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Schiffsunglück auf Nordsee: Containerschiff wieder freigeschleppt

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Von: Johannes Nuß

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Das gestrandete 400 Meter lange Containerschiff „Mumbai Maersk“ vor der Nordseeinsel Wangerooge ist freigeschleppt. Ein Versuch in der Nacht war erfolgreich.

Update vom 4. Februar 2022, 6:35 Uhr: Wangerooge/Cuxhaven – Mit starken Schleppern haben Bergungsteams auf der Nordsee im zweiten Versuch den auf Grund gelaufenen Containerfrachter „Mumbai Maersk“ freischleppen können. Das teilte das Havariekommando in Cuxhaven direkt nach der Bergungsaktion in der Nacht zum Freitag mit. Das 400 Meter lange Schiff saß seit Mittwochabend im flachen Wasser gut sechs Kilometer nördlich der ostfriesischen Insel Wangerooge fest.

Schiffsunglück auf Nordsee: Freitagnachmittag kann Containerschiff mit Hochwasser in Hafen einfahren

Das aus Rotterdam kommende Schiff kann damit seinen Weg nach Bremerhaven fortsetzen. Allerdings kann es erst mit dem nächsten Hochwasser am Freitagnachmittag in den Hafen einfahren. Das dürfte gegen 16:00 Uhr der Fall sein, erklärte ein Sprecher des Havariekommandos. So lange liege das Schiff in der Nordsee auf Reede.

Die „Mumbai Maersk“ liegt umringt von Schleppern in der Nordsee.
In der Nacht zu Freitag konnte das Containerschiff „Mumbai Maersk“ vor der Nordseeinsel Wangerooge freigeschleppt werden. © Sina Schuldt/dpa

Warum die „Mumbai Maersk“ auf Grund lief, war noch unbekannt. Anfang 2019 hatte ein anderer Containerriese, die „MSC Zoe“, im Sturm vor den niederländischen und ostfriesischen Inseln 342 Container verloren. (dpa)

Schiffsunglück auf Nordsee: Containerschiff soll abgeschleppt werden

Update vom 3. Februar 2022, 13:30 Uhr: Wangerooge – Der nächste Schleppversuch an dem festgefahrenen Containerfrachter „Mumbai Maersk“ in der Nordsee vor Wangerooge soll nach Angaben des Havariekommandos erst in der Nacht zu Freitag, 4. Februar 2022 unternommen werden. Es würden weitere leistungsstarke Schlepper benötigt, die noch auf der Anfahrt seien, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Außerdem soll nach Prognosen das Hochwasser am Freitag gegen 2:00 Uhr morgens höher ausfallen als das Mittagshochwasser am Donnerstag. Der 400 Meter lange Frachter war am Mittwochabend nördlich der ostfriesischen Insel Wangerooge auf Grund gelaufen. Die Unfallursache ist noch unklar.

Schiffsunglück auf Nordsee: Containerschiff läuft vor Wangerooge auf Grund

Erstmeldung vom 3. Februar 2022, 7:04 Uhr: Wangerooge – Ein rund 400 Meter langes Containerschiff ist in der Nacht zum Donnerstag etwa sechs Kilometer nördlich vor der Insel Wangerooge auf Grund gelaufen. Nach Angaben des Havariekommandos handelt es sich um das Schiff „Mumbai Maersk“, das unter dänischer Flagge fährt und von Rotterdam nach Bremerhaven unterwegs war.

Noch in der Nacht seien mehrere Schlepper sowie Mehrzweckschiffe zu dem Havaristen entsandt worden. Zudem sei ein Team von speziell ausgebildeten Seeleuten an Bord gebracht worden.

Ein erster Versuch, das Containerschiff wieder in tieferes Fahrwasser zu bringen, sei jedoch fehlgeschlagen, teilte ein Sprecher des Havariekommandos mit. Die Havarie habe sich im Einfahrtsweg in die Weser ereignet. „Glücklicherweise gibt es keine verletzten Personen, alle sind wohlauf“, sagte er.

Schiffsunglück vor Wangerooge: Zur Bergung muss Hochwasser abgewartet werden

Die Bergung des Schiffes sei von der Tide abhängig. „Wir würden jetzt schon gerne losschlagen, aber wir müssen auf den höchsten Wasserstand warten“, sagte der Sprecher. Ein Bergungsversuch noch am Morgen würde daher keinen Sinn machen. Zunächst müsse Hochwasser abgewartet werden, bevor wieder eine Bergung versucht werden könne. Das nächste Hochwasser werde es gegen 13 Uhr geben, das sei der frühestmögliche Anlauf für den nächsten Bergungsversuch.

Erst am Wochenende war ein unbeladener Frachter im starken Sturm vor der ostfriesischen Küste in Schwierigkeiten geraten. Er konnte aber zum Schluss aus eigener Kraft seine Reise nach Dänemark fortsetzen.

Weitere Blaulicht-Meldungen: SEK-Einsatz in Bremen-Farge – Mann in Aurich schwebt nach Explosion von Feuerwerkskörper in Lebensgefahr

In Bremen musste die Polizei zum einen ein Plakat an der Universität abnehmen, das die Aufschrift „Zwei weniger – ACAB“ trug. Damit bezogen sich die noch unbekannten Täter auf die Polizistenmorde im rheinland-pfälzischen Kusel. Zum anderen kam es im Stadtteil Farge zu einem SEK-Einsatz. Ein Familienstreit musste aufgelöset werden, eine Person wurde dabei festgenommen.

In Niedersachsen wiederum schwebt ein Mann nach der Explosion von einem Feuerwerkskörper in Lebensgefahr. Der Unfall hatte sich in einer Garage in Aurich ereignet, ein weiterer Mann wurde durch die Explosion zu Boden geschleudert. Indes ist in Emden ein Seemann im Hafenbecken der ostfriesischen Stadt ertrunken. Feuerwehrtaucher konnten nur noch seinen Leichnam bergen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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