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Schrankenwärter verprügelt NDR-Mitarbeiter bei Dreharbeiten – Bahn zieht Konsequenzen

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Von: Fabian Raddatz

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DB Netz-Vorstand Jens Bergmann reagierte bestürzt auf den Vorfall: „Dieser Vorfall schockiert uns und macht uns sehr betroffen.“ © onw-images

Bei Dreharbeiten an einem Bahnübergang in Rastede (Landkreis Ammerland) hat ein Schrankenwärter einen NDR-Mitarbeiter angegriffen und verletzt.

Update von Freitag, 9. September 2022: Wie der NDR nun berichtet, hat sich die Deutsche Bahn von dem Subunternehmen getrennt. Zukünftig soll eine andere verantwortlich sein, die Bahnübergänge zu sichern. Ein Wechsel soll Anfang kommender Woche stattfinden, da die Mitarbeiter erst noch eingearbeitet werden müssen, heißt es.

Schrankenwärter verprügelt NDR-Mitarbeiter bei Dreharbeiten

Erstmeldung von Donnerstag, 8. September 2022: Rastede – Eigentlich sollte es ein Interview mit einem Mitarbeiter des Fahrgastverbands Pro Bahn werden, stattdessen kam es zu einer gewalttätigen Attacke, an deren Ende zwei Personen im Krankenhaus gelandet sind. ES sollten Dreharbeiten an einem Bahnübergang stattfinden, doch damit war ein 36-jähriger Schrankenwärter offenbar nicht einverstanden.

Er störte das Interview, es kam zum Streit. Plötzlich soll der Mann dann einem 48-jährigen Mitarbeiter des NDR mehrfach mit der Faust ins Gesicht und gegen den Hinterkopf geschlagen haben, berichtet die Polizei. Auch der Interviewpartner, der 40-jährige Mitarbeiter des Fahrgastverbands, sei von dem Bahnmitarbeiter attackiert worden, als er schlichten wollte. Er bekam zwei Schläge ab.

Schrankenwärter geht bei Dreharbeiten auf NDR-Mitarbeiter los: „Dieser Vorfall schockiert uns“

Zudem habe der Angreifer im Anschluss eine auf einem Stativ befestigte Fernsehkamera umgestoßen, die dabei schwer beschädigt wurde. Die beiden Opfer des Angriffs mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Der DB Netz-Vorstand Jens Bergmann reagierte bestürzt auf den Vorfall: „Dieser Vorfall schockiert uns und macht uns sehr betroffen. Das gewalttätige Handeln des Mitarbeiters unseres Subunternehmens können wir nicht dulden, es ist absolut inakzeptabel“, so Bergmann laut NDR. Man würde nun rechtliche Konsequenzen prüfen.

Auch die Direktorin des NDR Landesfunkhauses Niedersachsen, Andrea Lütke, sei erschrocken und entsetzt, „dass NDR Mitarbeiter bei vermeintlich ungefährlichen Dreharbeiten solcher Aggression und Gewalt ausgesetzt sind“. Dies sei nicht akzeptabel. Der NDR behalte sich deshalb rechtliche Schritte vor, heißt es.

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