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Lüneburg: Stadt will E-Scooter massiv einschränken – nur noch 200 erlaubt?

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Von: Kevin Goonewardena

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E-Scooter sind für viele Menschen ein großes Ärgernis. Das hat unterschiedliche Gründe. Nun will die niedersächsische Stadt Lüneburg radikale Wege gehen.

Hamburg – Von einigen zum Start vor wenigen Jahren noch als Beitrag zur Mobilitätswende gefeiert, entwickelten sich die sogenannten E-Scooter schnell zum Ärgernis für viele Menschen. Sei es, weil die Roller mitten auf den Gehwegen abgestellt, in Gebüsche geworfen oder in Gewässern nicht nur Hamburgs und anderen deutschen Städten versenkt wurden. Immer wieder mussten E-Roller aus Elbe, der Alster, dem Main oder, wie in Köln, hunderte E-Roller aus dem Rhein geborgen werden.

Name:Lüneburg
Landkreis und Bundesland:Lüneburg, Niedersachsen
Fläche:70,34 km²
Bevölkerung:rund 72.000 (Stadt), rund 177.000 (Landkreis)

Lüneburg: Nur noch 200 E-Roller - Innenstadt komplett E-Roller frei!

Auch die Stadt Hamburg hat in der Vergangenheit neue Regeln für E-Scooter erlassen, richtete sogar einen online-Pranger für E-Roller ein. Und auch in Unfälle sind E-Roller immer wieder verwickelt. Last but not least stellten sich die E-Scooter schnell auch als wenig umweltfreundlich heraus, nicht zuletzt wegen ihrer Batterien. Auch wenn die Roller in letzter Zeit aus dem Medienfokus verschwunden sind: Ärgerlich sind sie für viele Bürger und Bürgerinnen immer noch. Dagegen geht die Stadt Lüneburg in Niedersachsen nun mit neuem Konzept vor. Zwar kann die Stadt die E-Roller nicht verbieten. Doch, wie die Bild-Zeitung schreibt, den Anbietern das Geschäft so unattraktiv wie möglich machen.

Viele Elektro Leih Scooter von verschiedenen Anbietern stehen am Straßenrand in Köln
Nicht nur in Großstädten wie Köln ein Ärgernis: E-Roller verschiedener Anbieter verstopfen auch in Kleinstädten oft die Gehwege. Nicht das einzige Problem, gegen das die niedersächsische Stadt Lüneburg nun vorgehen will. (Symbolbild) © Horst Galuschka/Imago

Dafür haben Verwaltung und Politik ein neues Konzept erarbeitet, dass beispielsweise nur noch maximal 200 E-Scooter in Lüneburg erlauben soll, so die Landeszeitung Lüneburg. Diese maximal 200 E-Scooter dürfen zwar überall benutzt, aber in bestimmten Bereichen weder angeboten, noch geparkt werden. Dazu gehören Parks und sonstige Grünflächen, aber auch Friedhöfe und die Fußgängerzone. Überhaupt soll die Innenstadt der 70.000 Einwohner Kreisstadt im nördlichen Niedersachsen komplett rollerfrei bleiben.

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Neue E-Roller Regeln für Lüneburg: Politik muss noch zustimmen

Über den vom Fachausschuss Mobilität erarbeiteten Vertrag, der künftig zwischen der Stadt Lüneburg und Anbietern gelten soll muss allerdings noch die Lüneburger Politiker im Rathaus abstimmen. Allzu viele Befürworter scheinen die E-Scooter dort allerdings nicht zu haben.

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