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„Mehr Realitätsbezug“: Ministerpräsident Weil über mögliche Koalition nach der Wahl

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Von: Mark Stoffers

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Ministerpräsident Stephan Weil auf einer Veranstaltung für die kommende Landtagswahl in Niedersachsen 2022.
Ministerpräsident erhofft sich vom möglichen Koalitionspartner, den Grünen, mehr als nur „gute Absicht“. © Moritz Frankenberg | dpa

Ministerpräsident Stephan Weil spricht über den möglichen Koalitionspartner nach der Landtagswahl in Niedersachsen 2022. Von den Grünen erhofft er sich viel.

Vechta – Ministerpräsident Stephan Weil wünscht sich auch mit Blick auf eine mögliche rot-grüne Koalition nach der Landtagswahl in Niedersachsen am 9. Oktober 2022 eine realitätsbezogenere Politik von den Grünen.

„Ich wünschte mir von den Grünen, dass sie frühzeitig deutlich mehr Realitätsbezug zeigen. Dass sie bei Wählerinnen und Wählern nicht mit Plänen und Forderungen werben, die bei Lichte betrachtet nicht realisierbar sind“, sagte der SPD-Vorsitzende Weil, der sich vor der Landtagswahl in Niedersachsen einiges an Kritik vom FDP-Landeschef und CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann gefallen lassen muss, der OM-Mediengruppe am 20. August in Vechta.

„Mehr Realitätsbezug“ bei den Grünen: Ministerpräsident Weil erwartet „bei aller guten Absicht“ mehr von den Grünen

Ohne konkrete Beispiele für die kommende Politik zu nennen, sagte Weil, es stelle sich bei den Grünen die Frage, wie „bei aller guten Absicht“ Ziele mit realistischen Zwischenschritten erreicht werden können. „Die Grünen stellen sich diese Frage häufig erst, wenn sie in Amt und Würden sind. Das führt dann, wie man bei Robert Habeck beobachten kann, auch dazu, dass sie deutliche Abstriche machen müssen“, sagte Weil.

Der Ministerpräsident bekräftigte in dem Gespräch mit der Oldenburgischen Volkszeitung und der Münsterländischen Tageszeitung im Fall eines Sieges bei der Landtagswahl in Niedersachsen am 9. Oktober, bei der 14 Parteien zugelassen sind, eine rot-grüne Koalition anzustreben. „Ich befürchte, dass eine Fortsetzung der großen Koalition Niedersachsen in eine Phase des Stillstands führen würde. Das können wir uns definitiv nicht leisten.“ (mit Material der dpa)

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