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Rache-Crash nach Kündigung – Mann fährt Auto des Chefs zu Schrott

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Von: Ulrike Hagen

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Mann sieht nach Kündigung rot und fährt seinen Firmenwagen und das Auto des Chefs zu Schrott. Bei dem Rache-Crash richtet er 80.000 Euro Sachschaden an.

Rastatt – Der Mann war sauer, stinksauer. Nachdem er seine Kündigung auf dem Tisch hat, steigt ein Arbeitnehmer in der Baden-Württembergischen Kreisstadt Rastatt kurzerhand in seinen Firmenwagen auf dem Parkplatz seines Betriebes, um mit quietschenden Reifen frontal in den auf der gegenüberliegenden Seite geparkten BMW* des ehemaligen Chefs zu rasen. Der Schaden, den er dabei anrichtet, ist ähnlich immens, wie der, einer Bankerin, die über 20.000 Kundendaten löschte, weil sie eine Kündigung bekam*.

Stadt in Baden-Württemberg:Rastatt
Größe:59,02 km²
Einwohner:50.165
Oberbürgermeister:Hans Jürgen Pütsch (CDU)
Bevölkerungsdichte:851 Einwohner je km2

Wutanfall nach Kündigung – Mann fährt Auto seines Chefs zu Schrott

Laut Polizeibericht wurde dem 40-Jährigen am Abend schmucklos mitgeteilt, dass er gefeuert sei – und anschließend aufgefordert, unverzüglich seinen Firmenwagen abzugeben. Doch statt artig den Schlüssel des Fahrzeugs zurückzugeben und mit der schlechten Nachricht im Gepäck den Rückzug anzutreten, stieg er in genau diesen Wagen ein, startete und steuerte ihn „mit quietschenden Reifen“, so der Polizeibericht, zielsicher direkt in die Edelkarosse des verhassten Ex-Chefs, der in der Straße Berliner Ring geparkt stand.

Ein wütender Mann im Anzug und ein Zettel mit der Aufschrift „Sie sind gefeuert“
Nach seiner Kündigung fährt ein wütender Mann in Rastatt sein Firmenauto in das geparkte Auto seines Chefs. (kreiszeitung.de-Montage) © imago

Bilanz des Rache-Crashs: zwei schrottreife Autos, 80.000 Euro Sachschaden

Nach dem von ihm angerichteten – vermutlich tief befriedigenden – Totalschaden der beiden Automobile stieg der frisch Gekündigte aus seinem Firmenwagen und versuchte zu flüchten, wurde aber vom Firmeninhaber und einem Zeuge daran gehindert. Dabei kam es dann auch noch zur Rangelei und Handgreiflichkeiten, so die Polizei. Abgesehen von seinem Job hat der 40-Jährige nun auch noch seine Freiheit verloren – er wurde nämlich vorläufig festgenommen. Die beeindruckende Bilanz des Rache-Crashs: Zwei schrottreife Autos* und eine Klage wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung. Den Schaden schätzt die Polizei auf stolze 80.000 Euro.

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Blinde Zerstörungswut nach Kündigung – mit drastischen Konsequenzen

Männer, die die blinde Zerstörungswut packt, sind inzwischen legendär: Ein aufgebrachter Bauleiter zerlegte aufgrund von Zahlungsunstimmigkeiten einen kompletten Neubau, woraufhin solidarische Handwerker Geld für den 500.000 Euro-Schaden des Baggerfahrers aus Blumberg sammelten. Und auch eine miserable Bezahlung hat schon manchen Arbeitgeber, wie das gesamte Laden-Team, das wegen Hungerlohn geschlossen kündigte, zu Verzweiflungstaten getrieben. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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