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Starke Preiserhöhung bei Lidl: Milka, Cola & Co. – viele Marken ab sofort teurer

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Von: Annabel Schütt

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Wer lieber Markenprodukte kauft, muss künftig auch beim Discounter mehr blechen. Lidl, Aldi und Co. ziehen die Preise für Milka, Hanuta und hunderte andere Marken an.

Während die Corona-Inzidenzzahlen sinken, klettern andere Zahlen nach oben. Denn vorbei sind die Zeiten, in denen dank Mehrwertsteuersenkungen bei Lebensmitteln von 7 auf 5 Prozent der Einkauf bei Lidl, Aldi, Netto und Co. das Monatsbudget ordentlich schonte. Stattdessen müssen sich Sparfüchse und Leckermäulchen nun bei ihrem Lieblings-Discounter auf die ein oder andere saftige Preiserhöhung gefasst machen.

Discounter:Lidl
Anzahl der Beschäftigten:315.000
Gründung:1973
Rechtsform:Stiftung & Co. KG
Mitarbeiter:192.920 (weltweit, 2019/20)
Sitz:Neckarsulm, Deutschland

Einkaufen wird teuer! Lidl, Aldi, Netto und Co. ziehen Preise von zahlreichen Markenprodukten an

Mal eben auf dem Weg nach Hause bei Lidl reinspringen und für ein, zwei Euro Wagner Pizza und Coca-Cola für den Abend besorgen? Diese Zeiten gehören jetzt der Vergangenheit an. Denn ab sofort drehen Lidl, Aldi, Netto und Co. mächtig an der Preisschraube. Die Folge: Während Eigenprodukte immer billiger werden, werden hunderte Markenprodukte teurer und teurer.

Allein bei Lidl stiegen von Januar bis Mai 2021 die Preise bei 262 Markenprodukten, während nur 130 Produkte billiger wurden – vor allem die ohnehin günstigen Eigenmarken. So viel zu „Lidl lohnt sich“.

Zwei Schilder weisen den Weg zu Aldi oder Lidl. Daneben ist ein voller Einkaufswagen zu sehen. (24hamburg.de-Montage)
Lidl, Aldi und Co. ziehen bei diversen Markenprodukten die Preise an. (24hamburg.de-Montage) © Eibner/IMAGO & Frank May/picture alliance/dpa

Toppen kann das nur Netto: Der Discounter zog bei sage und schreibe 512 Artikeln die Preise an, während gerade einmal 130 Produkte billiger wurden. Aldi-Nord machte nach der Abschaffung von Billig-Fleisch dagegen „nur“ 163 Markenprodukte teurer und vergünstigte in der gleichen Zeit 127 Artikel.

Mega-Preise für Milka, Cola, Hanuta & Co.: Discounter ziehen Preise um bis zu 30 Prozent an

Während Corona-Schnelltests bei Aldi und Lidl spottbillig verramscht werden, werden, müssen Sparfüchse und Leckermäulchen bei Produkten von Unilever, Nestlé, Coca-Cola, Ferrero, Wagner Pizza, Red Bull, Haribo, Milka oder Hanuta künftig ordentlich draufzahlen:

Und auch bei Energydrinks muss mit einer Preiserhöhung von rund 10 Prozent gerechnet werden. Eigentlich gar keine schlechte Idee, wenn man bedenkt, dass Lidl, Aldi, Netto und Co. im selben Atemzug den Preis bei diversen No-Name-Produkten bzw. den Eigenmarken der Discounter senken. Denn so können sie ihre eigene Ware besser an den Mann beziehungsweise an die Frau bringen.

Was steckt hinter den Mega-Preisen bei Lidl, Aldi und Co.? Schuld ist die Corona-Krise

Grund für die Preiserhöhung der Markenprodukte sei angeblich die Corona-Krise. Infolge derer seien die Kosten für Rohstoffe, Verpackung, Fracht und Energie gestiegen, „die sich aktuell auf unsere Einkaufspreise auswirken“, erklärte ein Sprecher von Aldi-Nord. „Unsere Kundinnen und Kunden können sich auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt verlassen. Denn wir können insbesondere unsere Eigenmarken besonders günstig anbieten, weil wir als Discounter auf schlanke Strukturen und effiziente Prozesse zurückgreifen und über ein ausgesuchtes Sortiment verfügen“, fuhr er fort.

Andererseits führen die aktuellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen wie beispielsweise die Wiedereröffnung der Innengastronomie dazu, dass weniger Menschen hamstern und mehr Menschen wieder außer Haus essen. Auch wenn aktuell gerade die Außengastronomie im Regel-Wirrwarr versinkt, habe dies in den vergangene Wochen bei einigen Discountern bereits zu massiven Umsatzrückgängen im zweistelligen Prozentbereich geführt, die nun wieder ausgeglichen werden wollen. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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