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Neuer Corona-Stufenplan: Diese Lockerungen stellt Niedersachsen in Aussicht

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Von: Mirja Mader

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In Niedersachsen gibt es immer mehr Corona-Lockerungen. Das Land plant bereits die nächsten Schritte aus dem Lockdown.

Hannover – Niedersachsen hat einen Stufenplan für den weiteren Ausstieg aus dem Corona-Lockdown beschlossen. Demnach sollen die Beschränkungen für Handel, Gastronomie, Tourismus und andere Bereiche des öffentlichen Lebens stufenweise gelockert werden.

Wie Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Montag in Hannover mitteilte, orientiere sich der Plan nicht an Zeiten, sondern am aktuellen Infektionsgeschehen. Wann die nächste Stufe eintritt sei abhängig vom aktuellen Inzidenzwert.

Der sogenannte Stufenplan 2.0 sieht drei Stufen vor: ein erhöhtes Infektionsgeschehen zwischen 10 und 35 (Stufe 1), ein hohes Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz zwischen 35 und 50 (Stufe 2) sowie ein starkes Infektionsgeschehen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 (Stufe 3). Bei Inzidenzwerten über 100 greift die Bundes-Notbremse.

StufeSieben-Tage-Inzidenz
1, erhöhtes InfektionsgeschehenZwischen 10 und 35
2, hohes InfektionsgeschehenZwischen 35 und 50
3, starkes InfektionsgeschehenZwischen 50 und 100

Am Montag, 10. Mai sind in Niedersachsen bereits einige Lockerungen in Kraft getreten. Die Lockerungsschritte aus dem Stufenplan 2.0 werden spätestens Ende Mai mit der nächsten Corona-Verordnung des Landes eingeführt. Diese wird dann auch Regelungen für Inzidenzwerte unter 50 beinhalten.

Handel, Gastronomie, Tourismus, Schule: So will Niedersachsen lockern

So sehen die nächsten Öffnungsschritte aus dem Stufenplan 2.0 aus:

Corona-Lockerungen: „Testkapazitäten reichen aus“

Am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Landesschnitt bei 84,6. In 13 der 45 Kreise und Großstädte lag sie bei über 100. Laut Behrens gibt es drei Gründe, warum die Infektionszahlen aktuell in Niedersachsen auf einem niedrigen Niveau sind. Ein Grund sei die Disziplin der Bürgerinnen und Bürger, die sich an die Beschränkungen halten. Ein weiterer sei die sehr gute Impfquote und der dritte Punkt sei, dass Niedersachsen sehr viel geschlossen hatte.

Daniela Behrens (SPD), Gesundheitsministerin Niedersachsen, informiert über die stufenweise Öffnung der Prioritätsgruppe 3 bei den Corona-Impfungen
Gesundheitsministerin Daniela Behrens informiert über die stufenweise Lockerung der aktuellen Corona-Beschränkungen. © Julian Stratenschulte/picture alliance/dpa

Niedersachsen zähle sich zum „Team Vorsicht“, erklärte die Gesundheitsministerin. Sehr wichtig sei es, dass man Öffnungen mit einer sehr konsequenten Teststrategie verbindet und das ziehe sich wie ein roter Faden bereits durch die aktuelle Verordnung. Außerdem habe man den Fokus auf „draußen“ gelegt. Erst im nächsten Schritt wolle man weitergehen.

Die Test-Infrastruktur in Niedersachsen reiche bereits aus, werde sich aber dennoch weiter nach oben entwickeln. Ziel sei, dass das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bleibt, während alles geöffnet ist. Der Knackpunkt sei der Herbst, erklärte Behrens. Mittlerweile hat auch Hamburg einige Corona-Regeln gelockert*.

Die Corona-Lockerungen am Beispiel der Schwimmbäder

Veronika Dicke aus der Staatskanzlei erklärt am Beispiel der Schwimmbäder, wie der Stufenplan funktionieren sollte. Aktuell sei es so, dass die Schwimmbäder für die private Nutzung geschlossen, für den Schwimmunterricht oder Reha-Zwecke allerdings geöffnet sind. Mit der nächsten Stufe, einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 könnten dann die Freibäder öffnen. Hallenbäder blieben jedoch auch bei einem Wert zwischen 35 und 50 weiterhin geschlossen. Erst wenn der Wert unter 35 sinke, könnten sowohl Freibäder als auch Hallenbäder wieder besucht werden.

Ein Gast zieht im Freibad schwimmend seine Bahnen (Aufnahme mit Drohne).
Am Beispiel der Schwimmbäder erklärt Veronika Dicke das Vorgehen nach Inzidenzwert. © Guido Kirchner / picture alliance / dpa

Relativ spät werde es Erleichterungen für Veranstaltungen wie Festivals geben, fügte sie hinzu. Grund dafür sei, dass ohne feste Sitzplätze sichere Abstände nicht immer eingehalten werden können. Daher sei man in diesem Bereich etwas zurückhaltender. Das sei auch der Grund, warum Bars und Diskotheken erst sehr spät öffnen werden. Abstand könne dort nicht durchgängig eingehalten werden und auch das Tragen einer Maske sei nicht für die gesamte Zeit des Besuchs möglich. Daher blieben diese Einrichtungen relativ lange zu. * Kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mit Material der dpa

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