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Riskante Abkürzung am Bahnhof endet beinahe tödlich

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Von: Sebastian Richter

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Am Bahnhof Sagehorn in Oyten ist es beinahe zu einem tragischen Unfall gekommen.
Am Bahnhof Sagehorn in Oyten ist es beinahe zu einem tragischen Unfall gekommen. © IMAGO/Christoph Hardt

Am Bahnhof Sagehorn in Oyten rennt ein 32-Jähriger über die Gleise, um einen Zug zu erreichen. Es nähert sich ein ICE – und erfasst den Mann beinahe.

Sagehorn – Eine gefährliche Abkürzung über die Gleise hat einen Mann fast das Leben gekostet. Der 32-Jährige rannte am Montagabend (27. Juni) am Bahnhof Sagehorn in Oyten (Landkreis Verden) über den Bahnübergang, um eine Regionalbahn zu erreichen. Zur gleichen Zeit rauschte ein ICE heran – mit über 160 Kilometern pro Stunde. Nur knapp konnte sich der Mann auf den Bahnsteig retten, wie die Polizei Bremen berichtet.

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Zugführer muss am Bahnhof Sagehorn in Oyten Notbremse ziehen

Als der Zugführer den Mann auf den Gleisen bemerkte, leitete er eine Notbremsung ein. Dennoch: Erst hunderte Meter hinter dem Bahnhof kam der Zug zum Stehen. Die Polizei sperrte die zweigleisige Strecke kurzzeitig, bis der Zugführer „sichtlich aufgeregt“ seine Fahrt nach Hamburg fortsetzen konnte. Der 32-jährige Bahnübertreter aus Bremen blieb unverletzt, auf ihn kommt nun eine Anzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr zu.

Der Zug hatte nach Angaben der Polizei eine Geschwindigkeit von 40 Metern pro Sekunde. Ist ein Zug so schnell, bleiben Unbefugten auf den Gleisen weniger als drei Sekunden zwischen Bemerken des Zuges und Verlassen der Gleise. Die Polizei weist erneut darauf hin: Das unbefugte Überqueren der Gleise ist lebensgefährlich und stellt mindestens eine Ordnungswidrigkeit dar.

Gefährliche Bahnüberquerung: Öfter Tote durch Abkürzung

Derartige Szenarien sind oft mit tragischen Unglücken verbunden. Auch in der Nähe von Hamburg versuchen immer wieder Menschen, über die Gleise abzukürzen, um so einen Zug zu erreichen. Im letzten Herbst erfasste in Neu Wulmstorf ein Regionalzug zwei Personen, die zur S-Bahn sprinteten. Sie starben noch am Unfallort. Den illegalen Weg über die Gleise nehmen an dieser Stelle offenbar öfter Menschen: Das Gras an der Seite der Gleise ist deutlich ausgetreten. Die Bahn wollte nach dem tödlichen Unfall allerdings keine Maßnahmen ergreifen und beispielsweise einen Zaun aufstellen.

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