Donnerstag, 4. August 2022:  Im Fall des seit April 1997 vermissten Wolfgang Knoll aus Holzminden hat die Polizei neue Hinweise erhalten. Am Mittwoch befasste sich die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ mit dem Thema. Es gebe allerdings noch keine neuen Erkenntnisse, sagte eine Sprecherin der Polizei am Donnerstag. „Wir haben Hinweise im unteren zweistelligen Bereich erhalten, die nun ausgewertet werden“ sagte eine Sprecherin.

Die Sonderkommission «Cold Case» der Polizei Göttingen hat über 25 Jahre nach dem Verschwinden des damals 45 Jahre alten Wolfgang Knoll wieder die Ermittlungen in dem bislang ungelösten Fall aufgenommen. Der Mann wurde am 14. April 1997 als vermisst gemeldet. Er war zu dem Zeitpunkt akut krank und hätte bereits Ende Februar desselben Jahres eine Behandlung in der Uniklinik Göttingen antreten sollen. Dazu kam es nie, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten schließen ein Tötungsdelikt nicht aus.

Vor seinem Verschwinden hatte der Mann eine langjährige Haftstrafe wegen eines Tötungsdeliktes abgesessen. Es besteht aber laut Polizeiangaben kein Zusammenhang zwischen seinem Verschwinden und der damaligen Tat.

Aktenzeichen XY: Mann aus Niedersachsen wird seit 25 Jahren vermisst

Erstmeldung vom 3. August 2022:

Holzminden – Kommt Bewegung in seinen Fall? Die Rede ist von Wolfgang Knoll aus Holzminden in Niedersachsen, der seit 1997 vermisst wird. Am Mittwoch, 3. August 2022, wird sein Verschwinden in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ ab 20:15 Uhr thematisiert. Im Vorfeld teilte die Polizei bereits mit, dass sie sich dadurch Hinweise in dem bisher ungelösten Fall erhofft. Denn über 25 Jahre nach dem Verschwinden des damals 45 Jahre alten Wolfgang Knoll hat die Sonderkommission „Cold Case“ der Polizei Göttingen die Ermittlungen wieder aufgenommen.

Aktenzeichen XY: ZDF-Sendung greift Fall von vermissten Mann aus Holzminden auf

Am 14. April 1997 wurde Wolfgang Knoll als vermisst gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt war er akut krank und hätte bereits Ende Februar desselben Jahres eine Behandlung in der Uniklinik Göttingen antreten sollen. Doch kam es dazu nie, wie die Polizei mitteilte. Zuletzt gesehen wurde Wolfgang Knoll von einem Bekannten am 23. Februar 1997. Ein Tötungsdelikt wird vonseiten der Beamten nicht ausgeschlossen.

Wenn der Fall von Wolfgang Knoll bei „Aktenzeichen XY“ thematisiert wird, geht es vor allem darum, mögliche Hinweise zu erhalten, die auf seinen Verbleib hindeuten. Nach seinem Verschwinden ermittelte die Polizei an Knolls Wohnort im Holzmindener Ortsteil Neuhaus sowie im Umfeld des Vermissten. Der Mann hätte auch nur wenige soziale Kontakte gehabt.

Aktenzeichen XY: Mann aus Niedersachsen wird seit 25 Jahren vermisst – Ermittlungen seit 2004 eingestellt

Mitte 2004 wurden die Ermittlungen dann ohne Hinweise auf die Umstände des Verschwindens oder den Aufenthaltsort des Mannes eingestellt. Und auch die Sonderkommission „Cold Case“ und die zuständige Staatsanwaltschaft Hildesheim fanden keine weiteren Anhaltspunkte und hoffen nun auf Hilfe aus der Bevölkerung – via „Aktenzeichen XY“.

Vor seinem Verschwinden hatte der Mann eine langjährige Haftstrafe wegen eines Tötungsdeliktes abgesessen, wie die Polizei mitteilte. Es gebe allerdings keine Anhaltspunkte dafür, dass ein Zusammenhang zwischen der damaligen Tat und dem Verschwinden von Wolfgang Knoll bestehe.

Aktenzeichen XY mit Mordfällen aus dem Norden: Zerstückelte Frau in Bremerhaven, Leiche vor Helgoland

Generell werden immer wieder die Fälle von vermissten oder mutmaßlich getöteten Menschen aus dem Norden bei „Aktenzeichen XY“ aufgegriffen. Da wäre zum einen der Fall der zerstückelt im Kofferraum aufgefundenen Ekaterina aus Bremerhaven, der bereits bei „Aktenzeichen XY“ aufgegriffen wurde.

Ebenfalls Thema bei „Aktenzeichen XY“ war der Fund eines Leichnams im Wasser vor der Nordsee-Insel Helgoland im Juli 1994. Der Tote wies Verletzungen an Kopf und Oberkörper auf. Zudem hatte jemand den Körper mit Gewichten beschwert. Als sogenannter Cold Case schlummerte der Fall in den Aktenschränken der Ermittler, bis ihn die Behörden im Februar 2022 neu aufrollten.

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