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Segelohren vom Maske tragen? Das machen die Gummibänder mit unseren Ohren

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Von: Christian Einfeldt

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Seit über einem Jahr müssen unsere Ohren dem Druck der Maske standhalten. Dazu hält sich ein Gerücht hartnäckig: Das Tragen der Maske mache Segelohren. Stimmt das?

Hagen/Hamburg*– Die Maske ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Egal, wo man sich befindet: in Zeiten der Corona-Pandemie vergeht kein Tag, an dem man sie nicht trägt. In der Vergangenheit drohten in Hamburg Maskenverweigerer sogar hohe Bußgelder*. Bei dem einen oder anderen kann die Maske schon auch mal zu roten Ohren führen, doch tragen wir davon jetzt sogar größere Schäden? Ein HNO-Arzt aus Hagen geht nun dem Thema auf den Grund. Eines vorweg: Dauerhafte Segelohren haben wir nicht zu befürchten.

CoronavirusStand: 19. Mai
Land:Deutschland
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Angst vor Segelohren: Knorpel springt automatisch zurück

Tagtäglich werden die Ohren durch das ständige Auf- und Absetzen der Maske beansprucht. Auch wer geimpft ist, darf in Niedersachsen nicht ohne Maske das Haus verlassen*. Gut, dass die menschlichen Ohrmuscheln solch einem Druck gewachsen sind. Immer wieder hört HNO-Arzt Andre Generalow die Frage, die aktuell viele Menschen umtreibt: „Bekommen wir vom Maskentragen etwa Segelohren“? Der Arzt sorgt jetzt für Erleichterung und kann der Angst sprichwörtlich den Wind aus den Segeln nehmen.

Schließlich besitzt das menschliche Ohr den sogenannten elastischen Knorpel, dem es gelingt, immer wieder in seine Ursprungsform zurückzuspringen. Auch der Selbsttest belegt es: Zieht man das Ohr nach vorne, dauert es nicht lange, bis das Ohr automatisch wieder zurückgeht.

Eine Frau setzt ihre Corona-Maske auf.
Durch die Maskenpflicht werden die Ohren aktuell enorm strapaziert. Bekommen wir jetzt alle Segelohren? © IMAGO / Michael Weber

Nur eine hohe Zugkraft der Maskenbänder könnte das Ohr schädigen

Ärzte, sind aufgrund der Corona-Impfungen wütend auf Olaf Scholz* – wegen der Maskenpflicht aber sicher nicht. Deren Unbedenklichkeit bestätigten sie nämlich schon vor der Pandemie: Eine medizinische Maske gehörte schon immer zu ihrem Alltag und Segelohren gab es durch das Maskentragen bislang nicht zu befürchten. Es bräuchte eine drastisch hohe Zugkraft der Maskenbänder, um überhaupt den Knorpel zu schädigen.

Bei den Corona-Masken sei man davon aber weit entfernt. Durch die Position, an der sich die Maske am Ohr befindet, seien ohnehin keine negativen Folgen zu erwarten. Der Knorpel ist dort kräftig ausgebaut. Ausreden, wegen Segelohr-Gefahr keine Maske tragen zu können, sind also zwecklos. Wer keine Maske trägt, muss genauso wie Falschträger in Hamburg mit Mega-Strafen* rechnen. Wie auch Politiker große Probleme mit Masken haben, zeigte kürzlich der Masken-Eklat, der jetzt sogar Jens Spahns Karriere als Gesundheitsminister aufs Spiel setzen könnte*.

Corona-Maskenpflicht: Auch Hautreizungen werden immer seltener

Während es nahezu ausgeschlossen ist, dass wir mit Segelohren aus der Pandemie gehen, könnten sich Hautreizungen schon häufiger bemerkbar machen. Vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie* wurde die Haut durch die Maske enorm strapaziert. Der Grund: Die in Asien hergestellten Masken wurden für Europäer zunächst zu eng produziert.

Doch die Produktion verbesserte sich, sodass auch Reizungen weniger auftreten. Besorgte Menschen können also aufatmen: Angst vor Segelohren oder anderen Schädigungen brauchen wir also auch weiterhin nicht haben. *24hamburg.de, kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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