„Mars Sample Return“-Mission

Nasa: Gibt es Leben auf dem Mars? Spätestens in zehn Jahren gibt‘s Gewissheit

  • Christian Einfeldt
    VonChristian Einfeldt
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Gemeinsam mit der Behörde Esa will Nasa einer expliziten Frage auf den Grund gehen: Gibt es Leben auf dem Mars? Schon bald könnte es Erkenntnisse geben.

Washington, D.C., USA – Seit jeher beschäftigt Wissenschaftler die Frage, ob es Leben auf anderen Planeten gibt. Vor allem der Mars rückt dabei immer wieder in den Fokus. Anfang 2021 machten sich bereits drei Missionen auf den Weg Richtung Mars. Außerdem planen japanische Wissenschaftler 2024 eine „Martian Moons Exploration“ durchführen zu können. Die Faszination aktiviert Wissenschaftler weltweit.

US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft:Nasa
Gründer:Dwight D. Eisenhower
Gründung:29. Juli 1958, USA
Hauptsitz:Washington, D.C., Vereinigte Staaten

Die „Mars Sample Return“-Mission der Nasa und Esa, die 2022 eine gemeinsame Asteroid-Abschuss-Mission starten*, soll nun Proben der Mars-Oberfläche entnehmen. Läuft alles nach Plan, erreichen die Proben bis spätestens 2030 die Erde – dann könnte auch das Geheimnis um Leben auf dem Mars endgültig gelüftet sein.

Nasa entnimmt Proben der Mars-Oberfläche – Mission wirft Fragen auf

Im Februar 2021 erreichten gleich drei Raummissionen den Mars. Während die Vereinigten Arabischen Emirate und die Volksrepublik China den ersten Schritt machten, gelang es am 18. Februar auch der USA die Oberfläche des roten Planeten zu erobern. Mit an Bord war der „Rover Perseverance“: Ein Fahrzeug der Nasa, das der Menschheit bereits zeigen konnte, wie der Planet in etwa klingen könnte. Aufzeichnungen dokumentieren starkes Rauschen und Grummeln. Könnte die Soundkulisse von Leben beeinflusst sein? Die Nasa widmet sich nun dieser entscheidenden Frage.

Ihre Aufgabe besteht darin, Proben vom Mars, der für Forscher besonders interessant ist*, und dessen Mond Phobos zu entnehmen. Analysen sollen Aufschluss darüber geben, ob Leben auf dem Planeten möglich sei. Dass das Unterfangen der Nasa jedoch kompliziert sein würde, zeigte bereits deren erster Versuch im Februar. Statt eines erhofften Gesteins konnte der „Rover Perseverance“ nur poröses Material aus dem Boden ziehen.

„Mars Sample Return“-Mission: Bis 2030 sollen die Nasa-Proben des Mars auf der Erde ankommen.

Doch die Nasa lässt nicht locker: Mit ausreichend Probenbehältern an Board geht die Suche weiter. Das nächste Ziel: Ein ausgetrocknetes Flussbett. Erst vor Kurzem beobachten Forscher einen lebensfreundlichen Planeten*. Dieser ähnle der Erde, die bereits im Jahr 2022 von einem Asteroid-Einschlag bedroht sein könnte*. Lassen sich jetzt auch auf dem Mars Spuren über ein mögliches Leben aufspüren? Während Nasa diese Frage umtreibt, steht die Weltraumbehörde allerdings vor einem großen Problem: Es gibt keine Möglichkeit, die Proben von der Marsoberfläche in den Weltraum zu befördern.

„Mars Sample Return“-Mission: Nasa und Esa wollen Geheimnis um Leben auf dem Mars lüften

Unerbittlich arbeitete die Nasa, die aufgrund einer Asteroid-Simulation in Sorge ist, an der Lösung des Problems – und die Hürde scheint bereits jetzt überwunden zu sein. Gemeinsam mit der europäischen Raumfahrtbehörde Esa plant die Nasa die „Mars Sample Return“-Mission. Im Jezero-Krater, wo am 18. Februar 2021 bereits der „Perserverance-Rover“ landete, soll schon bald der „Fetch Rover“ den Mars erreichen.

Die Aufgabe des 150 Kilogramm schweren Nasa-Wagens besteht darin, die vom „Perseverance Rover“ ausfindig gemachten Proben einzusammeln. Im Anschluss soll der „Fetch-Rover“ zur Landeplattform zurückkehren und die Proben in einem großen Kanister auf dem sogenannten „Mars Ascent Vehicle“ befördern. Das Fahrzeug soll wiederum den Behälter in die Marsumlaufbahn bringen. Möglich sei dies mit einer Feststoffrakete, wenngleich das exakte Vorhaben noch nicht entschieden sei.

Währenddessen sieht der Plan vor, dass die Esa im Weltraum auf die Proben wartet. Der „Earth Return Orbiter“ soll die Probe dann endgültig einsammeln und anschließend sicher auf die Erde bringen. Eine strikte Versiegelung würde eine Kontamination auf der Erde ausschließen. Gibt es Leben auf dem Mars? Nachfolgende Untersuchungen könnten diese Frage also noch in diesem Jahrzehnt eindeutig beantworten. *24hamburg.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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