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Proteste an Molkerei in Oldenburg: Tierschutz-Aktivisten setzen Aktionen fort

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Von: Sebastian Peters, Felix Busjaeger

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In Oldenburg fand Freitag vor einer Molkerei eine Blockade statt. Die Gruppe Animal Rebellion will auf die Tierhaltung aufmerksam machen. Die Proteste gehen weiter.

Update vom 24. September 2022 um 10:58 Uhr: Oldenburg – Nach einer Blockade einer Molkerei in Oldenburg in Niedersachsen durch die Tierschutzaktivisten der Gruppierung „Animal Rebellion“, gehen die Proteste über das Wochenende im Nordwesten weiter. Das berichtet der Norddeutsche Rundfunk in seinem Online-Auftritt am Samstagvormittag.

Proteste an Molkerei in Oldenburg: Tierschutz-Aktivisten setzen Proteste fort

So wollen die Tierschutzaktivisten am heutigen Samstag in Vechta protestieren, bis zum kommenden Dienstag, 27. September 2022, ist zusätzlich ein Protestcamp in Quakenbrück angemeldet. Dort wollen bis zu 100 Teilnehmer unter dem Motto „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ auf das Leid der Tiere aufmerksam machen. Wie es in dem Bericht des NDR heißt, lädt „Animal Rebellion“ explizit Landwirte ein, um mit ihnen zu diskutieren.

Tierschutz-Aktivisten von Animal Rebellion protestieren mit Transparenten vor einer Molkerei.
Tierschutz-Aktivisten von Animal Rebellion protestieren mit Transparenten vor einer Molkerei. Rund 35 Menschen mit Transparenten hätten sich vor dem Tor versammelt, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. © Lars Klemmer/dpa

Landwirte in Vechta fürchten allerdings die Proteste, die für den heutigen Samstag angekündigt sind, wie der Kreislandvolkverband vechta dem NDR sagte. Denn bereits im vergangenen Jahr war es bei einer ähnlichen Protestkundgebung zu Besetzungen gekommen. Etwa 200 Demonstranten hatten damals stundenlang die PHW-Zentrale in Rechterfeld im Landkreis Vechta blockiert. Bauern fürchten nun, dass an diesem Wochenende ihre Höfe für ähnliche Protestaktionen herhalten sollen. Da kann man schon einmal die Frage stellen: Wie radikal sind Klimaaktivisten? Die Polizei ist jedenfalls aufgrund des Protestcamps in Quakenbrück bis zum Dienstag Tag und Nacht im Einsatz.

Blockade von Molkerei: Aktivisten protestieren in Oldenburg

Update am 23. September 2022 um 15:50 Uhr: Oldenburg – Rund 35 Tierschutz-Aktivisten haben versucht, eine Molkerei in Oldenburg zu blockieren. Die Demonstranten spannten Transparente auf, vier Aktivisten kletterten auf das Dach der Molkerei und entfalteten ein Banner. Vereinzelt sei Pyrotechnik gezündet worden, sagte ein Polizeisprecher. In den nächsten Tagen seien immer wieder Aktionen zu erwarten, es werde zahlreiche Proteste geben – darunter am Samstag, 24. September 2022, in Vechta. In Quakenbrück gebe es zudem ein Protestcamp. Die Gruppe „Animal Rebellion“ kündigte an, Ziel der Blockade sei die Unterbrechung der Milchzufuhr von insgesamt 2000 Lieferanten.

Allerdings handele es sich um keine wirkliche Blockade der Molkerei, die anliefernden Unternehmen seien nicht behindert worden, erklärte der Polizeisprecher. Konfliktmanager der Polizei versuchten zudem, die Aktivisten davon zu überzeugen, friedlich vom Dach herunterzukommen – allerdings zunächst vergeblich. Auf der „kommunikativen Schiene“ werde versucht, eine Lösung zu finden.

„Animal Rebellion“ hatte Aktionstage im Oldenburger Münsterland angekündigt – in der Region zwischen Oldenburg, Osnabrück und Bremen sei „die Tierindustrie besonders stark vertreten“. Die Gruppe erklärte, die Industrie beanspruche große Teile der verfügbaren Landfläche für sich. Mit einem Ausstieg aus der Milchproduktion und dem „Ende der Tierindustrie“ dagegen sei es möglich, die „Klimakrise wirksam zu bekämpfen und natürliche Ökosysteme wiederherzustellen“.
Die Gruppe forderte die Molkerei zur Umstellung auf zukunftsorientierte Landwirtschaft und die Produktion pflanzenbasierter Milchalternativen auf. „Die Milchindustrie beutet Tiere aus, zerstört die Natur, macht die Umwelt kaputt und treibt die Klimakrise voran“, kritisierte „Animal-Rebellion“-Sprecherin Scarlett Treml.

Blockade von Molkerei: Aktivisten protestieren in Oldenburg

Die Organisation Freie Bauern kritisierte die Protestaktion. „Wir möchten erreichen, dass die Blockade der Milchanlieferung sofort beendet wird, um wirtschaftlichen Schaden für unsere bäuerlichen Betriebe abzuwenden“, sagte Reinhard Jung, Politikreferent der Organisation. Milch sei ein verderbliches Gut.

Erstmeldung am 23. September 2022 um 12:17 Uhr: Oldenburg – Tierschutz-Aktivisten haben versucht, eine Molkerei in Oldenburg zu blockieren: Während am Freitag, 23. September 2022, in ganz Deutschland der Globale Klimastreik der Bewegung Fridays for Future stattfindet, wollen Aktivisten der Gruppe Animal Rebellion eine Unterbrechung der Milchzufuhr von insgesamt 2000 Lieferanten erreichen. Laut eines Polizeisprechers versammelten sich am Morgen etwa 35 Menschen vor dem Gelände und hielten Transparente hoch.

Nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen waren vier Aktivisten auf das Dach der Molkerei geklettert. Dort entfalteten sie ein Banner.

Blockade von Molkerei: Aktivisten protestieren in Oldenburg

Losgelöst von den Globalen Klimastreiks, die auch unter anderem in Hamburg stattfinden, hatte die Gruppe Animal Rebellion angekündigt, mehrere Aktionstage im Oldenburger Münsterland zu veranstalten, um auf die Missstände in der Tierindustrie aufmerksam zu machen. Laut der Aktivisten seien diese in der Region zwischen Oldenburg, Osnabrück und Bremen besonders stark ausgeprägt. In einem Statement erklärte die Gruppe, dass die Tierindustrie große Teile der verfügbaren Landfläche für sich beanspruchen würde.

Mit einem Ausstieg aus der Milchproduktion und dem „Ende der Tierindustrie“ dagegen sei es laut Animal Rebellion möglich, die „Klimakrise wirksam zu bekämpfen und natürliche Ökosysteme wiederherzustellen“. Zwar würde es sich nach Einschätzung der örtlichen Polizei nicht um eine wirkliche Blockade handeln, da es bislang noch zu keiner Störung von Unternehmen gekommen ist, dennoch sei das Ziel, die Molkerei aufzufordern, auf zukunftsorientierte Landwirtschaft und die Produktion pflanzenbasierter Milchalternativen umzustellen. „Die Milchindustrie beutet Tiere aus, zerstört die Natur, macht die Umwelt kaputt und treibt die Klimakrise voran“, kritisierte Animal-Rebellion-Sprecherin Scarlett Treml.

Globaler Klimastreik von Fridays for Future: Zahlreiche Proteste in Deutschland

Während in Oldenburg die Molkerei blockiert wird, finden in ganz Deutschland Proteste im Rahmen des Globalen Klimastreiks statt. Für Freitag, 23. September 2022, hatte die Gruppe Fridays for Future zu knapp 270 Kundgebungen ausgerufen. Wegen der Proteste kommt es unter anderem in Hamburg zu erheblichen Einschränkungen und Staus.

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