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Orkan-Alarm: „Ignatz“ ist da – und bringt heftige Böen und Temperatursturz!

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Von: Ulrike Hagen

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Extrem-Wetter braut sich zusammen: Sturmtief „Hendrik“, das zu „Ignatz“ umbenannt wurde, brachte erst 25 Grad, dann Orkan-Böen und nun einen heftigen Temperatursturz.

Hamburg – Es braut sich etwas zusammen an Deutschlands und auch der Hamburger Wetter-Front. Nachdem wir uns am Mittwoch, 20. Oktober 2021, kurz im Spätsommer-Feeling in den Sonnenstrahlen rekeln können, gibt es schon am Abend und in der Nacht zu Donnerstag ein böses Erwachen – mit Orkan-Alarm und anschließenden rasanten Temperaturstürzen von bis zu 15 Grad!

Naturphänomen:Orkan
Stärke auf der Beaufortskala:12
Windgeschwindigkeit:118–133 km/h oder bzw. 64–71 kn

Orkan-Alarm mit „Hendrik“: Ab Mittwoch Gefahr von schweren Unwettern

Das Wetter im Jahr 2021 ist weiter für Überraschungen gut. In dieser Woche heißt das Programm „Achterbahnfahrt“. Denn nach den Sahara-Tagen mit über 20 Grad und Wüstenluft, die am Mittwoch sogar bis zu 25 Grad möglich machen, drohen schon ab Mittwochabend sturmartige Böen.

Der Grund: Das sehr weitläufige und mächtige Sturmtief „Hendrik“ rast über Deutschland und vertreibt das goldene Herbstwetter mit orkanartigen Böen, Gewittern und Regen. „Hendrik“ nimmt im Nordwesten Deutschlands Fahrt auf, Schwerpunkte werden vor allem der Westen und die Mitte Deutschlands sein.

Eine dunkle Wolkendecke braut sich zusammen, deren Winde Orkanstärke erreichen können.
Da braut sich was zusammen: Sturmtief „Hendrik“ rast ab Mittwoch über Deutschland. Es besteht Gefahr von orkanartigen Böen bis zu 150 km/h. (Symbolbild) © canva

Sturmtief „Hendrik“: Gefahr von Chaos und Verspätungen auf Straßen und Schienen

Nachdem „Hendrik“ uns also zunächst mit warmer Luft aus den Subtropen mit bis zu kuscheligen 25 Grad antäuscht, zeigt er uns direkt im Anschluss seine wilde Seite, die ein Riesen-Potenzial für Stress, Chaos und Verspätungen auf Straße und Schiene hat: Mit umgestürzten Bäumen, verspäteten oder ausfallenden Zügen darf bei Windgeschwindigkeiten mit bis zu 150 km/h in Hochlagen wie dem Harz ab Mittwoch gerechnet werden.

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Wetterexperte warnt vor Sturm-Gefahr: „Hoffentlich keine böse Überraschung“

Wetter.net-Experte Dominik Jung warnt ausdrücklich davor, das Sturmtief zu unterschätzen. Er weist darauf hin, dass US-amerikanische Berechnungen bereits vor dessen Gefahr gewarnt haben: „Erst seit drei Tagen haben auch das deutsche und das europäische Wettermodell mit dem US-Wettermodell gleichgezogen“, erklärt der Diplom-Meteorologe in seinen Prognosen. Und weiter: „Hoffentlich wird da niemand böse überrascht werden.“

Der Fachmann rät, sich auf „Hendrik“ vorzubereiten. „Lose Gegenstände wie etwa Gartenmöbel sollten sturmsicher gemacht werden“, Spaziergänge vermieden. Der Experte: „Die Lage könnte ganz schön brisant werden.“ Auch mit sogenannten Randtiefs, die sich neben den Sturmtiefs entwickeln, müsse gerechnet werden: „Sollte das passieren, sind besonders heftige Sturmerscheinungen zu erwarten.“

Nach Orkan-Alarm und Sturm folgt der Temperatursturz um bis zu 15 Grad

Nach dem uns „Hendrik“ dann ordentlich durchgewirbelt hat, zeigt er uns ab Freitag schließlich auch noch die kalte Schulter. Die eisige Polarluft, die er mit sich führt, macht nämlich knackige Temperaturstürze von bis zu 15 Grad möglich. In der deutlich kälteren Luft sinkt die Schneefallgrenze am Freitag auf bis zu 800 Meter ab, in den Nächten droht sogar Frost.

So endet die Woche zwar wenigstens ruhig, aber der „goldene Oktober“ dürfte damit ein Ende haben. Hoffen wir, dass es dann mit dem Wetter in Hamburg etwas entspannter weitergeht. Denn Achterbahnfahrten sind auf dem Hamburger Winterdom 2021, der sich in der 2G-Variante wie vor Corona anfühlen dürfte, einfach viel schöner. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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